Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und freue mich dann immer, wenn mir die Auswahl von Restaurants durch informative Kritiken erleichtert wird. Umgekehrt gebe ich meine Erfahrungen auch sehr gerne weiter.
Einige wenige meiner bisherigen Kritiken, die ältesten, stammen originär noch aus RK, aber nach dessen Verkauf an Yelp suche ich hier ein neues "Zuhause".
Zu meinen Bewertungskriterien ein kurzes Wort. Ich bin Relativbewerter, auch ein gut geführter Imbiss kann mal 4 Punkte bekommen, ebenso wie ein Sternerestaurant, es muss dem jeweiligen Anspruch entsprechen!
4 bis 5 Punkte bedeuten für mich, das das Restaurant seinen und meinen Anspruch erfüllt hat bei meinen Besuch. 3 Punkte bedeutet, gewissen Defizite in einzelnen Aspekten. Darunter bedeutet eine Bewertung erhebliche Mängel bei meinem Besuch.
Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 504 Bewertungen 769768x gelesen 14899x "Hilfreich" 14158x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 11.10.2023 2023-10-11| Aktualisiert am
11.10.2023
Besucht am 24.09.2023Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Vor kurzem kam das Thema hier bei GG mal wieder auf. Jeder Mensch braucht es, dass unkomplizierte italienische Restaurant für die unkomplizierte Einkehr um die Ecke. Es gibt auf der Welt keine bessere Küche für diese Art von ausgehen. Der Franzose macht aus Essen eine Art Kunst, der deutsche will mit Essen die Welt retten, aber die Küche aus Italien, dass ist die für die Seele.
Auch ich brauche das manchmal! Einfach essen gehen, eine gute Pizza, hochwertige Pasta, die Klassiker der Küche von der Nonna. Das schmeckt immer und macht einfach glücklich. In Rheine gibt es ein paar Italiener, die diesem Leitspruch entsprechen und ihn mit Leben füllen. Die meisten habe ich beschrieben und bin regelmäßig Kunde bei denen. Aber tatsächlich gab es ein Restaurant, in das war ich bisher nicht eingekehrt. Su Nuraghe da Toni ist sein Name. Die italienische Gastronomie im Kreis Steinfurt, so habe ich den Eindruck, ist fest in sardischer Hand. Irgendwie sind die alle miteinander verwandt. Und so bietet auch Toni italienische Küche mit einigen Besonderheiten der sardischen Küche.
Am Sonntag, den 24. September 2023, war ich nun also zu Gast bei "Toni" und seinem Team. Mitten im Dorenkamp findet sich das Restaurant, an der Breite Straße. Dass ist auf der anderen Seite vom Bahnhof, schaut man von Rheine City dahin. Der Außenbereich schlicht, die Bestuhlung quasi auf dem Bürgersteig verlockt nicht unbedingt draußen zu sitzen.
Freunde hatten uns gefragt, ob wir mitkommen wollten und nach der positiven Antwort von meiner Frau und mir, einen Tisch reserviert im Inneren. Auch an einem Sonntagabend war es voll! Alle, dicht gestellten, Tische waren besetzt. Viele spontan einkehrende Gäste mussten wieder gehen. Unser Tisch war schnell gefunden.
Die Weinkarte, wie bei allen unseren Italienern in Rheine, ist eher mittelprächtig und verlockt nicht unbedingt einen Wein zu ordern. Aber bei einem Craft Beer aus Cagliari griff ich zu und bereute es nicht. Die Karte lässt sich im Internet auf der HP einsehen und bietet ein großes Potpourri der italienischen Küche mit Schwerpunkt Pizza und Pasta. Das ist es aber auch, was die meisten Gäste wollen. Ich vermisste etwas die Klassiker abseits von Teigfladen und Nudeln, kein Ossobuco und Co. Aber meine Frau und ich wurden fündig. Und weil wir inzwischen blind füreinander bestellen könnten, war glasklar, dass dieses Vorspeisenangebot von beiden geordert wurde.
Antipasto di mare nennt sich das, ist eine Mischung aus Antipasti und Salat. Bestehend, laut Karte, aus gemischten Meeresfrüchten mariniert mit fruchtigem Olivenöl und frischer Zitrone konnte das als Auftakt gut gefallen. Pulpo Arm, Garnelen, Miesmuscheln und Tube waren mariniert in Olivenöl und Zitrone, ergänzt durch ein wenig frischen Salat und Gemüse. Passte so, gutes Sommergericht, ordentlich serviert. Dann für meine Frau Pasta mit einer für einen Italiener selten gesehenen Zutat.
In der Tages/ Wochenkarte wurden Paccheri angeboten. Paccheri ist eine Nudelsorte in Form einer sehr großen Röhre, die ursprünglich aus Kampanien stammt. Sie sind im Allgemeinen glatt, es gibt aber auch eine gerippte Version, Paccheri Millerighe (siehe Foto). So weit, so gut, dass war bekannt im Pasta-Affinen Haushalt von Carsten. Zu den Paccheri gab es Seeteufel in einer Tomaten, Knoblauch und Olivenöl Sauce. Da oben drauf die seltene Zutat, ein Kaisergranat, sehr kleine Sortierung, aber doch ein frischer Scampo! Fein, da freute sich die Frau mir gegenüber. Auch ich blieb beim Hauptgericht bei den Meeresbewohnern.
Calamaretti alla griglia gab es für mich. Dazu nicht fotografierte ordentliche Rosmarin-Kartoffeln. Tja, dieser Teller ist eine Essenz von dem was ich oben zu beschreiben versucht habe. Koche einen Tintenfisch schön zart, zerteile ihn, röste ihn scharf an, würze ihn mit wenigen Zutaten, aber ordentlich und es wird schmecken. Lecker! Und ich war ebenso glücklich.
Der Service hatte im proppenvollen Gastraum sehr gut zu tun und musste dann auch noch ein Missgeschick von Carsten1972 beheben. Mea culpa, nächstes Mal fragt der Ingenieur, wie die Pfeffermühle funktioniert und veranstaltet keine Pfefferkörnerlawine auf dem Tisch. Ansonsten waren wir immer Blick und man fühlte sich gut und freundlich betreut, auch dass passte sehr gut.
Also zum Fazit, auch hier ein italienisches Restaurant für Soul Food! Gute Pizza oder Pasta, auch ein paar Ergänzungen, die unkompliziert glücklich machen. Das geht voll in Ordnung! Wir kommen gerne mal wieder.
Vor kurzem kam das Thema hier bei GG mal wieder auf. Jeder Mensch braucht es, dass unkomplizierte italienische Restaurant für die unkomplizierte Einkehr um die Ecke. Es gibt auf der Welt keine bessere Küche für diese Art von ausgehen. Der Franzose macht aus Essen eine Art Kunst, der deutsche will mit Essen die Welt retten, aber die Küche aus Italien, dass ist die für die Seele.
Auch ich brauche das manchmal! Einfach essen gehen, eine gute Pizza, hochwertige Pasta, die Klassiker... mehr lesen
Su Nuraghe da Toni
Su Nuraghe da Toni€-€€€Restaurant, Catering, Pizzeria0597114159Breite Straße 14, 48431 Rheine
4.0 stars -
"Der Italiener für jeden Tag und das kulinarische Seelenheil" Carsten1972Vor kurzem kam das Thema hier bei GG mal wieder auf. Jeder Mensch braucht es, dass unkomplizierte italienische Restaurant für die unkomplizierte Einkehr um die Ecke. Es gibt auf der Welt keine bessere Küche für diese Art von ausgehen. Der Franzose macht aus Essen eine Art Kunst, der deutsche will mit Essen die Welt retten, aber die Küche aus Italien, dass ist die für die Seele.
Auch ich brauche das manchmal! Einfach essen gehen, eine gute Pizza, hochwertige Pasta, die Klassiker
Geschrieben am 21.09.2023 2023-09-21| Aktualisiert am
22.09.2023
Besucht am 08.09.2023Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
Nun fahre ich schon so lange nach Mecklenburg Vorpommern in die Feldberger Seen Landschaft und ich dachte, so langsam kenne ich alle schönen Orte dort. Aber Pustekuchen, durch Zufall zeigte uns das Schicksal einen weiteren wunderschönen Ort an den Seen in diesem Gebiet. Dieser Ort befindet sich in Feldberg, auf der Halbinsel Amtswerder im Feldberger Haussee.
Meine Frau und ich waren von Carwitz herüber gewandert, mit dem Plan um die Mittagszeit etwas im Ort zu essen. Unser Weg führte uns auf den Amtswerder und wie schon befürchtet war die erste Fischerstube an der Straße komplett belegt. Aber etwas weiter den Weg zum Feldberger Seebad fand sich ein Hinweis auf die Fischerhütte der Fischerei Feldberg der Familie Frankiw.
Es war offen und wir beschlossen mal nach einem Tisch zu fragen. Was wir dann entdeckten, war schon ein wunderbarer Platz. Direkt am Seeufer liegt der Betriebsplatz der Fischerei, vorne am Tor ein Räucher- und Verkaufshaus für den Fisch aus dem See, dahinter versteckt ein Holzhaus vor dem Seeufer.
Das ans ich war schon ein schöner Platz und sehr einladend, um dort zu speisen.
Zum See eine überdachte Terrasse.
und
Aber das wunderschönste in dieser einfachen Fischerhütte sind die Tische zwischen Holzhaus und Seeufer unter alten Erlen.
Wunderschön bei Sonnenschein!
Weil es uns so gefallen hat, blieben wir an besagten Mittag zum essen da, dies war unser Tisch.
Und weil wir so begeistert über unsere Entdeckung waren, haben wir gleich für einen weiteren Mittag reserviert. Wir ließen unseren Charme spielen und bekamen den Lands End Tisch zum See!
Gegessen wurde auch was. Die Küche verarbeitet die Fische, den Fang aus dem See, sowie zugekaufte Meeresfische. Das wird geräuchert und gebraten und mariniert a la Matjes, Fermentation ist ja en vogue! Dazu gibt es einfache Beilagen, Pommes, Bratkartoffeln, etc. Es gibt Wein und Longdrinks, aber Mittags schmeckt ein kaltes Pils am besten zum Fisch.
Gegessen haben wir an beiden Besuchstagen Barsch, Flussbarsch! Gebraten! Leser, merke dir, bist du an einem großen See und der Fischer bietet in seiner Fischerhütte frisch gebratenen selbst gefangenen Flussbarsch an, der so groß ist, dass man ihn filetieren kann, dann bestell den! Es gibt keinen besseren einheimischen Fisch als Flussbarsch!
und
Fazit, hingehen und genießen! Den Ort und den frischen Fisch! Beim nächsten Besuch sind wir abends da und dann werden wir einen schönen Riesling genießen beim Sonnenuntergang und frischem Fisch! Großartiger Ort!
Nun fahre ich schon so lange nach Mecklenburg Vorpommern in die Feldberger Seen Landschaft und ich dachte, so langsam kenne ich alle schönen Orte dort. Aber Pustekuchen, durch Zufall zeigte uns das Schicksal einen weiteren wunderschönen Ort an den Seen in diesem Gebiet. Dieser Ort befindet sich in Feldberg, auf der Halbinsel Amtswerder im Feldberger Haussee.
Meine Frau und ich waren von Carwitz herüber gewandert, mit dem Plan um die Mittagszeit etwas im Ort zu essen. Unser Weg führte uns auf... mehr lesen
Fischerhütte der Fischerei Feldberg.
Fischerhütte der Fischerei Feldberg.€-€€€Gaststätte039831 20205Fischereihof 2, 17258 Feldberger Seenlandschaft
4.0 stars -
"Neuentdeckung (für mich) in Feldberg" Carsten1972Nun fahre ich schon so lange nach Mecklenburg Vorpommern in die Feldberger Seen Landschaft und ich dachte, so langsam kenne ich alle schönen Orte dort. Aber Pustekuchen, durch Zufall zeigte uns das Schicksal einen weiteren wunderschönen Ort an den Seen in diesem Gebiet. Dieser Ort befindet sich in Feldberg, auf der Halbinsel Amtswerder im Feldberger Haussee.
Meine Frau und ich waren von Carwitz herüber gewandert, mit dem Plan um die Mittagszeit etwas im Ort zu essen. Unser Weg führte uns auf
Geschrieben am 18.09.2023 2023-09-18| Aktualisiert am
18.09.2023
Am 7. September waren meine Frau und ich wieder in der alten Schule und hatten uns mit einem befreundeten Pärchen aus Berlin einen Tisch reserviert. Fotos vom Abend in der Galerie, einen neuen Bericht muss ich nicht erstellen. Borgis Bericht von 2020 ist noch immer absolut auf der Höhe der Zeit. Ein Detail muss aber noch der interessierten Genuss-Gemeinde vorgestellt werden.
Das Foto zeigt das Dessert aus dem Menü! Und Daniel Schmidtthaler hat daraus eine atemberaubende Überraschung kreiert!
Erst einmal wirkt das wie ein saisonal passendes Gericht mit roten Beeren in verschiedenen Konsistenzen, so weit so gut. Aber die Süße und die Säure dieser Zutaten trafen auf darüber geriebenen frischen Kren mit seiner ätherischen Schärfe und, was mich hat mich unglaublich beeindruckt hat, einigen Streifen Lardo, selbst hergestellt aus dem Speck des hausgeschlachteten Schweins. Der Lardo brachte eine unglaubliche, umamihafte Tiefe in das Gericht!
Fazit, eine Essenz des Küchenstils von Daniel Schmidthaler! Großartig!
Die Freunde aus Berlin zogen schon vorher ihr Fazit: "wir kommen definitiv noch mal wieder!"
Am 7. September waren meine Frau und ich wieder in der alten Schule und hatten uns mit einem befreundeten Pärchen aus Berlin einen Tisch reserviert. Fotos vom Abend in der Galerie, einen neuen Bericht muss ich nicht erstellen. Borgis Bericht von 2020 ist noch immer absolut auf der Höhe der Zeit. Ein Detail muss aber noch der interessierten Genuss-Gemeinde vorgestellt werden.
Das Foto zeigt das Dessert aus dem Menü! Und Daniel Schmidtthaler hat daraus eine atemberaubende Überraschung kreiert!
Erst einmal wirkt das... mehr lesen
Hotel & Restaurant Alte Schule Fürstenhagen
Hotel & Restaurant Alte Schule Fürstenhagen€-€€€Restaurant, Hotel, Sternerestaurant03983122023Zur Alten Schule 5, 17258 Feldberger Seenlandschaft
stars -
"Großartig!" Carsten1972Am 7. September waren meine Frau und ich wieder in der alten Schule und hatten uns mit einem befreundeten Pärchen aus Berlin einen Tisch reserviert. Fotos vom Abend in der Galerie, einen neuen Bericht muss ich nicht erstellen. Borgis Bericht von 2020 ist noch immer absolut auf der Höhe der Zeit. Ein Detail muss aber noch der interessierten Genuss-Gemeinde vorgestellt werden.
Das Foto zeigt das Dessert aus dem Menü! Und Daniel Schmidtthaler hat daraus eine atemberaubende Überraschung kreiert!
Erst einmal wirkt das
Geschrieben am 14.09.2023 2023-09-14| Aktualisiert am
14.09.2023
In der ersten Septemberwoche 2023 waren meine Frau und ich mal wieder in der Feldberger Seenlandschaft zu Gast. Und wenn wir an diesem wunderbaren Ort zum Wandern, Radfahren und Wasserwandern sind, dann haben wir ein paar Restaurants, in die wir immer gerne wieder einkehren. Eines davon ist die Weinschänke im Apfelweingut Kraatz, gerade über die Landesgrenze in der brandenburgischen Uckermark gelegen.
Einsam ist es da, von Carwitz, unserem Urlaubsort, fährt man eine Dreiviertelstunde, bis man dann im kleinen Weiler Kraatz ankommt. Gleich für den ersten Urlaubsabend am zweiten September hatten wir einen Tisch reserviert. Und freuten uns auf das samstägliche Gastkochmenü, dass dort dann immer angeboten wird. Leider hatte der Gast-Koch aber kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen und wir wurden dementsprechend informiert. Nicht so schlimm, die kleine feine Karte bietet immer wieder verlockende Speisen an. Das Wetter war noch sommerlich und so konnten wir vor der Gaststube draußen Platz nehmen.
Unter Weinreben ist ein schöner Platz entstanden.
Die Gaststube ist auch ein schöner Ort zum verweilen, aber heute ging es nicht hinein. Das Angebot steht auf einer Schiefertafel am Eingang.
Es gibt zwar auch Traubenwein und Biere in ansprechender Qualität, aber wir trinken natürlich Apfelweine, die Karte bietet Sortenreine Apfelweine und gemischte Sätze in verschiedenen Jahrgängen an. Hochformat, anklicken
Es macht Spaß, sich durch die verschiedenen Sorten zu probieren. Alle Produkte werden im offenen Ausschank angeboten, Frau liebt den Quittensecco.
Gegessen haben wir auch wieder hervorragend. Beide orderten wir zur Vorspeise gegrillte Wassermelone mit einem fruchtigen Salat.
Wassermelone finde ich persönlich nur genießbar, wenn sie gegrillt wird. Und hier hätte sie ruhig noch mehr Röstaromen bekommen dürfen. Trotzdem eine gut gemachte Vorspeise. Einen Zwischengang teilten wir uns, in der Weinschänke gibt es immer Piroggi im Angebot.
Für jeden je eine mit Fleisch und eine mit Kartoffelfüllung. Bekommt man bei uns im Münsterland nie zu Gesicht und wenn ich die bekommen kann, dann werden die auch bestellt! Lecker! Der Salat war reichlich und wieder gut angemacht. Zum finalen Hauptgang für meine Frau Wildbratwürstchen, die eine im Dorf ansässige Jägerin für die Weinschänke herstellt.
Frau hatte vorher natürlich gecheckt, wie der K-Salat serviert wird, und so wie er sich auf dem Teller darbot, mag sie den. Äußerst gut abgeschmeckte Würstchen durfte sie genießen. Für mich auch Wild, aber in anderer Darreichungsform.
Burger, served open mit Wild-Buletten. Drauf waren außer den Buletten eine Linsencreme und ein Auberginen-Mus. Und mit den Zutaten bekam das Ganze einen levantinischen Touch. Auch sehr schmackhaft!
Kurzer Bestätigungsbericht zu meinem letztmaligen (2019) verfassten ausführlichen Bericht. Es bleibt dabei, wunderbarer Ort für eine entspannte Einkehr mit viel Genuss!
In der ersten Septemberwoche 2023 waren meine Frau und ich mal wieder in der Feldberger Seenlandschaft zu Gast. Und wenn wir an diesem wunderbaren Ort zum Wandern, Radfahren und Wasserwandern sind, dann haben wir ein paar Restaurants, in die wir immer gerne wieder einkehren. Eines davon ist die Weinschänke im Apfelweingut Kraatz, gerade über die Landesgrenze in der brandenburgischen Uckermark gelegen.
Einsam ist es da, von Carwitz, unserem Urlaubsort, fährt man eine Dreiviertelstunde, bis man dann im kleinen Weiler Kraatz ankommt.... mehr lesen
4.0 stars -
"Bleibt ein wunderbarer Ort für Genuss" Carsten1972In der ersten Septemberwoche 2023 waren meine Frau und ich mal wieder in der Feldberger Seenlandschaft zu Gast. Und wenn wir an diesem wunderbaren Ort zum Wandern, Radfahren und Wasserwandern sind, dann haben wir ein paar Restaurants, in die wir immer gerne wieder einkehren. Eines davon ist die Weinschänke im Apfelweingut Kraatz, gerade über die Landesgrenze in der brandenburgischen Uckermark gelegen.
Einsam ist es da, von Carwitz, unserem Urlaubsort, fährt man eine Dreiviertelstunde, bis man dann im kleinen Weiler Kraatz ankommt.
Geschrieben am 13.09.2023 2023-09-13| Aktualisiert am
14.09.2023
Besucht am 28.08.2023Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Carsten musste in die Nähe von Karlsruhe. Im Süden von Karlsruhe, direkt an der A5 baut terranets (Gasversorger von BW) eine neue Verdichterstation im Zuge eines Projektes für die Umstellung auf Wasserstoff als Energieträger, und andrerseits sitzt in Ettlingen ein Lieferant für Armaturenantriebe. Also reiste ich am Montag nach Ettlingen an, und weil der Besuch recht spontan geplant worden war, ließ ich mir das Hotel Erbprinz in Ettlingen als Übernachtungsort empfehlen. Ein großer Parkplatz an einem noch größeren Gebäudeensemble mitten in Ettlingen empfing mich. Nach dem einchecken ging es auf mein Zimmer, wo ich folgende kulinarische Begrüßung vorfandt.
Feines Betthupferl, aber erst mal hatte ich Hunger und ging runter zu den Restaurants, es gibt derer Drei im Haus. Ein besterntes Restaurant, siehe Borgis Bericht (da war wohl alles in Buttter?), mit Namen Erbprinz, am Montagabend leider geschlossen, eine Café sowie die Weinstube Sibylla. Dort fand sich dann ein Platz für mich. Das Ambiente war schon sehr gediegen klassisch.
Für einen Montagabend war recht viel los, der Service bot mir zwei Tische zur Auswahl, ich entschied mich für einen Tisch im vorderen Bereich der Gaststube. Der Tisch selber tadellos eingedeckt.
Reichlich Servicekräfte kümmerten sich unter der Ägide einer resoluten jungen Frau um die Gäste. Recht fix bekam ich die Karten gereicht und wurde nach einem ersten Wunsch befragt. Ich bestellte mir eine Flasche Wasser und widmete mich der umfassenden Wein Auswahl gespeichert auf einem Tablet. Insbesondere regionale Winzer waren mit großer Jahrgangstiefe vertreten. Na, ich kann nicht anders, ein Wein aus der Region. In Bruchsal erzeugt Familie Klumpp Weine, deren Qualität sich bis ins Münsterland herum gesprochen hat.
Der 2020 Orts-Riesling trocken würde mich hervorragend durch meine Speisenauswahl begleiten. Recht schnell hatte ich auch eine Entscheidung in Sachen Speisen getroffen. Die Karte bietet verlockende Gasthausküche mit gehobenen Anspruch und entsprechenden Preisen. Mich verlockte am meisten das an meinem Besuchsabend angebotene 3 Gang Menü für 52 Euro, dass sich aber problemlos um eine Verlockung aus dem a la Carte Angebot ergänzen und noch pimpen ließ! So begann ich mein Menü mit gebackenem Saint Maure Käse.
Begleitet von Mango Dill Salat, der Frisée oben auf hatte keinerlei kulinarische Auswirkung. Der Ziegenrohmilch Käse kommt aus der Region Touraine an der Loire. Käse ist ja meins, in jeder Zubereitung, hier war der im krossen Mantel gebacken und warm, sehr lecker und ergänzt vom süß-sauren Salat. Hierzu gab es noch Brot von hervorragender Qualität.
Ich habe nach den Bäckern gefragt, die Antwort hatte der Service auf der Stelle parat. Die Back-Brüder in Freiburg backen dieses äußerst geschmackvolle Sauerteig Brot mit sehr hohem Roggen-Anteil. Ich bat noch später um etwas Nachschub, mit dem Brot Olivenöl, ein Senf, sowie Butter.
Feiner Start ins Menü, es folgte mein kulinarisches add-on. In der festen Karte ein feines Sommergericht, eine kalte Suppe und deren Zutaten veranlassten mich zur Bestellung. Gurkenkaltschale aus Mandelmilch, Chia-Samen und Leinsaatsandwich, so wurde es in der Karte beschrieben. So kam es an den Tisch.
Im Sandwich eine Art Obstsalat, dass passte gut zu der Suppe mit ihren zurückhaltenden Aromen. Für die cremigen Anteile sorgten Avocado Stücke und eine Art Guacamole. Ein sehr intelligenter Teller, bei der ich nur bei der Suppe selber eine etwas nachdrücklichere Schärfe erwünscht hätte. Dass passt immer sehr gut gerade zu kalten Suppen, finde ich. Nun also zum Hauptgang, es gab Fisch.
Gebratener Seeteufel, begleitet von Ratatouille, Parmesanschaum und Gnocchi. Zum Hauptgang ein italienisch, mediterran inspiriertes Gericht. Saftig gebraten, mit der typisch festen Konsistenz fand sich ein Stück Seeteufel-Filet auf dem Teller. Dazu gut abgeschmecktes Pfannengemüse und Gnocchi, die in einer passenden Sauce badeten. Drei von vier Gängen serviert und ich war zufrieden, also zum Dessert. Kaltgesetzte Pfirsichtorte mit Zitronen Thymian Eis war eine Ankündigung unter der ich mir nun gar nichts vorstellen konnte.
Weite Inspiration des Begriffs Torte würde ich dem Koch mal unterstellen, aber mit dem Eis und den geschmorten Pfirsichen war auch das ein guter Abschluss. Die Küche des Sibylla unter ihrem Chef Jonathan Kirchgässner konnte an diesem Abend gefallen und hatte ein geschmackvolles Menü serviert.
Ebenso Freude bereitete der Service, die Damen und Herren waren immer Aufmerksam, kundig bei Nachfragen und ließen keinen Grund aufkommen, Kritik an ihrem Handeln üben zu können. So unaufgeregt und leise perfekt wünscht man sich klassischen Service.
Also mal zum Fazit, das Hotel Erbprinz ist schon ein sehr gediegener Ort zum übernachten und einkehren. Man hält althergebrachte Küchen-, Beherbergungs- und Servicequalität hoch. Höflich, etwas distanziert, aber dabei stets freundlich zugewandt fühlt man sich sofort wohl, besonders im Hinblick auf das, was einem sonst in neuerer Zeit in Sachen Gastronomiequalität so unterkommt. Das kostet dann allerdings auch ein bisschen mehr als im Imbiss um die Ecke. Ich bezahle den Unterschied aber gerne und komme wieder, wenn ich wieder in Ettlingen bin.
Carsten musste in die Nähe von Karlsruhe. Im Süden von Karlsruhe, direkt an der A5 baut terranets (Gasversorger von BW) eine neue Verdichterstation im Zuge eines Projektes für die Umstellung auf Wasserstoff als Energieträger, und andrerseits sitzt in Ettlingen ein Lieferant für Armaturenantriebe. Also reiste ich am Montag nach Ettlingen an, und weil der Besuch recht spontan geplant worden war, ließ ich mir das Hotel Erbprinz in Ettlingen als Übernachtungsort empfehlen. Ein großer Parkplatz an einem noch größeren Gebäudeensemble mitten... mehr lesen
Weinstube Sibylla im Hotel Erbprinz
Weinstube Sibylla im Hotel Erbprinz€-€€€Restaurant, Weinstube072433220Rheinstraße 1, 76275 Ettlingen
4.0 stars -
"Altbewährte Qualität!" Carsten1972Carsten musste in die Nähe von Karlsruhe. Im Süden von Karlsruhe, direkt an der A5 baut terranets (Gasversorger von BW) eine neue Verdichterstation im Zuge eines Projektes für die Umstellung auf Wasserstoff als Energieträger, und andrerseits sitzt in Ettlingen ein Lieferant für Armaturenantriebe. Also reiste ich am Montag nach Ettlingen an, und weil der Besuch recht spontan geplant worden war, ließ ich mir das Hotel Erbprinz in Ettlingen als Übernachtungsort empfehlen. Ein großer Parkplatz an einem noch größeren Gebäudeensemble mitten
Geschrieben am 30.08.2023 2023-08-30| Aktualisiert am
30.08.2023
Besucht am 26.08.2023Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Carsten war mal wieder am Rand der Alb, mit Frau in Pfullingen bei den Schwiegereltern. Ein Geburtstag war der Grund und die die Jubilarin plus Gatte waren von uns eingeladen, sich ein Restaurant für ein gemeinsames Abendessen auszusuchen. Der Rechnung würde dann als Geburtstagsgeschenk von uns beglichen. Ich war dann einigermaßen erstaunt, als wir das Ziel des gemeinsamen Abends mitgeteilt bekamen. Das Ristorante da Maria war mir schon bekannt, ich war schon etliche Male daran vorbei gelaufen. Aber eingekehrt noch nie, denn insbesondere der Schwiegervater bevorzugt schwäbische Küche und ist kulinarischen Neuigkeiten nicht unbedingt sehr zugetan (lieber Spätzle als Pasta!).
Nun also doch mal ein gemeinsamer Besuch in einem italienischen Restaurant. Ich hatte absolut keinen Einwand, das Ristorante gibt es schon so lange wie ich nach Pfullingen komme. Das ist ja schon mal eine Ansage in heutigen Zeiten, wenn man sich so lange halten kann. Die Speisekarte auf der HP ließ jetzt auch keine Befürchtungen aufkommen, dass wir mit Skepsis auf den Abend blicken müssten.
So trafen sich dann drei Pärchen am Abend des 26. August zu einem gemeinsamen Essen, meine Eltern hatten die Rückbank meines PKW okkupiert und sich mit auf den Trip nach Württemberg begeben. Tisch hatte Schwiegervater gebucht, mit dem Resultat, dass wir schon um halb sechs eintraten. Viel zu früh, aber kenne ich schon. Man will auf keinen Fall später einkehren. Die Küche bremste uns aber wieder auf normale Abendessen Zeiten ein, denn vor 18 Uhr tat sich dort nichts.
In der Zwischenzeit hatten wir uns in den renovierten Wintergarten begeben und an den für uns vorgesehenen Tisch gesetzt. Da ließ es sich gut aushalten, der Wintergarten ist licht, gut belüftet und auch bei gutem Gästezuspruch nicht zu laut. Eine Schiefertafel an der Wand verkündet Tagesangebote.
Die gesamte Karte lässt sich, wie schon gesagt, auf der HP einsehen. Zwei junge Männer und eine junge Dame erledigten den Service im Gastraum. Die Karten wurden gereicht und Getränke und Speisen Angebot eingesehen. Die Schwiegereltern hatten einigen Bedarf an Erklärungen zu den angebotenen Klassikern der italienischen Küche. Aber letztendlich wurden dem jungen Mann Vor- und Hauptspeisen auf den Block diktiert. Hier will ich mich auf die Speisen meiner Frau und von mir konzentrieren. Kurz vor den Vorspeisen gab es frisches Pizzabrot als kleine, pikant gewürzte Brötchen.
Das passte dann gut zu der Wahl meiner Frau in Sachen Vorspeise. Man kann sicher sein, wenn eine Fischsuppe angeboten wird, dann wird sie die auch ordern.
Ich durfte kosten, ein guter Grundfond mit ausreichend Fischaroma bildete die Basis, mediterran wurde es durch Tomaten und Safranaroma. Ein bisschen sehr salzig war der Fond, hart an der Grenze für mich. Die Einlage waren Vongole (Venusmuscheln), Miesmuscheln in erfreulich großer Sortierung, Pulpo und eine Gamba, Kopf war nur Deko. Frau war zufrieden mit ihrer Wahl. Für mich ein Gericht von der Tageskarte. Gegrillter Oktopus mit Kartoffelpüree, da konnte ich nicht widerstehen. Optisch schlicht kam das Gericht an den Tisch. Olfaktorisch war da keine Zurückhaltung. Ein schön schlotziges, gut abgeschmecktes Püree bildete die Basis für einen zart gekochten und dann scharf angegrillten Oktopus-Arm. Zwiebel und Tomate sorgten für etwas Abwechslung und Farbe auf dem Teller. Gut gelungenes Gericht, sehr sättigend, für mich persönlich wäre es in größerer Portionierung eine perfekte Hauptspeise gewesen. Ich glich das aber aus durch eine etwas schlanker portionierte Hauptspeise. Grigliata di Mista di Pesce heißt das in der Karte. Kann man auch Auswahl an gegrilltem Fisch nach Tagesangebot nennen. Dazu noch Gemüse und Kartoffeln war dieser schlanke Teller ein guter Ausgleich zur sehr üppigen Vorspeise. Zitronensaft drüber, mir schmeckte gut! Ich war zufrieden. Frau bekam eine Hauptspeise von der Tageskarte. Frische Pasta, geschwenkt im Parmesan Laib und Trüffel. Die Pasta ist hausgemacht, wurde versichert. Tagliatelle waren die Basis, eine Buttersauce war drunter gemischt und Trüfffel wurde am Tisch darüber gehobelt. Klassiker! Er hinterließ eine zufriedene Bestellerin. Zum Dessert ein sehr schmackhafter Pistazienkuchen, dass dazu gehörende Vanilleeis wurde abbestellt, dass wäre zu viel geworden.
Auch hier wurde hausgemacht angekündigt, der flüssige Kern aus Pistaziencreme floss heraus beim anstechen. Schmeckte uns beiden gut! Ein Espresso schloss das Abendessen ab.
Ein Sonderlob geht an das sehr gute Serviceteam des di Maria. Obwohl fast vollständig besetzt plus brummenden Abholgeschäft waren immer alle Gäste im Blick, nicht wurde vergessen, immer nachgefragt, wir fühlten uns sehr gut umsorgt. Das geht nicht besser!
Kann ich also zum Fazit kommen. Klassische italienische Küche, auf einem ordentlichen bis gutem Level. Von Pizza, über Pasta bis hin zu einigen klassischen italienischen Gerichten gibt man sich große Mühe und serviert eine sehr ordentliche gastronomische Leistung. Wir kommen gerne wieder, sollten Schwiegereltern mal wieder verlangen haben nach der Küche Italiens!
Carsten war mal wieder am Rand der Alb, mit Frau in Pfullingen bei den Schwiegereltern. Ein Geburtstag war der Grund und die die Jubilarin plus Gatte waren von uns eingeladen, sich ein Restaurant für ein gemeinsames Abendessen auszusuchen. Der Rechnung würde dann als Geburtstagsgeschenk von uns beglichen. Ich war dann einigermaßen erstaunt, als wir das Ziel des gemeinsamen Abends mitgeteilt bekamen. Das Ristorante da Maria war mir schon bekannt, ich war schon etliche Male daran vorbei gelaufen. Aber eingekehrt noch... mehr lesen
Ristorante Da Maria
Ristorante Da Maria€-€€€Restaurant, Pizzeria0712171361Griesstraße 29, 72793 Pfullingen
4.0 stars -
"Ordentliche italienische Küche!" Carsten1972Carsten war mal wieder am Rand der Alb, mit Frau in Pfullingen bei den Schwiegereltern. Ein Geburtstag war der Grund und die die Jubilarin plus Gatte waren von uns eingeladen, sich ein Restaurant für ein gemeinsames Abendessen auszusuchen. Der Rechnung würde dann als Geburtstagsgeschenk von uns beglichen. Ich war dann einigermaßen erstaunt, als wir das Ziel des gemeinsamen Abends mitgeteilt bekamen. Das Ristorante da Maria war mir schon bekannt, ich war schon etliche Male daran vorbei gelaufen. Aber eingekehrt noch
Geschrieben am 09.08.2023 2023-08-09| Aktualisiert am
15.08.2023
Besucht am 26.07.2023Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
Mal wieder Station gemacht in Görlitz, in meinem Stammquartier, dem Hotel am Park, direkt an der Neiße gelegen. Zum Essen gehe ich dann immer in die Stadt und entscheide spontan, wo ich einkehre. Dieses mal gefiel mir bei Sonnenschein die Außenbestuhlung des Restaurants Horschel im Hotel Emmerich. Ich ging hinein und fragte ob ein Tisch für mich draußen verfügbar wäre. Das war kein Problem, ich durfte mir einen der freien Tische aussuchen. Also nahm ich draußen Platz und wartete auf Karte und die Chance ein Getränk zu ordern. Mindestens 6 mal, ich habe im Geiste ein Strichliste geführt, lief ein junger Mann aus dem Service an meinem Tisch vorbei. Bei der siebten Passage war mir das dann zu dumm und ich packte meine Sachen unter seinen Augen (nicht das er das zum Anlass genommen hätte, mich zu fragen warum ich gehe nach mindestens 20 Minuten Wartezeit). Wer nicht bedient, hat auch keinen Umsatz verdient, da bin ich gnadenlos.
Wohin jetzt, am Untermarkt gibt es genug Gelegenheiten. Erste Idee, Lucie Schulte, aber die haben Mittwochs zu, also was anderes mit Tischen draußen. Auch am Untermarkt das Rats-Café, ein wunderschöner Bau mit Außengastronomie und es war auch was frei.
Ein Tisch wurde mir angeboten, ich nahm Platz, ein freundlicher junger Mann brachte mir umgehend die Karte und reinigte noch den Tisch. Zu den Speisen in der festen Karte, siehe HP, gab es noch eine Pfifferlings-Karte und weitere auf Schiefertafeln geschriebenen Tagesangebote. Da würde ich fündig werden. Zu Beginn eine Suppe, ich liebe saure Speisen und deswegen mag ich gerne Soljanka.
Die war so, wie sie sein muss, Säure-Bumms! Gurken, Tomaten, Letscho, Zwiebeln waren sicher drin. Ordentlich Fleischeinlage unten im Suppenteller, mir fast zu viel. Paprika, süß, schmeckte man auch. Klecks Sahne oben drauf, lecker! Toastbrotscheiben gehören ja dazu, ich würde ein schönes Roggen-Sauerteigbrot geröstet vorziehen. Guter Start, danach was aus der Saisonkarte. Pfifferlinge, gebraten, mit Schnitzel (Schwein) und Bratkartoffeln. Ein bisschen Grün war auch noch auf dem Teller. Gut gebratenes und saftiges Schnitzel, ich denke aber dass war nicht selbst paniert. Gut, für den aufgerufenen Preis von 16 EUR darf man nicht allzu viel Handwerk erwarten. Gut abgeschmeckt und mit Zwiebeln in der Pfanne geschmort die Pfifferlinge, die waren lecker! Auch die Bratkartoffeln waren gut gelungen, vielleicht einen Ticken zu fettig. Insgesamt aber ein Teller mit gutem PLV, ich war zufrieden. Danach noch was mit Mohn, irgendwas Schlesisches von der Tageskarte.
Namen vergessen, aber das war ein Art Mohn Nocke, mit viel Marzipan drin, ich würde am nächsten Tag mit mehr Sport Abbitte leisten müssen für diese Nocken mit zusätzlichen Eis. Aber man isst ja Desserts niemals mit schlechtem Gewissen, sondern nur mit Genuss. Das Gewissen meldet sich grundsätzlich nachher! Getrunken habe ich auch, in der Karte stand ein trockener Riesling aus der Trittenheimer Apotheke, von einem der unzähligen Clüsserath WG dort (hat die schon mal jemand durchgezählt?).
Ganz sicher ein Jahrgang aus den Jahren 2018 bis 2020, der hatte ordentlich Sonne getankt und man merkte, dass der Winzer Mühe hatte, den noch trocken ausbauen zu können. Aber ansonsten feiner Mosel-Riesling. Für 5 EUR das Viertel gab es nix zu meckern!
Der junge Mann aus dem Service und eine Dame in den besten Jahren kümmerten sich draußen um die Tische und von Bestellung bis Bezahlung war ich immer im Blick und fühlte mich gut umsorgt.
Somit kann ich ein positives Fazit ziehen nach meinem ersten Besuch im Rats Café am Untermarkt in Görlitz. Da kann man ohne Bauchschmerzen einkehren und gut speisen.
Mal wieder Station gemacht in Görlitz, in meinem Stammquartier, dem Hotel am Park, direkt an der Neiße gelegen. Zum Essen gehe ich dann immer in die Stadt und entscheide spontan, wo ich einkehre. Dieses mal gefiel mir bei Sonnenschein die Außenbestuhlung des Restaurants Horschel im Hotel Emmerich. Ich ging hinein und fragte ob ein Tisch für mich draußen verfügbar wäre. Das war kein Problem, ich durfte mir einen der freien Tische aussuchen. Also nahm ich draußen Platz und wartete auf... mehr lesen
4.0 stars -
"Das war eine gute Alternative" Carsten1972Mal wieder Station gemacht in Görlitz, in meinem Stammquartier, dem Hotel am Park, direkt an der Neiße gelegen. Zum Essen gehe ich dann immer in die Stadt und entscheide spontan, wo ich einkehre. Dieses mal gefiel mir bei Sonnenschein die Außenbestuhlung des Restaurants Horschel im Hotel Emmerich. Ich ging hinein und fragte ob ein Tisch für mich draußen verfügbar wäre. Das war kein Problem, ich durfte mir einen der freien Tische aussuchen. Also nahm ich draußen Platz und wartete auf
Geschrieben am 21.07.2023 2023-07-21| Aktualisiert am
21.07.2023
Ich habe schon so viele Berichte zum BoK in Münster geschrieben. Und eigentlich müsste ich jetzt einen neuen Bericht schreiben von meinem Besuch am 14.7.23. Denn seit dem letzten Jahr kocht Laurin Kux im BoK, nach seinem Wechsel vom Ackermanns in Roxel. Und wie zu erwarten hat er seit dem Frühjahr auch den Stern ins Kreuzviertel geholt. Den Bericht überlasse ich aber mit Freuden unserem Borgi, denn der war mit seinem süßen Fan Tisch- und Genussgenosse von meiner Frau und mir auf der Terrasse an einem schönem Sommerabend. Ich bin aber fies und baue mal etwas Druck auf in Bremen, und veröffentliche vorab eine optische Genussreise durch das Menü, zu dem Borgi (ich bin mir sicher) viel bessere Worte finden wird, als ich es je könnte! Viel Spaß beim (völlig unkommentierten) Bilderreigen aus Fauna und Flora Menü!
Ich habe schon so viele Berichte zum BoK in Münster geschrieben. Und eigentlich müsste ich jetzt einen neuen Bericht schreiben von meinem Besuch am 14.7.23. Denn seit dem letzten Jahr kocht Laurin Kux im BoK, nach seinem Wechsel vom Ackermanns in Roxel. Und wie zu erwarten hat er seit dem Frühjahr auch den Stern ins Kreuzviertel geholt. Den Bericht überlasse ich aber mit Freuden unserem Borgi, denn der war mit seinem süßen Fan Tisch- und Genussgenosse von meiner Frau und... mehr lesen
BOK | Brust oder Keule
BOK | Brust oder Keule€-€€€Restaurant, Sternerestaurant02519179656Melchersstraße 32, 48149 Münster
5.0 stars -
"Augenschmaus !!!!!" Carsten1972Ich habe schon so viele Berichte zum BoK in Münster geschrieben. Und eigentlich müsste ich jetzt einen neuen Bericht schreiben von meinem Besuch am 14.7.23. Denn seit dem letzten Jahr kocht Laurin Kux im BoK, nach seinem Wechsel vom Ackermanns in Roxel. Und wie zu erwarten hat er seit dem Frühjahr auch den Stern ins Kreuzviertel geholt. Den Bericht überlasse ich aber mit Freuden unserem Borgi, denn der war mit seinem süßen Fan Tisch- und Genussgenosse von meiner Frau und
Geschrieben am 21.07.2023 2023-07-21| Aktualisiert am
21.07.2023
Besucht am 29.05.2023Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Pfingsten 2023 waren meine Frau und ich unterwegs mit dem Rad von Samstag bis Montag. Von Rheine ging es nach Everswinkel zum Gasthof Strietholt, am nächsten Morgen führte uns der Weg einmal über den Teutoburger Waldbuckel nach Norden in die Stadt Bad Essen. Dort nächtigten wir ein zweites Mal im Hotel Höger. Beide Übernachtungen und die damit verbundenen Abendessen machten viel Freude! Am Montag dann ging es wieder zurück nach Rheine. Die Route führte von Bad Essen über Osnabrück und Ibbenbüren. Dort stellte sich bei einer Einkehr zum Durstlöschen die Frage, wo stillen wir am späten Nachmittag unseren Hunger? Eine kleine Recherche führte uns dazu nach Hörstel zu schauen, am Bahnhof gibt es eine Restauration mit einer für das Münsterland seltenen Regionalküche. Hier kocht eine aus Franken stammende Familie und verwöhnt ihre Gäste mit der deftigen Kost Ihrer Heimat. Waren wir noch nie eingekehrt, wäre doch mal was Neues. Zusätzlich erfuhren wir, dass an Feiertagen die Küche durchgehend geöffnet hat. Nun denn, auf nach Hörstel zum Xtra Gleis.
Dann standen wir nach 15 Kilometern vor der offenen Tür und der eingedeckten Terrasse. Ein Platz in der Sonne fand sich auch, sonst war kein Gast da. Wir nahmen Platz und erst einmal tat sich eine Viertelstunde nichts. Ich ging mal in den Gastraum schauen ob wer da war. Ein Mensch im Gastraum war jedenfalls ein Gast, kein Service Mitarbeiter. Irgendwann aber erhörte man mich und begleitete mich zurück auf die Terrasse. Nach dem holprigen Start wurden wir aber durch die Dame gut betreut, und die Terrasse füllte sich zunehmend über unseren Aufenthalt.
Karten wurden gereicht, sie sind auf der HP einsehbar. Das Angebot quillt über an Angeboten für den Liebhaber fränkischer Küche. Auch bei den Getränken gibt es fränkische Biere und Weine im Angebot. Also erst mal was für den durstigen Radtourenfahrer.
Malzig, leicht süß, süffig, gewöhnungsbedürftig für den norddeutschen Liebhaber von möglichst herbem Plis. Aber ich trank mich rein in die fränkische Bier-Welt. Wein war an unserem ersten Besuch kein Thema, wird es aber sein, wenn wir wieder einkehren. Und Bier ist ja nun wahrlich nicht der schlechteste Begleiter für die von uns georderten Gerichte aus Franken. Wir teilten uns vorab ein Gericht, dass man eher mit Bayern in Verbindung bringt. Mir wurde aber versichert, auch der Franke liebt Obazda!
Hier heißt der aber FRÄNKISCHER GERUPFTER und die Karte erklärt das mit Käsespezialität aus Camembert und Frischkäse mit feinen Zwiebeln, Radieschen, dazu gab es eine ofenwarme Brezel. Drum rum noch ganz viel Grünes als Side Kick und so wie es serviert wurde, war das eine feine Vorspeise zum teilen. Die gebürtige Schwäbin an meiner Seite war sogar mit dem Brezel zufrieden. Danach wurde nicht mehr geteilt. Frau bestellte sich zum Hauptgang ein vegetarisches Gericht. HAUSGEMACHTE PARMESAN-SPINATKNÖDEL mit Cherrytomaten in Salbei-Butter mit Rucola und frisch geriebenem Parmesan hinterließen sie ebenso zu zufrieden wie die Bretzel. Für mich ein Klassiker aus Franken. HAUSGEMACHTE BRATWÜRSCHT nach Nürnberger Art mit süßem Senf serviert. Sechs Stück werden serviert entweder auf Kraut mit Brezel, oder auf Bratkartoffeln und last but not least auf fränkischem Kartoffelsalat. Carsten nahm natürlich den K-Salat! Für knapp 16 EUR ein tolles Gericht, schmackhaft gewürzte Würstchen. Der K-Salat fast wie bei meinen schwäbischen Schwiegereltern ohne großes Brimborium drin, mit einer tollen Vinaigrette serviert. Lecker!
Dessert geht nicht nach zwei Gängen Frankenküche, also waren wir durch und bezahlten. Und kehren wieder, denn wir möchten die Schäufele probieren, bei denen bittet man um Vorbestellung, um die frisch zubereiten zu können. Wird dann gemacht und hier wird berichtet. Bis dahin sei das Xtra Gleis absolut zur Einkehr empfohlen.
Pfingsten 2023 waren meine Frau und ich unterwegs mit dem Rad von Samstag bis Montag. Von Rheine ging es nach Everswinkel zum Gasthof Strietholt, am nächsten Morgen führte uns der Weg einmal über den Teutoburger Waldbuckel nach Norden in die Stadt Bad Essen. Dort nächtigten wir ein zweites Mal im Hotel Höger. Beide Übernachtungen und die damit verbundenen Abendessen machten viel Freude! Am Montag dann ging es wieder zurück nach Rheine. Die Route führte von Bad Essen über Osnabrück und... mehr lesen
Restaurant im Hotel XtraGleis - Alter Bahnhof
Restaurant im Hotel XtraGleis - Alter Bahnhof€-€€€Restaurant, Biergarten, Partyservice0545980490Bahnhofstraße 52, 48477 Hörstel
4.0 stars -
"Franken am Münsterländer Bahnhof" Carsten1972Pfingsten 2023 waren meine Frau und ich unterwegs mit dem Rad von Samstag bis Montag. Von Rheine ging es nach Everswinkel zum Gasthof Strietholt, am nächsten Morgen führte uns der Weg einmal über den Teutoburger Waldbuckel nach Norden in die Stadt Bad Essen. Dort nächtigten wir ein zweites Mal im Hotel Höger. Beide Übernachtungen und die damit verbundenen Abendessen machten viel Freude! Am Montag dann ging es wieder zurück nach Rheine. Die Route führte von Bad Essen über Osnabrück und
Geschrieben am 10.07.2023 2023-07-10| Aktualisiert am
10.07.2023
Besucht am 27.05.2023Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
.....der dem Gast große Freude bereitet! Die zweite kulinarische Radtour 2023 von Frau und Herr Carsten1972 führte uns am Pfingstwochenende auf der ersten Etappe am Samstag über den Emsradweg von Rheine nach Telgte und dann noch bis Everswinkel. Von dort hatten Genießer Positives vernommen und es war klar, da kann man mal mit dem Rad hinfahren, wenn die Gästezimmer im Gasthof fertig renoviert sind. Somit buchten wir im Winter ein Zimmer und einen Tisch im Restaurant und hofften, dass schönes Wetter es gestatten würde, den Abend im Gastgarten zu verbringen. Nach einer gemütlichen Radtour von ca. 80 Kilometer standen wir dann am späten Nachmittag vor dem Gasthof Strietholt.
Was uns hergelockt hatte, dass erklären die beiden Inhaber auf ihrer Homepage. Wir - das sind Steffen & Annika. Steffen ist der Kopf hinter dem Herd. Nachdem er seine Kochausbildung mit Auszeichnung unter der Küchenleitung von André Skupin im Kaiserhof (*) in Münster abgeschlossen hat, heuerte er als Jungkoch in Osnabrück im La Vie (***) unter der Leitung von Thomas Bühner an. Während seiner Ausbildung zum Küchenmeister kochte er im Team von Nico Spitzner im Oerschen Hof in Münster und übernahm kurz darauf die Position des Küchenchefs im LUX in Münster. Annika ist der Kopf hinter Theke & Schreibtisch. Als studierte Kommunikationswissenschaftlerin hat sie den Weg aus der Film- und TV-Produktion in die Münsteraner Agenturwelt gefunden und war einige Jahre im Projektmanagement sowie in der Kreativkonzeption tätig. Organisieren, Planen und Ideen entwickeln liegen also im Blut. Im Sommer 2020 fiel die Entscheidung: Nur gemeinsam kann ein so großes Projekt wie die Übernahme eines denkmalgeschützten Gasthofes funktionieren. Und seither entwickelt sich der Gasthof immer weiter und aus einer alten Traditions-Kneipe wird nach und nach eine Anlaufstelle für eine moderne, frische und regionale Küche. Fantastisches Essen in einer herzlich entspannten und persönlichen Atmosphäre - das ist unser Ziel.
Das alles klang nach einem hoffentlich genussvollen Aufenthalt in Everswinkel und wir freuten uns auf unseren Abend dort. Fahrräder können im Gasthof in einer Garage sicher verwahrt werden über Nacht und eine Dame aus dem Service kümmerte sich um den Check in. Wir bezogen ein ansehnlich renoviertes Zimmer mit riesiger Dachterrasse und genossen dort noch ein kühles Pils, bis wir dann den erhofften Gartentisch (Pfingsten scheint immer die Sonne!) ansteuern konnten.
Die Karten kamen an den Tisch. Die Speisekarte lässt sich auf der HP einsehen und man sollte, trotz wohltuend reduzierter Auswahl, immer was finden können. Dies lässt sich leider nicht von der Weinkarte behaupten. Die gebotene Auswahl umfasste nicht einen trockenen Riesling, da war der Rheinenser Riesling Zombie etwas betrübt. Mit der Chefin wurde noch darüber diskutiert und sie erläuterte, dass es im Bieraffinen Everswinkel nicht genug Nachfrage nach Wein generell und im besonderen trockenen Rieslingen gebe. Kann ich verstehen und nachvollziehen, hoffe aber auf eine kleine Weiterentwicklung bis zu unserem schon fest angekündigten Folgebesuch. Somit überließ ich es meiner Frau Weine zu erwählen und der Service brache diesen Wein an den Tisch.
Leicht, frisch und fruchtig passte der ja auch gut zu einem der ersten schönen Frühsommerabende. Mit einem Gläschen des Weins schauten wir dann in die Speisekarte, die ja erheblich mehr Freude bereitet. Steffen in der Küche hält die Karte knapp im Umfang, um alles möglichst frisch und regional anbieten zu können. Es fiel nicht leicht, eine Auswahl zu treffen, und es dauerte etwas bis der Service dann unsere Bestellung in der Küche verkünden konnte. Und kurz nach der Bestellung schon ein erster Fingerzeig, welche Qualität man hier anbieten will. Ein Amuse Gueule kam an den Tisch.
Blumenkohl war das Thema in der Schale, in verschiedenen Konsistenzen und verschiedenen Zubereitungen. Cremigkeit, Crunch, Salzigkeit, Umami, Säure und Fruchtsüße fanden sich auf dem Löffel beim verkosten. Intelligent ergänzt war der Blumenkohl durch Schalotten und Blaubeeren. Sehr guter Auftakt der Küche mit diesem in einem Landgasthof definitiv nicht zu erwartenden Küchengruß. Es folgten unsere Vorspeisen. Spargel Tempura (vegane Alternative bei den Vorspeisen) Beef Tatar zum zweiten. Beide Gerichte waren bei uns die Favoriten, also war folglich unser Plan, wir teilen uns die beiden Vorspeisen. Die ungewöhnliche Zubereitung des grünen Spargel verlockte uns beide zur Order. Bissfest gegart, war dieser durch den Tempurateig gezogen worden und kurz ausfrittiert. Dass bringt dann natürlich schönen Crunch an das Gemüse. Einzig die Aioli war etwas zu brav gewürzt und hätte für uns beide mehr Knoblauch-Bumms haben dürfen. Das wurde ebenso wie die weiteren Gerichte noch ausführlich mit Steffen besprochen. Sehr naturbelassen das handgeschnittene hervorragende Tatar. Ungewöhnliche der Rhabarber mit seiner Säure zu dem Fleisch, mir gefiel die Kombi. Und sehr gut die Idee ein Brioche dazu zu servieren, gibt es leider viel zu selten hier bei uns im Münsterland. Die Vorspeisen hinterließen sehr zufriedene Gäste an unserem Tisch! Bei den Hauptgerichten gingen wir dann getrennte Wege. Frau orderte Geschmortes für sich.
Mit "Schwein trifft Rind" war Gericht betitelt. Ausschlag zur Bestellung hatte wohl der Begleiter des Fleisch gegeben, dass sollten Erbsen sein, und die liebt meine Frau sehr. Gegart im Ganzen und als Creme fanden die sich auf dem Teller. Dazu gut gelungene Krapfen aus Kartoffeln. Das Schwein in Form von pulled pork fand sich in einem kurz gebackenen oder frittierten Rolle aus Filoteig. Das Rind als Bruststück mit einer dunklen, sehr gelungen Jus. Ein von meiner Frau hochgelobter Teller. Meine Wahl war etwas rudimentärer, für mich gab es das Alverskirchener Duett.
Zwei Würste vom Iberico Schwein vom Hof Hockenbeck. Sind die Würste gut, dann ist der Teller gut! Und so hoffte Carsten darauf, dass der Metzger sein Handwerk genauso gut beherrschte wie Steffen seines in der Küche. Ich wurde nicht enttäuscht, die Würste waren ein Genuss, und wenn KaPü dabei ist, bin ich sowieso glücklich. Schmorzwiebeln setzten noch einen zusätzlichen Akzent, und weil das in der Kombination mit der guten Sauce einfach lecker war, wurde der a part servierte Senf nicht angerührt.
Ist ja auch ein Zeichen dafür, wie gut mir die Würste mit ihren Beleitern gefallen haben. Sehr wohl verspeist wurde eine zweite, separat servierte Begleitung, ein gut gelungener und abgeschmeckter Gurkensalat.
Auch die beiden Hauptgerichte hinterließen zwei zufriedenen Rheinenser Genießer. Der Abend war schön im Gastgarten und wir hatten noch keine Lust, den zu beenden. Also noch ein Wein auf Vorschlag der Chefin. Der Chardonnay sollte jetzt neu in die Karte kommen und so kamen wir in den Genuss, den verkosten zu dürfen. Dieser Weißwein konnte schon sehr viel mehr gefallen.
Ende Mai beginnt die Erdbeerzeit und es ist klar, wenn das beginnt, dann gibt es Erdbeeren zum Dessert. Topfenschaum nannte sich das dann auf der Karte. Ein Potpourri aus Nougat Ganache, Kaffee, Haselnuss und Erdbeere. Hinguckerteller!
Damit beschlossen wir unsere erste Einkehr in das Gasthaus Strietholt. Und es steht schon fest, dass wir diese kreative Küche im Gasthof wieder besuchen werden.
Den Service wickelte Chefin Annika mit zwei Kolleginnen herzlich und zugewandt ab. Da gab es keine Klagen und wir fühlten uns gut betreut über den ganzen Aufenthalt, vom Pils auf der Dachterrasse über den Abend bis hin zum am Tisch servierten, sehr schmackhaften Frühstück.
Also komme ich mal zu meinem Fazit von unserer Einkehr in den Gasthof Strietholt. Zwei junge Menschen trauen sich was, übernehmen ein Landgasthaus in einem kleinen Ort im östlichen Münsterland und renovieren den sowohl in seiner Bausubstanz als auch in seinem kulinarischen Angebot. Das ist mutig, denn die kleinen Orte im Münsterland sind konservativ und alte Gäste schneller mit Neuem verschreckt als neue Gäste angelockt. Diese Gratwanderung ist hier gut gelungen, siehe die Auswahl an Speisen in Karte und meinem Bericht. Ich wünsche den beiden weiterhin sehr viel Erfolg. Und auch wenn Rheine recht weit weg ist von Everswinkel, wir werden im Winter noch mal einkehren, fest eingeplant ist das schon.
.....der dem Gast große Freude bereitet! Die zweite kulinarische Radtour 2023 von Frau und Herr Carsten1972 führte uns am Pfingstwochenende auf der ersten Etappe am Samstag über den Emsradweg von Rheine nach Telgte und dann noch bis Everswinkel. Von dort hatten Genießer Positives vernommen und es war klar, da kann man mal mit dem Rad hinfahren, wenn die Gästezimmer im Gasthof fertig renoviert sind. Somit buchten wir im Winter ein Zimmer und einen Tisch im Restaurant und hofften, dass schönes... mehr lesen
4.0 stars -
"Ein historischer Landgasthof in jungen Händen......" Carsten1972.....der dem Gast große Freude bereitet! Die zweite kulinarische Radtour 2023 von Frau und Herr Carsten1972 führte uns am Pfingstwochenende auf der ersten Etappe am Samstag über den Emsradweg von Rheine nach Telgte und dann noch bis Everswinkel. Von dort hatten Genießer Positives vernommen und es war klar, da kann man mal mit dem Rad hinfahren, wenn die Gästezimmer im Gasthof fertig renoviert sind. Somit buchten wir im Winter ein Zimmer und einen Tisch im Restaurant und hofften, dass schönes
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Auch ich brauche das manchmal! Einfach essen gehen, eine gute Pizza, hochwertige Pasta, die Klassiker der Küche von der Nonna. Das schmeckt immer und macht einfach glücklich. In Rheine gibt es ein paar Italiener, die diesem Leitspruch entsprechen und ihn mit Leben füllen. Die meisten habe ich beschrieben und bin regelmäßig Kunde bei denen. Aber tatsächlich gab es ein Restaurant, in das war ich bisher nicht eingekehrt. Su Nuraghe da Toni ist sein Name. Die italienische Gastronomie im Kreis Steinfurt, so habe ich den Eindruck, ist fest in sardischer Hand. Irgendwie sind die alle miteinander verwandt. Und so bietet auch Toni italienische Küche mit einigen Besonderheiten der sardischen Küche.
Am Sonntag, den 24. September 2023, war ich nun also zu Gast bei "Toni" und seinem Team. Mitten im Dorenkamp findet sich das Restaurant, an der Breite Straße. Dass ist auf der anderen Seite vom Bahnhof, schaut man von Rheine City dahin. Der Außenbereich schlicht, die Bestuhlung quasi auf dem Bürgersteig verlockt nicht unbedingt draußen zu sitzen.
Freunde hatten uns gefragt, ob wir mitkommen wollten und nach der positiven Antwort von meiner Frau und mir, einen Tisch reserviert im Inneren. Auch an einem Sonntagabend war es voll! Alle, dicht gestellten, Tische waren besetzt. Viele spontan einkehrende Gäste mussten wieder gehen. Unser Tisch war schnell gefunden.
Die Weinkarte, wie bei allen unseren Italienern in Rheine, ist eher mittelprächtig und verlockt nicht unbedingt einen Wein zu ordern. Aber bei einem Craft Beer aus Cagliari griff ich zu und bereute es nicht. Die Karte lässt sich im Internet auf der HP einsehen und bietet ein großes Potpourri der italienischen Küche mit Schwerpunkt Pizza und Pasta. Das ist es aber auch, was die meisten Gäste wollen. Ich vermisste etwas die Klassiker abseits von Teigfladen und Nudeln, kein Ossobuco und Co. Aber meine Frau und ich wurden fündig. Und weil wir inzwischen blind füreinander bestellen könnten, war glasklar, dass dieses Vorspeisenangebot von beiden geordert wurde.
Antipasto di mare nennt sich das, ist eine Mischung aus Antipasti und Salat. Bestehend, laut Karte, aus gemischten Meeresfrüchten mariniert mit fruchtigem Olivenöl und frischer Zitrone konnte das als Auftakt gut gefallen. Pulpo Arm, Garnelen, Miesmuscheln und Tube waren mariniert in Olivenöl und Zitrone, ergänzt durch ein wenig frischen Salat und Gemüse. Passte so, gutes Sommergericht, ordentlich serviert. Dann für meine Frau Pasta mit einer für einen Italiener selten gesehenen Zutat.
In der Tages/ Wochenkarte wurden Paccheri angeboten. Paccheri ist eine Nudelsorte in Form einer sehr großen Röhre, die ursprünglich aus Kampanien stammt. Sie sind im Allgemeinen glatt, es gibt aber auch eine gerippte Version, Paccheri Millerighe (siehe Foto). So weit, so gut, dass war bekannt im Pasta-Affinen Haushalt von Carsten. Zu den Paccheri gab es Seeteufel in einer Tomaten, Knoblauch und Olivenöl Sauce. Da oben drauf die seltene Zutat, ein Kaisergranat, sehr kleine Sortierung, aber doch ein frischer Scampo! Fein, da freute sich die Frau mir gegenüber. Auch ich blieb beim Hauptgericht bei den Meeresbewohnern.
Calamaretti alla griglia gab es für mich. Dazu nicht fotografierte ordentliche Rosmarin-Kartoffeln. Tja, dieser Teller ist eine Essenz von dem was ich oben zu beschreiben versucht habe. Koche einen Tintenfisch schön zart, zerteile ihn, röste ihn scharf an, würze ihn mit wenigen Zutaten, aber ordentlich und es wird schmecken. Lecker! Und ich war ebenso glücklich.
Der Service hatte im proppenvollen Gastraum sehr gut zu tun und musste dann auch noch ein Missgeschick von Carsten1972 beheben. Mea culpa, nächstes Mal fragt der Ingenieur, wie die Pfeffermühle funktioniert und veranstaltet keine Pfefferkörnerlawine auf dem Tisch. Ansonsten waren wir immer Blick und man fühlte sich gut und freundlich betreut, auch dass passte sehr gut.
Also zum Fazit, auch hier ein italienisches Restaurant für Soul Food! Gute Pizza oder Pasta, auch ein paar Ergänzungen, die unkompliziert glücklich machen. Das geht voll in Ordnung! Wir kommen gerne mal wieder.