Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und freue mich dann immer, wenn mir die Auswahl von Restaurants durch informative Kritiken erleichtert wird. Umgekehrt gebe ich meine Erfahrungen auch sehr gerne weiter.
Einige wenige meiner bisherigen Kritiken, die ältesten, stammen originär noch aus RK, aber nach dessen Verkauf an Yelp suche ich hier ein neues "Zuhause".
Zu meinen Bewertungskriterien ein kurzes Wort. Ich bin Relativbewerter, auch ein gut geführter Imbiss kann mal 4 Punkte bekommen, ebenso wie ein Sternerestaurant, es muss dem jeweiligen Anspruch entsprechen!
4 bis 5 Punkte bedeuten für mich, das das Restaurant seinen und meinen Anspruch erfüllt hat bei meinen Besuch. 3 Punkte bedeutet, gewissen Defizite in einzelnen Aspekten. Darunter bedeutet eine Bewertung erhebliche Mängel bei meinem Besuch.
Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 504 Bewertungen 769897x gelesen 14899x "Hilfreich" 14158x "Gut geschrieben"
Besucht am 20.11.2022Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 36 EUR
...das ist natürlich in einem fränkischen Gasthaus etwas, was man nicht unbedingt erwartet, erwarten darf! Und somit deklariere ich zu Beginn dieser Rezension meine Überschrift als leichte Ironie! Zurück zum Grund meines Aufenthaltes im Hotel und Gasthaus zum Benediktiner in Schwarzach am Main. Ein österreichischer Kunde verlangte meine Anwesenheit bei einer technischen Besprechung in seinem Untergrundspeicher für Gas und weil Carsten am Mittwoch wieder in Rheine sein wollte, die Winzerin Eva Clüsserath aus Trittenheim an der Mosel weilte an diesem Abend in seiner Vinothek des Vertrauens, musste der Termin auf den Montagnachmittag gelegt werden und sorgte somit für ausreichend Zeit zur Heimreise.
Es stand also eine Übernachtung an für den Wochenendausklang. Ich ließ meine automatische Beifahrerin was vorschlagen, und auf dem Display erschien das Flair Hotel zum Benediktiner in Schwarzach am Main, nur 3 Kilometer weg von der A3. Perfekt gelegen, mein Auto stellte mich durch an die Rezeption, Zimmer war verfügbar und Restaurant geöffnet. Prima, ich buchte das irgendwo auf der Landesgrenze zwischen Hessen und Bayern auf der A7. 100 Kilometer später parkte ich mein Auto vor dem Hotel. Das Gebäude selber ist etwas Retro in den Achtzigern hängen geblieben, aber mein Zimmer war ansehnlich modernisiert und für den aufgerufenen Preis war das vollkommen in Ordnung.
Das Hotel liegt hinter dem eigentlichen Gasthaus an der Schweinfurter Straße direkt gegenüber vom Kloster Schwarzach. Ich hatte mir gleich einen Tisch mit reservieren lassen und stand nun nach einem kurzen Fußweg vor dem Eingang.
Draußen war ungemütlich und dunkel, typisches Novemberwetter. Ein junger Mann erwartete mich im Eingangsbereich und meine Reservierung war schnell gefunden. Er wandte sich nach rechts und begleitete mich in den Gastraum. Schon draußen war zu sehen, das war ein altes (Gast)haus! Drinnen war der Eindruck genauso, alles atmete lange Historie.
Ein Tisch fand sich für mich, ich setzte mich und der junge Mann reichte mir die Karten (einsehbar auf der HP) und ließ mir Zeit, mir einen Eindruck vom Angebot zu verschaffen. So nah bei Volkach gab es natürlich viele fränkische Weine, aber mir Stand der Sinn nach Bier. Ein trübes Kellerbier sollte den Durst stillen.
Dann sah ich mir das Angebot an Speisen an. Vielleicht 25 Gerichte im Ganzen, da sollte sich was finden lassen. Die Order für die Vorspeise stand sehr schnell fest. Eine Suppe sollte das Abendessen eröffnen. Steinpilzcremesuppe mit frischen Kräutern fand meine Aufmerksamkeit und eine heiße Suppe war mir an diesem Abend höchst willkommen. Der Gastraum hätte durchaus ein wenig mehr geheizt sein dürfen. Beim Servieren war mein erster Gedanken "Mist, wieder vergessen, die Sahne abzubestellen......". Ich finde so einen Klecks Sahne oben auf einer Suppe nicht so verlockend. Aber beim Probieren musste ich anerkennen, so schlecht war das bei dieser Suppe dann doch nicht. Die Suppe hatte ein durchdringendes Umami durch die Pilze und einen intensiven Fonds. Die Sahne war doch ein sinnvolles Gegengewicht. Im Ganzen eine wirklich gute Suppe, wenn auch mit ordentlichem Sattmach-Faktor. Und eigentlich keine gute Vorspeise hierzu, dachte ich danach...... Unser ofenfrisches Schäufele dazu Kartoffelkloß und Krautsalat hatte mich zur Bestellung verführt und vorrätig war es auch noch. Nach angemessener Wartezeit kam ein Trumm von Schäufele an den Tisch, mit einer kräftig nach Kümmel duftenden Sauce. Dazu noch zwei Klöße daneben. Bedächtig machte ich mich an die Aufgabe den Teller zu leeren. Das Fleisch fiel Knochen, den konnte ich quasi raus ziehen aus dem Fleischstück. Oben drauf ein krachende Kruste! Das hat man durch den ganzen Gastraum hören können, dachte ich mir, als ich die verzehrte. Großartig die dunkle Jus mit den Klößen, ein geiles (Verzeihung!) Schmorgericht vom Schwein!
Und zu diesem wirklich üppigen Teller noch ein Krautsalat, der ebenso intensiv nach Kümmel duftete. Ich musste zum Schluss wirklich kämpfen, um die beiden Teller zu leeren. Auch über das Hauptgericht war ich sehr erfreut. Zu diesem Teller begleitete mich ein dunkles Export der gleichen Brauerei.
Dann war ich fertig, fix und fertig sozusagen, mehr Essen ging nicht mehr! Der junge Mann versah den Service alleine, bekam das aber gut hin bei einer überschaubaren Gästeschar. Ich war zufrieden und konnte meine Rechnung per Karte bezahlen.
Also mal zum Fazit dieser Einkehr. Fränkisches Gasthaus mit Tradition und guter fränkischer Küche. Komme ich noch mal wieder, wird der halbe gebackene Karpfen probiert. Klare Empfehlung für eine Einkehr!
...das ist natürlich in einem fränkischen Gasthaus etwas, was man nicht unbedingt erwartet, erwarten darf! Und somit deklariere ich zu Beginn dieser Rezension meine Überschrift als leichte Ironie! Zurück zum Grund meines Aufenthaltes im Hotel und Gasthaus zum Benediktiner in Schwarzach am Main. Ein österreichischer Kunde verlangte meine Anwesenheit bei einer technischen Besprechung in seinem Untergrundspeicher für Gas und weil Carsten am Mittwoch wieder in Rheine sein wollte, die Winzerin Eva Clüsserath aus Trittenheim an der Mosel weilte an diesem... mehr lesen
Gasthaus im Hotel Zum Benediktiner
Gasthaus im Hotel Zum Benediktiner€-€€€Restaurant, Gasthaus, Hotel0932499798Weideweg 7, 97359 Schwarzach am Main
4.0 stars -
"Schlanke Suppe, filigranes Fleischgericht...." Carsten1972...das ist natürlich in einem fränkischen Gasthaus etwas, was man nicht unbedingt erwartet, erwarten darf! Und somit deklariere ich zu Beginn dieser Rezension meine Überschrift als leichte Ironie! Zurück zum Grund meines Aufenthaltes im Hotel und Gasthaus zum Benediktiner in Schwarzach am Main. Ein österreichischer Kunde verlangte meine Anwesenheit bei einer technischen Besprechung in seinem Untergrundspeicher für Gas und weil Carsten am Mittwoch wieder in Rheine sein wollte, die Winzerin Eva Clüsserath aus Trittenheim an der Mosel weilte an diesem
Geschrieben am 02.11.2022 2022-11-02| Aktualisiert am
02.11.2022
Besucht am 26.10.2022Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
So wenig bescheiden bewirbt das Restaurant TÔ 1980 seine vietnamesische Straßenküche. Mich hatte es beruflich für ein Meeting nach Düsseldorf verschlagen. Angereist war ich aus Rheine mit dem Zug, die Verkehrssituation auf der A2 und der A3 lässt momentan keine wirkliche Freude aufkommen bei einer Reise mit dem Auto dorthin. Zeit für ein Mittagessen vor dem Meeting war eingeplant. Vom Hauptbahnhof ging ich zu Fuß die Graf Adolf Straße entlang und schaute mir die unzähligen gastronomischen Angebote an. An der Ecke Bahnstraße zu Graf Adolf Straße erblickte ich dieses Restaurant.
Blick per Mobiltelefon auf die HP erschloss folgendes: Wir stammen aus Nam Dinh- einer kleinen Stadt südlich von Ha Noi, welche als Heimat des Gerichts „PHO“ bekannt ist. „PHO“ ist eine Art Nudelsuppe, welche zu den traditionellsten vietnamesischen Gerichten gehört. Typischerweise wird „PHO“ in großen Essschüsseln serviert, die auf Vietnamesisch „TÔ“ genannt werden. Der Name „TÔ“ ist bei uns der Inbegriff für authentisches vietnamesisches Streetfood, welches in Vietnam typischerweise auf kleinen roten und blauen Plastikstühlen neben der Straße gegessen wird. Daher ist es immer etwas laut, etwas chaotisch und voller Leben. Es funktioniert jedoch immer irgendwie und vor allem schmeckt es besonders lecker!
Das klang doch verheißungsvoll authentisch und der Blick in den Gastraum überzeugte auch. Draußen auf der Straße ein Aufsteller, der explizit Mittagsgerichte anbot. Gut, dann heute Mittag also vietnamesische Küche. In Düsseldorf sollte das Klassen über allem liegen, was ich in Rheine als solche angeboten bekommen würde. Zu trinken gab es eine hausgemachte Limo.
War was mit Minze, Limette und Rohrzucker und mir etwas zu süß! Vorweg orderte ich Sommerrollen mit Garnelen. Nach vielleicht 10 Minuten wurden die serviert.
Die waren so, wie sie serviert wurden völlig okay. Die dazu gereichte süß saure Sauce ergänzte die Rollen gut. Leckerer mit den Händen verspeister Snack. Der Hauptgang kam von der Mittagskarte, ein Ananascurry mit Kokosmilch, frischer Ananas, Gemüse, Salat und Reis.
Ganz sicher war da auch noch eine rote Curry Paste mit im Spiel bei diesem Gericht. Als Add on hatte ich knusprige Ente dazu bestellt. Insgesamt auch dieses ein ansprechendes Gericht für ein Mittagessen. Das war dann so gut abgeschmeckt, dass ich die üblichen Geschmacksbooster, die auf den Tischen asiatischer Restaurants stehen, nicht in Anspruch genommen habe.
Eine junge Dame versah den Service mit viel Freundlichkeit und hatte die Gäste immer im Blick. Es wurde am Tisch bestellt und serviert und trotz durchgehendem Take-away Geschäft blieb immer Zeit für Nachfragen zur Zufriedenheit. Ich fühlte mich gut aufgehoben.
So, schnelle Rezi zu schneller Straßenküche! Das war geschmackvolle asiatisch-vietnamesische Küche und soweit ich das beurteilen kann, erheblich näher an der Geschmackswelt Vietnams als alles was ich hier im Münsterland bekomme. Ich würde wiederkommen!
So wenig bescheiden bewirbt das Restaurant TÔ 1980 seine vietnamesische Straßenküche. Mich hatte es beruflich für ein Meeting nach Düsseldorf verschlagen. Angereist war ich aus Rheine mit dem Zug, die Verkehrssituation auf der A2 und der A3 lässt momentan keine wirkliche Freude aufkommen bei einer Reise mit dem Auto dorthin. Zeit für ein Mittagessen vor dem Meeting war eingeplant. Vom Hauptbahnhof ging ich zu Fuß die Graf Adolf Straße entlang und schaute mir die unzähligen gastronomischen Angebote an. An der Ecke... mehr lesen
TÔ 1980 | Vietnamese Street Food
TÔ 1980 | Vietnamese Street Food€-€€€Restaurant021115801256Graf-Adolf-Straße 70A, 40210 Düsseldorf
4.0 stars -
"Authentisch, gesund und lecker !" Carsten1972So wenig bescheiden bewirbt das Restaurant TÔ 1980 seine vietnamesische Straßenküche. Mich hatte es beruflich für ein Meeting nach Düsseldorf verschlagen. Angereist war ich aus Rheine mit dem Zug, die Verkehrssituation auf der A2 und der A3 lässt momentan keine wirkliche Freude aufkommen bei einer Reise mit dem Auto dorthin. Zeit für ein Mittagessen vor dem Meeting war eingeplant. Vom Hauptbahnhof ging ich zu Fuß die Graf Adolf Straße entlang und schaute mir die unzähligen gastronomischen Angebote an. An der Ecke
Geschrieben am 01.11.2022 2022-11-01| Aktualisiert am
01.11.2022
Besucht am 18.10.2022Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
München mag ich nicht, ich bin da schonungslos offen. Und auch wenn alle Bayern und/ oder München Fans jetzt aufheulen, ich als halber Niederländer mit 50% Westfalenbeimischung komme mit der Mentalität da unten nur eingeschränkt klar. Demzufolge halte ich mich in der Residenzstadt des obersten Opportunisten der BRD nur auf, wenn ich muss. Jetzt musste ich mal wieder! Wasserstoff ist bei uns in der Energie Branche gerade der ganz heiße "SchXXß"! Alle wollen die Transformation, sofort und jetzt, und wir Lieferanten machen uns Gedanken, ob die schon gelieferte und noch zu liefernde Ausrüstung so einfach den Wechsel von Gas auf H2 mitmacht. Na ja, gehört nicht in dieses Forum, aber diese Probleme brachten mich zu einer technischen Besprechung nach München, in die Nähe des neuen Flughafens. Montags war ich mit dem Zug von Rheine nach München gefahren, am Folgetag sollte es abends mit dem letzten ICE nach Münster zurück gehen.
Die Besprechung war schneller rum, als ich dachte, und so brachte mich die S Bahn schon kurz nach dem Mittag zurück vom Flughafen zum Hauptbahnhof. Da war noch viel Zeit bis zur Abfahrt, und ich konnte mir Gedanken über ein genussvolles Mittagsessen machen. So wenig ich die bayrische Hauptstadt mag, so sehr mag ich doch einen Ort dort. Aber den findet vermutlich jeder leidenschaftliche Genießer gut. Vom Hauptbahnhof ist es ein entspannter halbstündiger Spaziergang zum Viktualienmarkt, München Vorzeigemarktplatz, an dem man auch wunderbar schlemmen kann! Ist man dort, taucht man ein in eine wunderbare Genusswelt aus optischen Verlockungen und verzückenden Gerüchen. Küchenstile aus der ganzen Welt haben sich auf dem Markt angesiedelt und bieten in mehr oder weniger luxuriösem Ambiente ihre Produkte und Gerichte feil. Mich zog es zielsicher hierher.
Es war ein wunderbar warmer Spätsommertag, und tout München traf sich auf dem Viktualienmarkt zum Mittagessen. Draußen war kein Platz zu bekommen, so sehr ich die Seniorchefin auch leidend ansah, es gab nichts. Aber ich bekam einen Platz im Inneren zugewiesen, an einem hohen Tisch mit Blick auf die Fischtheke und die kleine offene Küche.
Fischtheke und Austernbar.
Hier die kleine Küche, in der die warmen Speisen zubereitet werden. Der Service reinigte meinen Tisch und mit einem gewinnenden Lächeln der jungen Dame wurden mir die Karten überreicht. Erst einmal ein Wasser bestellt, ich hatte Durst an diesem warmen Tag. Dann schaute ich mich bei den offenen Weinen um, die Auswahl war sehr exquisit, zuerst ein grüner Veltliner von FX Pichler, man gönnt sich ja sonst nichts, außerdem waren wir in München.
Nachher noch ein sehr feiner Pouilly Fumé, weinmäßig ging es gut los! Vorweg gab es keine alternative Wahl für mich, wenn es wie im Fischhaus Witte 6 verschiedene Austern im Angebot gibt.
So wurden dann ganz schlicht Austern aus der Bretagne von Belon und le Gall, sowie eine aus Languedoc von Tarbouriech sowie eine aus dem Südwesten von Gillardeau serviert. Und ich bleibe dabei, die aus der Bretagne sind die Besten! Tolle Vorspeise, die gingen perfekt mit dem sanften, schon etwas gealterten Veltliner, auch wenn der frankophile Genießer die eher mit einem Loire Wein oder einem Champagner genießen würde. Zum Hauptgang hatte ich neben der Hauptkomponente einen Korb Brot und sauce rouille bestellt, natürlich aus eigener Produktion.
Diese beiden Komponenten sollten gut zum gegrillten Hauptdarsteller passen. Ich hatte mich für gegrillte Tintenfische entschieden und konnte deren Behandlung auf dem Grillrost in Echtzeit verfolgen. So kamen die dann an den Tisch.
Leicht mehliert oder mit einem Paniermehl waren die bestreut worden. Nach dem Grillen kam ein Öl mit Petersilie und etwas Chili drauf und das war es! Wunderbar zart und sehr gut! Ich schwelgte in feiner Meeresfrüchte Küche. Dann war ich satt und es gab einen Espresso zum Abschluss.
Der Service wurde von der Seniorchefin und zwei jungen Damen abgewickelt und mit sehr viel Charme ausgeführt. Man fühlt sich wohl dort als Gast, trotz des ganzen Trubels!
Kann ich also zum Fazit einer kurzen Rezension vom Fischhaus Witte kommen. München mag ich nicht, Fisch aber umso mehr und auch der Viktualienmarkt ist ein wunderbarer Platz. Also schnell durch den Münchner Trubel an diesen schönen Platz und dort sehr gut genießen! Ist zwar etwas teurer dort, aber dafür schmeckt es wirklich gut!
München mag ich nicht, ich bin da schonungslos offen. Und auch wenn alle Bayern und/ oder München Fans jetzt aufheulen, ich als halber Niederländer mit 50% Westfalenbeimischung komme mit der Mentalität da unten nur eingeschränkt klar. Demzufolge halte ich mich in der Residenzstadt des obersten Opportunisten der BRD nur auf, wenn ich muss. Jetzt musste ich mal wieder! Wasserstoff ist bei uns in der Energie Branche gerade der ganz heiße "SchXXß"! Alle wollen die Transformation, sofort und jetzt, und wir... mehr lesen
Fisch Witte
Fisch Witte€-€€€Restaurant, Bistro089222640Viktualienmarkt 9, 80331 München
4.0 stars -
"Allem wohnt was Gutes inne......." Carsten1972München mag ich nicht, ich bin da schonungslos offen. Und auch wenn alle Bayern und/ oder München Fans jetzt aufheulen, ich als halber Niederländer mit 50% Westfalenbeimischung komme mit der Mentalität da unten nur eingeschränkt klar. Demzufolge halte ich mich in der Residenzstadt des obersten Opportunisten der BRD nur auf, wenn ich muss. Jetzt musste ich mal wieder! Wasserstoff ist bei uns in der Energie Branche gerade der ganz heiße "SchXXß"! Alle wollen die Transformation, sofort und jetzt, und wir
Geschrieben am 01.11.2022 2022-11-01| Aktualisiert am
01.11.2022
Besucht am 10.10.2022Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Das Hotel Emmerich gehört in Görlitz ganz sicher zu den schönsten Unterkünften, auch ich habe dort schon zwei sehr schöne Nächte bei einem Urlaubsbesuch mit meiner Frau verbracht. Bin ich aber beruflich bedingt unterwegs und plane Görlitz als Stopover für meine Trips nach Ostrava ein, dann liegt das Emmerich etwas ungünstig zur Anreise mit dem PKW und ich buche mir ein Zimmer in Hotels mit Parkplatz. Dazu kam, dass das Emmerich bis zum Frühjahr 2020 ein Hotel ohne Gastronomie war. Das hat sich aber seit dem genannten Zeitpunkt geändert. Seit nun zweieinhalb Jahren gehört das Restaurant Horschel zum Haus.
Ich war eine ganze Weile nicht mehr in Görlitz, aber in der Kalenderwoche 41 hatte ich mal wieder eine Übernachtung geplant. Das auserwählte Hotel hatte aber sein Restaurant geschlossen am Montag, den 10. Oktober. Also ging ich in die sehenswerte Altstadt von Görlitz, machte einen großen Bogen um die erschreckend vielköpfige "Montags"-Demo in der Innenstadt und überlegte, wo ich einkehren wollte. Auf dem Weg zum schon bekannten Restaurant Lucie Schulte stand ich dann plötzlich in Gedanken vor dem Eingang des Hotels Emmerich.
Richtig, da gab es ja jetzt auch eine Gastronomie! Ich schaute durch die großen Scheiben in den Gastraum hinein. Offensichtlich war geöffnet, Gäste saßen an Tischen.
Also mal hinein und umgeschaut, die Inneneinrichtung fand ich sehr gelungen.
Und
Schon draußen hatte ich im Schummerlicht die ausgehängte Karte in Augenschein genommen und das Angebot ließ mich die Entscheidung treffen, nach einem Tisch zu fragen. Eine junge Dame musste erst mal sicher gehen, dass das noch ging, weil eine größere Gesellschaft an dem Abend zu verköstigen war. Aber letztendlich bekam ich diesen Tisch.
Dort machte ich es mir gemütlich und ließ mir die Karte geben. Das Angebot ist auf einer DIN A4 Seite zusammengefasst und besteht aus vielleicht 10 Vorspeisen, 10 Hauptgerichten und ein paar Desserts. Die Küche legt sich da Themenmäßig nicht fest, vielleicht gibt es einen kleinen Schwenk zu gemäßigt mediterraner Küche. Die Karte lässt sich auf der HP einsehen. Erst mal was zu trinken bestellen.
Ein alkoholfreies Bier sollte es sein und serviert wurde mir ein Heineken. Ich weiß nicht, wann ich das das letzte Mal getrunken habe. Aber als alkoholfreies Bier war es okay und es wurde noch eines mehr bestellt über den Abend. Am Nachbartisch hatte ich bemerkt, dass eine Suppe serviert wurde. In der Karte war aber keine Rede von einem entsprechenden Angebot. Also mal die Bedienung gefragt und ich wurde informiert, dass es immer zusätzlich eine Tagessuppe geben würde.
Ich weiß nicht mehr, wie die sich nannte, aber ich habe noch in Erinnerung, dass es ein Suppenrezept aus dem benachbarten Polen sein sollte. Das könnte gut sein, die klare Gemüsesuppe hatte deutlich saure Noten und war sehr gut abgeschmeckt. Sauer mag ich ja immer, und so war ich mit meiner Vorspeise zufrieden. Meine Hauptspeise war eine vegetarische. Ravioli gefüllt mit Büffel Ricotta und Spinat, dazu Käsesauce, Birnenpüree und Sesam klang zu verlockend! Serviert wurde eine Portion, die auch als Zwischengericht gut portioniert gewesen wäre. Aber dafür war der Geschmack sehr gut! Perfekt gegarte Nudelteigtaschen, mit einer gut abgeschmeckten Füllung, ergänzt durch das Birnenpüree und den gerösteten Sesam. Sehr ungewöhnlich! Ich war auch hier mehr als zufrieden.
Da die Portion recht klein war, ging noch ein Dessert zum Espresso. Die Karte bot wohl klingende Optionen, aber zum Espresso am besten ein Tartufo, es gab verschiedene Optionen, Nero mit Zabaioneeis, Nocciola mit Haselnusseis, Fragola mit Erdbeereis und Baiser.
Man sieht meine Wahl deutlich auf dem Foto. Perfekt zum Espresso und ein guter Abschluss meines ersten Abendessens im Horschel in Görlitz.
Die beiden jungen Damen im Service machten ihre Sache sehr gut. Trotz hoher Auslastung waren alle Gäste im Blick und es war immer Zeit für eine Nachfrage zur Zufriedenheit. Ich habe mich an meinem kleinen Tisch sehr wohl gefühlt.
Also mal zum Fazit meines Abendessens im Horschel im Hotel Emmerich. Ich werde demnächst wieder häufiger die A4 Richtung Breslau fahren und freue mich, dass es neben dem Lucie Schulte nun ein zweites Restaurant gibt in das ich gerne wieder einkehre. Zum Abschied noch etwas, dass mir ein paar wunderbare Erinnerungen an meine liebe Oma Mine bescherte. Diese Wilhelmina Peppermuntjes hatte sich auch immer in der Handtasche und erfreute damit kleine Enkelkinder!
Sowas westlich niederländisches ausgerechnet in Görlitz an einem Abend, an dem ein paar Straßen weiter verwirrte Menschen obskure Parolen brüllen. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass wir uns alle berappeln in den heutigen Zeiten.
Das Hotel Emmerich gehört in Görlitz ganz sicher zu den schönsten Unterkünften, auch ich habe dort schon zwei sehr schöne Nächte bei einem Urlaubsbesuch mit meiner Frau verbracht. Bin ich aber beruflich bedingt unterwegs und plane Görlitz als Stopover für meine Trips nach Ostrava ein, dann liegt das Emmerich etwas ungünstig zur Anreise mit dem PKW und ich buche mir ein Zimmer in Hotels mit Parkplatz. Dazu kam, dass das Emmerich bis zum Frühjahr 2020 ein Hotel ohne Gastronomie war.... mehr lesen
4.0 stars -
"Das Restaurant im Hotel" Carsten1972Das Hotel Emmerich gehört in Görlitz ganz sicher zu den schönsten Unterkünften, auch ich habe dort schon zwei sehr schöne Nächte bei einem Urlaubsbesuch mit meiner Frau verbracht. Bin ich aber beruflich bedingt unterwegs und plane Görlitz als Stopover für meine Trips nach Ostrava ein, dann liegt das Emmerich etwas ungünstig zur Anreise mit dem PKW und ich buche mir ein Zimmer in Hotels mit Parkplatz. Dazu kam, dass das Emmerich bis zum Frühjahr 2020 ein Hotel ohne Gastronomie war.
Geschrieben am 31.10.2022 2022-10-31| Aktualisiert am
31.10.2022
Besucht am 07.10.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Da war sie dann zu Ende, unsere Nord nach Süd Eselsweg Wanderung von Schlüchtern in Hessen nach Großheubach am Main Franken. Nach 120 Kilometern in 6 Etappen standen wir auf dem Engelsberg (Franziskaner Kloster) von Großheubach und schauten in den Ort hinab. Schon die letzten 3 Kilometer der letzten Etappe waren ein stetiger Abstieg von den Höhen des Spessart zum Kloster hinab gewesen. In den Ort hinunter, natürlich nach einer Einkehr in die schöne Klosterschänke, geht es dann noch mal über gefühlte 300 Stufen. Hat man die hinter sich, dann steht man quasi direkt vor diesem Haus.
Hier hatten wir unser letztes Quartier reserviert im Hotel und Restaurant Rosenbusch. Wir wandten uns dem Innenhof zu, dort befand sich der Eingang zum Restaurant. Vor dem Eingang eine überdachte Terrasse mit einer fröhlichen Rentnerrunde, die uns weinselig willkommen hieß inklusive Fragen nach unserer Wanderung, die großen Tourenrucksäcke erregten wie immer Neugier. Ich ging hinein, um uns einzuchecken. Dabei konnte ich den Gastraum schon mal in Augenschein nehmen.
Das konnte gefallen und ich hatte das Gefühl, dass wir uns das richtige Quartier für einen schönen Abschluss unserer Wanderung ausgesucht hatten.
Nachdem wir eingecheckt hatten, ging es weiter über den Hof in unser Zimmer. Das Hotel mit Restaurant ist recht verwinkelt angelegt und die von uns gewählte Zimmerkategorie mit Balkon war "über" den Hof. Auch hier hatten wir uns zum Abschluss eine der höherpreisigen Zimmerkategorien gegönnt. Mit Bedacht, denn diesmal brauchten wir den Balkon nicht nur zum auslüften und trocknen von Wanderbekleidung, sondern auch für die Lagerung eines großen Beutels von Jagdbeute.
Eine ganze Woche waren wir jetzt an Massen von Steinpilzen entlang gewandert und konnten die auf Grund unserer Wanderung nicht sammeln. Über die letzte Etappe wurde nun gesammelt, mit dem Vorsatz, diese Beute mit ins Münsterland zu nehmen. Nur die allerschönsten Exemplare kamen in Frage, auf Grund der geringen Transportkapazität, die wir hatten. Aber auch diese Menge bescherte uns ein paar schöne frische Pilzgerichte und zwei große Gläser voll getrockneter Steinpilze. Nachdem die gut für die Nach gelagert waren und wir uns wieder in einen geeigneten Zustand für ein Restaurant gebracht hatten, ging es zurück ins Restaurant und an unseren Tisch.
Sehr ökonomisch ausgerichtete Tischreihung, viel dichter konnte man nicht stellen und wegen all der Plexiglas Raumteiler kam man sich ein bisschen wir in einem Zoo-Terrarium vor. Unser Tisch war aber schön an der Wand gelegen und relativ ruhig. Der Service brachte die Karten und wir orderten Wasser und als Aperitif einen Winzersekt aus dem Ort. Großheubach ist Weinort, und so war klar, wir testen mal die hiesigen Winzer.
Der Winzer ist mir leider entfallen, aber der trockene Riesling Sekt gefiel uns Beiden. So konnten wir in Ruhe in die Karte schauen. Diese lässt sich auf der Homepage herunterladen und bietet kompakte 4 Seiten Auswahl von deftig fränkisch bis hin zu veganen Alternativen. Da sollte jeder nach seinem Gusto glücklich werden können. Ein ausgesprochenes Vorspeisenangebot gibt es aber nicht, hier sind nur Suppen im Angebot. Die konnten uns aber nicht zur Bestellung verleiten, stattdessen teilten wir uns einen klassischen Flammkuchen.
Für 10 Euro war das ordentlicher Flammkuchen nach Elsässer Art mit Rahm, Speck und Zwiebeln. Den teilten wir uns mit den letzten Schlucken des Sekts. Meine Frau hatte die Weinkarte in Augenschein genommen und ich überlies ihr die Wahl des Weines an jenem Abend.
Heraus kam Chardonnay des hiesigen Weingutes Kremer, eine Reserve aus dem Holzfass, ich denke nicht, dass es ein Barrique war, denn dazu war das Holz zu unauffällig bei diesem Burgunder. Trotzdem eine gute Wahl, denn wir hatten recht rustikal bestellt und doch keine Lust auf einen roten Wein, somit ist ein "dicht und fett" ausgebauter Chardonnay immer eine sichere Wahl. Zu allen Hauptgerichten im Restaurant Rosenbusch gehört immer ein Salat aus dem Salatbuffet.
Bin ich kein großer Anhänger von! Und wenn so ein Buffet ein Genuss sein soll, dann braucht es erstens Gäste, die sich zu benehmen wissen am Buffet und zweitens ein ständiges Auge des Service auf den Zustand des Angebots. Wenn man das ernsthaft betreibt, dann frage ich mich, ob man wirklich Geld spart gegenüber einem Begleitsalat aus der Küche. Aber wir hatten Glück, beide Faktoren an unserem Besuchsabend waren ausreichend positiv und wir konnten einen guten Salat zusammenstellen. Meine Frau hatte sich als Hauptgericht wieder etwas vegetarisches bestellt.
Eine Woche fränkisch, deftige Landküche forderten ihren Tribut und so war ihre Order an den Service Beluga-Linsen-Ragout. Die Karte informierte über folgende Komponenten auf dem Teller. Vegetarisches Ragout mit Linsen, Möhren und Sellerie, pikant gewürzt, dazu Polenta-Parmesan-Taler. Und drüber war noch ordentlich weiterer Parmesan gehobelt worden. Ich habe nicht probiert, aber es duftete verlockend über den Tisch und Frau war zufrieden mit ihrer Wahl. Probieren ging nicht, weil ich mir vorgenommen hatte, bei einer Wanderung in Franken probierst du einmal Schäufele! Und bisher hatte keines der besuchten Restaurants diese im Angebot gehabt. Der Rosenbusch schon, also orderte ich ganz klassische Schäufele.
Irgendwann muss ja jeder dieses fränkische signature dish mal probieren. Bei mir war es der 7. Oktober 2022! Mein erstes Schäufele! Das gigantische Stück Fleisch stand quasi auf einem Abschnitt des Schulterblatts vom Schwein. Von dort streckte sich in mehreren Schichten fettdurchzogenes Fleisch der Decke entgegen, und als Abschluss gab es oben eine krachende Kruste! Das Stück war butterzart geschmort und in Kombination mit einer Kümmel-lastigen Sauce ein wirklicher Genuss, der aber locker für 2 Personen gereicht hätte. Versteht der Franke aber nicht, und deswegen packt er zur Erreichung eines totalen Bauchkollapses noch zwei großartige Knödel dazu!
Isst man auch nur einen davon ganz und als Ergänzung zum vollständigen Verzehr des Fleischberges, kann man sicher sein, der Schlaf in der folgenden Nacht wird nicht der tiefste sein. Völlerei wird bestraft, immer! Das war wirklich lecker, aber die Portion war schlicht und einfach viel zu groß. Sowas finde ich schade, denn ich habe ein echtes Problem, gute Lebensmittel auf dem Teller zu lassen und sie somit dem Biomüll zu überantworten. Dort gehören die einfach nicht hin, wir verschwenden sowieso schon viel zu viele Lebensmittel. Jedenfalls war klar, Dessert ging nicht mehr! Nur noch ein Espresso für meine Frau und ein Aquavit für mich.
Die Damen im Service erledigten ihre Aufgabe ebenso gut wie das Küchenteam vom Rosenbusch. Wir haben uns sehr wohlgefühlt an unserem Besuchstag. Auch das Frühstück konnte gefallen und so hatten wir einen sehr angenehmen Aufenthalt im Restaurant und Hotel Rosenbusch in Großheubach. Klare Empfehlung für eine Einkehr von Frau und Herrn Carsten1972! Am nächsten Morgen ging es dann per Bahn zurück nach Rheine ins Münsterland.
Da war sie dann zu Ende, unsere Nord nach Süd Eselsweg Wanderung von Schlüchtern in Hessen nach Großheubach am Main Franken. Nach 120 Kilometern in 6 Etappen standen wir auf dem Engelsberg (Franziskaner Kloster) von Großheubach und schauten in den Ort hinab. Schon die letzten 3 Kilometer der letzten Etappe waren ein stetiger Abstieg von den Höhen des Spessart zum Kloster hinab gewesen. In den Ort hinunter, natürlich nach einer Einkehr in die schöne Klosterschänke, geht es dann noch mal... mehr lesen
Restaurant im Hotel Rosenbusch
Restaurant im Hotel Rosenbusch€-€€€Restaurant, Hotel09371650400Engelbergweg 6, 63920 Großheubach
4.0 stars -
"Genießen unterm Kloster" Carsten1972Da war sie dann zu Ende, unsere Nord nach Süd Eselsweg Wanderung von Schlüchtern in Hessen nach Großheubach am Main Franken. Nach 120 Kilometern in 6 Etappen standen wir auf dem Engelsberg (Franziskaner Kloster) von Großheubach und schauten in den Ort hinab. Schon die letzten 3 Kilometer der letzten Etappe waren ein stetiger Abstieg von den Höhen des Spessart zum Kloster hinab gewesen. In den Ort hinunter, natürlich nach einer Einkehr in die schöne Klosterschänke, geht es dann noch mal
Geschrieben am 28.10.2022 2022-10-28| Aktualisiert am
31.10.2022
Besucht am 06.10.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Beim Gasthof und Pension Waldfrieden der Familie Beck passt das! Stehengebliebene Zeit war meine Assoziation nach einer Nacht und einem Abendessen im Waldfrieden. Aber zurück zum Beginn, Etappe 5 unserer Eselsweg Wanderung von Nord nach Süd durch den Spessart. Etappe 5 endet in einem kleinen Dorf, Wildensee, das zur Gemeinde Eschau gehört. Wie üblich verläuft der Weg nicht durch den Ort, man muss rechtzeitig abbiegen, um das Ziel der Etappe zu erreichen. Viele Einkehrmöglichkeiten gibt es nicht in Wildensee und wir waren froh, dass uns Familie Beck ein Zimmer und einen Tisch im Gastraum zum Abendessen reserviert hatte. Gegen frühen Abend standen wir also vor dem Gasthaus.
Eines der Zimmer oben mit Balkon würde unseres sein. Nach unserem luxuriösen Zimmer in Weibersbrunn in der Spessartlodge logierten wir hier wieder in einem recht einfachen Zimmer, für das aber auch weniger als die Hälfte als Tarif für die Übernachtung aufgerufen wurden. Für eine Nacht vollkommen in Ordnung für uns. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, ging es hinunter in den Gastraum. Unser Tisch bot durch das Fenster einen Blick in den naheliegenden Wald.
Der Gastraum war gut gefüllt, und zwar zur Mehrzahl mit Anwohnern aus dem Ort, der Waldfrieden ist der Dorfgasthof. Neben uns speiste dort noch ein Wanderpärchen, dass mit uns parallel den Weg lief. Wir waren uns schon mehrfach begegnet unterwegs. Eine junge Dame reichte uns die Karten und wir orderten ein Pils. Nach Wein war uns nicht. Der Blick in die Karte verhieß bodenständige Küche, etliche Schnitzelvariationen, sogar vegetarische Schnitzel wurden angeboten, viel Fleisch, ein paar Salate, dass war es dann. Vorspeisen orderten wir nicht, angesichts der Portionen, die auf den anderen Tischen serviert wurden. Frau ordert aus der Schnitzelparade was ganz schlichtes.
Schnitzel Wiener Art, Preiselbeeren und Zitronenviertel begleiteten das Schnitzel. Ich habe keine Klage von ihr vernommen, ebenso nicht zu den dazu servierten Pommes.
Ich fand die etwas blass, aber probiert habe ich nicht, denn mein Order an die Küche forderte meine volle Konzentration. Hirschrahmbraten mit Preiselbeeren hatte ich in der Karte erspäht und angesichts der Lage mitten im Spessart und dem vielen Wild, was dort offensichtlich lebte, schien mir das eine gute Wahl.
Und ich behielt recht mit meiner Einschätzung. Anrichte(kunst) ist der Küche nicht ihre Sache, aber auf dem Teller lag ein saftig geschmorter Wildbraten, sehr viel gute Sauce war dem beigegeben, dass mundete wirklich gut. Perfekt zur Sauce passend die Kroketten, aus der Tüte, aber okay, das war verzeihlich.
Die badeten dann in der Sauce und wurden so auch zum Genuss. Unser beider Speisen begleitete ein ordentlicher Beilagen Salat.
Da wir auf eine Vorspeise verzichtet hatten, ging es noch, eine Dessert zu teilen. Beim servieren unseres Kandidaten für das Dessert auf dem Nachbartisch duftete es verführerisch herüber nach Zimt und Apfel. Und so teilten wir uns einen Teller gebackene Apfelringe mit Vanilleeis und eben dem Zimt, den wir schon gerochen hatten. Dann waren wir aber satt.
Die Dame, die uns an dem Abend bediente, gehörte augenscheinlich zur Familie und hatte mit den Gästen keine Mühe. Müde Wanderer sind sowieso pflegeleicht, essen immer auf und gehen früh ins Bett. Traumkunden also!
Komme ich zum Fazit, der Waldfrieden in Eschau-Wildensee ist ein einfacher Gasthof, der kein großes Bohei um seinen Betrieb und seine Küche macht. Ehrliche, grundgute und einfache Küche, dass bietet man und so ist es dann auch okay. Besonders aber am nächsten Morgen das Frühstück mit ca. 10 selbstgemachten Marmeladen, hergestellt von der Schwiegertochter im Hause und unserer vorabendlichen Bedienung. Das waren schon tolle Dinge, die junge Frau da zusammenführt. Löwenzahnblüte, Fichtentriebe, Holunder, und so weiter, alles was Wald und Wiese im Spessart bieten, wird zu Marmelade dort. Sehr coole Kombinationen.
Beim Gasthof und Pension Waldfrieden der Familie Beck passt das! Stehengebliebene Zeit war meine Assoziation nach einer Nacht und einem Abendessen im Waldfrieden. Aber zurück zum Beginn, Etappe 5 unserer Eselsweg Wanderung von Nord nach Süd durch den Spessart. Etappe 5 endet in einem kleinen Dorf, Wildensee, das zur Gemeinde Eschau gehört. Wie üblich verläuft der Weg nicht durch den Ort, man muss rechtzeitig abbiegen, um das Ziel der Etappe zu erreichen. Viele Einkehrmöglichkeiten gibt es nicht in Wildensee und... mehr lesen
3.0 stars -
"Das Wirtshaus im Spessart" Carsten1972Beim Gasthof und Pension Waldfrieden der Familie Beck passt das! Stehengebliebene Zeit war meine Assoziation nach einer Nacht und einem Abendessen im Waldfrieden. Aber zurück zum Beginn, Etappe 5 unserer Eselsweg Wanderung von Nord nach Süd durch den Spessart. Etappe 5 endet in einem kleinen Dorf, Wildensee, das zur Gemeinde Eschau gehört. Wie üblich verläuft der Weg nicht durch den Ort, man muss rechtzeitig abbiegen, um das Ziel der Etappe zu erreichen. Viele Einkehrmöglichkeiten gibt es nicht in Wildensee und
Geschrieben am 26.10.2022 2022-10-26| Aktualisiert am
26.10.2022
Besucht am 05.10.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Etappe vier auf dem Eselsweg von Nord nach Süd führte meine Frau und mich von Heigenbrücken nach Weibersbrunn. Der Ort ist vermutlich allgemein bekannt durch Verkehrsnachrichten, denn die A3 führt quasi direkt am Ort vorbei durch den Spessart. Trotzdem bekommt man von der Autobahn nicht viel mit, denn ein Hügel trennt den Ort von der Fahrbahn. Für die 5. Übernachtung hatten wir uns in Weibersbrunn den Jägerhof ausgesucht. Der bietet ein großes Konglomerat an Zimmern. Wir hatten uns etwas gegönnt und unsere Zimmer in der zum Hotel gehörigen Spessart Lodge gebucht. Hier wartete ein modernes, großes und wirklich gehoben ausgestattetes Doppelzimmer auf uns.
Ebenso hatten wir für den Abend einen Tisch für das Abendessen reserviert. Also standen wir gegen 18:30 Uhr vor dem Restauranteingang. Eine junge Dame aus dem Service nahm sich unser an und wir wurden durch den ansprechend eingerichteten Gastraum geführt.
Ein schlicht eingedeckter Tisch erwartet uns. Die Karte lag schon auf dem Tisch.
Nach unserem sehr angenehmen und erfreulich geschmacksreichem Vorabend in Heigenbrücken zeigte ein Blick in die Karte hier wieder mehr die typische fränkische Wirtshausküche. Also diesmal kein Wein aus dem Burgund, sondern wieder das, was Franken neben dem Wein auch sehr gut können, ein Bier.
Dabei bleiben wir auch über den Abend. Die Karten werden nicht auf der HP veröffentlicht. Das Angebot besteht aus Wirtshaus-Küche mit ein paar wenigen Alternativen bei Fisch und Vegetarisch. Ein paar Vorspeisen und Suppen und Desserts ergänzen das noch. Aber meiner Meinung nach kann schon jeder nach seinem Gusto eine Wahl treffen. Bei uns waren es vorweg zwei Suppen. Für meine Frau eine saisonale Kürbissuppe.
Für mich eine hausgemachte Gulaschsuppe, die gewählt wurde, weil der Jägerhof über eine eigene Metzgerei verfügt, die ich schon bei der Anreise näher in Augenschein genommen hatte.
Beide Suppen waren gut abgeschmeckt. Meine Frau hob den Daumen zu ihrer Suppe, auch ich war zufrieden. Nur bei der Portionsgröße muss man aufpassen. Hätten wir an unserem Besuchstag nicht schon wieder 25 Kilometer Wanderweg in den Beinen gehabt, wäre das zu viel gewesen. Frau fand in der Karte für den Hauptgang ein Angebot, dass ihr zusagte. Filet vom Flusszander mit Weißweinsauce, Zucchini-Paprika-Ragout und Reis war eines der wenigen Gerichte ohne Fleisch. Ob der Zander wirklich ein Wildfang aus dem Main war, lass ich mal dahin gestellt. Mit den beiden Filets war Frau sehr zufrieden, die waren leicht mehliert und gut gebraten. Auch Reis und Ratatouille waren gut gelungen. Einzig die Sauce fand nicht ihre Zustimmung, laut ihrer Aussage war das keine Weißweinsauce, sondern eher eine Currysauce und das fand sie nicht ganz passend zum Gericht. Ich ging auf Nummer sicher und orderte das, was fränkische Gasthäuser können, nämlich Fleischgerichte. Cordon Bleu vom Schwein war meine Order für den Hauptgang. Und diese Wahl habe ich nicht bereut, dass Schnitzel vom Schwein war klassisch mit Käse und Schinken gefüllt, gut paniert und saftig ausgebraten. So kann man das auf jeden Fall genießen. Schlicht begleitet wurde das Cordon Bleu von Pommes und einem ordentlichen Beilagen Salat.
Auch ich war mit meiner Wahl am Ende zufrieden. Auf Grund der sehr üppigen Portionsgröße insbesondere bei den Vorspeisen war an ein Dessert nicht mehr zu denken. Wir schlossen das Abendessen mit einem Espresso ab.
Der Service klappte im sehr großen Gastraum mit vielen Gästen an unserem Besuchsabend wirklich gut. Die Damen und Herren waren gut aufeinander eingespielt und hatten keine Probleme bei der Betreuung der Gäste.
Kurzes Fazit einer kurzen Rezension. Ein sehr schönes Hotel, insbesondere die Zimmer in der www.spessartlodge.net , ein gutes Frühstück am nächsten Morgen und ein sehr ordentliches Abendessen. Den Jägerhof können wir empfehlen. Auch als Stop Over, wenn man auf der A3 zwischen Würzburg und Aschaffenburg eine Einkehr oder Übernachtung sucht.
Etappe vier auf dem Eselsweg von Nord nach Süd führte meine Frau und mich von Heigenbrücken nach Weibersbrunn. Der Ort ist vermutlich allgemein bekannt durch Verkehrsnachrichten, denn die A3 führt quasi direkt am Ort vorbei durch den Spessart. Trotzdem bekommt man von der Autobahn nicht viel mit, denn ein Hügel trennt den Ort von der Fahrbahn. Für die 5. Übernachtung hatten wir uns in Weibersbrunn den Jägerhof ausgesucht. Der bietet ein großes Konglomerat an Zimmern. Wir hatten uns etwas gegönnt... mehr lesen
Restaurant im Hotel Jägerhof
Restaurant im Hotel Jägerhof€-€€€Restaurant, Biergarten, Partyservice06094361Hauptstraße 223, 63879 Weibersbrunn
4.0 stars -
"Sehr ordentliches Restaurant und Hotel" Carsten1972Etappe vier auf dem Eselsweg von Nord nach Süd führte meine Frau und mich von Heigenbrücken nach Weibersbrunn. Der Ort ist vermutlich allgemein bekannt durch Verkehrsnachrichten, denn die A3 führt quasi direkt am Ort vorbei durch den Spessart. Trotzdem bekommt man von der Autobahn nicht viel mit, denn ein Hügel trennt den Ort von der Fahrbahn. Für die 5. Übernachtung hatten wir uns in Weibersbrunn den Jägerhof ausgesucht. Der bietet ein großes Konglomerat an Zimmern. Wir hatten uns etwas gegönnt
Geschrieben am 22.10.2022 2022-10-22| Aktualisiert am
22.10.2022
Besucht am 04.10.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Eselswegwanderung von Nord nach Süd, meine Frau und ich hatten die dritte Etappe von Flörsbach(tal) nach Heigenbrücken hinter uns gebracht, weitere 25 Kilometer durch den wirklich einsamen Spessart, nur Pilz-Sucher waren mit uns im Wald. Wir bedauerten es sehr, dass wir die schieren Mengen an wunderschönen Steinpilzen nicht sammeln konnten. Aber dafür war (noch) kein Platz im Rucksack. Unser Zimmer hatten wir uns in Heigenbrücken im Hotel Hochspessart reserviert, weil mir die "slow Food" Küche gefallen hatte, und auch ein Schwerpunkt auf Weine gelegt wurde im Restaurant. Nach einem heftigen Abstieg weg vom Kammweg/ Eseslweg runter in den Ort standen wir am Weg-Ende direkt vor unserem Hotel. Und dort dann eine nicht so schöne Überraschung! Das Restaurant war geschlossen! Auch hier forderte die Personalsituation im Gastgewerbe ihren Tribut. Beim Einchecken bekamen wir Tipps. Darunter ganz in der Nähe die Gastronomie des Hotels Villa Marburg.
Das Hotel hatte ich schon auf der Wegeplanung angesehen, aber von der Liste gestrichen, da das Hotel dem Anschein nach in der gehobenen Kategorie angesiedelt war. Das kann (muss aber in vielen Fällen nicht sein) zu einem potentiellen Problem werden, wenn Frau und Herr Carsten1972 nicht mehr ganz präsentabel nach 25 anstrengenden Kilometern vor dem Empfang stehen und um Einlass bitten. Deswegen buchen wir uns lieber im vom Wanderverband zertifizierten Häusern ein, die wissen damit umzugehen. Aber schon zu dem Zeitpunkt hatte ich mehr als ein Auge auf die angebotene Küche geworfen. Somit war das umplanen des Abendessens hin zum Restaurant der Villa Marburg jetzt nicht wirklich eine große Qual für mich. Und vielleicht sogar ein Pluspunkt Hinsicht auf unseren Hochzeitstag am 4. Oktober, der ja kulinarisch anspruchsvoll abgeschlossen werden wollte. Tisch war unkompliziert per Telefon reserviert und wir brachten uns nach dem Wandertag in einem dem Abend und dem Anlass angebrachten Zustand.
200 Meter lang war der kurze Fußweg zur Villa Marburg. Die HP suggeriert drei Restaurants im Haus, aber ich denke, das war einmal. Oben im großen Gastraum kein Mensch, auch an der Rezeption erst mal nichts, die Tür zum gehobenen Gastraum verschlossen. Dann aber trafen wir auf eine freundliche junge Dame, die uns sagte, dass heute der Restaurantbetrieb im dritten Teil der Gastronomie stattfinden sollte, dem Weinkeller. Und dorthin wurden wir dann geführt.
Das war doch ein schöner Ort! Wir bekamen einen Tisch im ruhigen hinteren Teil des Gastraums und die junge Dame nahm sich unserer an, indem sie sie uns nach ersten Getränkewünschen fragte. Eine große Flasche Wasser kam mit den Karten und wir schauten mal in den Bereich des Aperitif-Angebots. Am Hochzeitstag darf es dann auch mal Klangvolles sein und so orderten wir zwei Gläser Roederer Champagner Brut Premier.
Extra-Glück für uns, die Flasche, wohl gekühlt, wurde vor unseren Augen geöffnet und wir genossen einen wirklich guten Champagner. Ich weiß gar nicht, ob ich Roederer überhaupt schon mal gekostet habe, aber die 14 EUR pro Glas waren ein gutes Investment. Wir nahmen die Karten in Augenschein und während dessen servierte uns die junge Dame Brot mit einem ersten kleinen Gruß der Küche.
Kindheitserinnerungen kamen auf beim Anblick der servierten Frischkäsecremes. In meinen Kindheitstagen gab es ein Eis, dass auch so aus dem Becher gedrückt wurde. Drinnen im Schub-Becher dann zwei Sorten Creme, eine mit Zitronengras aromatisiert (unser beider Favorit) und eine, die mit getrockneter Aprikose und Thai-Basilikum aromatisiert war. Coole, unorthodoxe Cremes zum guten frischen Brot, sehr fein. Und diese Art des Grußes lässt mich kurz auf das Küchenteam blicken. Lassen Sie sich von unserem Küchenchef Klaus-Peter Ullrich mit seinem Team Manuel, Christian, Patrick, Kim, Leon und Vasili in die FUSION CUISINE entführen. Hierbei werden unterschiedliche Esskulturen und Kochkünste, sowie klassische Regional- und Nationalküchen vermischt. Oder lieben Sie eher die traditionelle Küche unter Verwendung von ausgewählten, regionalen Lebensmitteln? Dann werden Sie bestimmt in unserem Teil „Modernes Wirtshaus“ das Richtige finden.
Das verkündet die Speisekarte auf Seite eins, und ins Auge fallen viele Gerichte, die Inspiration aus der Thai-Küche beziehen. Natürlich waren wir neugierig und unsere junge Servicedame klärte uns gerne auf. Herr Ullrich scheint mehrmals im Jahr durch Asien zu reisen und ist ein Fan der Küche Thailands. Diese verbindet er mit den heimischen Zutaten zu sehr interessanten Kombinationen, wie ich noch erläutern werde. Beim Genuss des Champagner wurde eine Wahl aus der auf der HP einsehbaren Karte getroffen. Die Weinkarte der Villa Marburg macht auch viel Spaß, dort finden sich sehr interessante Angebote. Fürs erste sollte ein Wein aus Alzenau Hörstein uns beim Essen begleiten.
Kundig präsentierte, öffnete und schenkte die junge Dame ein. Wir hatten schon gegenseitig bemerkt, es gab viel Interesse an Weinen beim Gegenüber, und so gab es zum Weingut von Nils Hohnheit "Zehntschluck" und seinem 2020 Riesling Hörstein Abtsberg noch viel Hintergrundinformation. Der Tropfen machte wirklich Spaß und würde perfekt zur asiatisch inspirierten Küche von Herrn Ullrich passen. Die Küche selber ließ mit dem Wein noch einen zweiten Küchengruß servieren.
Jahreszeitlich passend eine Kürbissuppe, abgeschmeckt mit einem feinen, sehr fruchtigen Currygewürz. Aufgeschäumt, mit einem Klecks Sahne obendrauf ein feiner Start. Mit dem wohlgeratenen Riesling und der Suppe verging die Zeit bis zur Vorspeise im Nu. Kulinarisch ticken meine Frau und ich sehr harmonisch auf einer Wellenlänge. Unabgesprochen wurde das hier geordert von uns Beiden. Sashimi von Lachs und Thun, Wasabi Polenta und Südtiroler Speck klang nach einer Kombination der wir nicht widerstehen konnten. Der Fisch selber in guter Sushi Qualität ausreichend dünn geschnitten, klaro mit ein wenig geröstetem Sesam kombiniert. Der Fisch lag auf einem Bett von cremiger Polenta, bei wir Beide gerne noch ein wenig mehr Wasabianteil geschmeckt hätten, das war uns etwas zu wenig. Diese Rückmeldung ging an die Küche. Crunch brachte der Speck, Fruchtigkeit ein Zitrusaromengel, insgesamt äußerst gelungen, dieses Gericht. Unsere Vorfreude auf die Hauptgänge stieg immer mehr. Hier das Hauptgericht meiner Frau. Kalbsbäckchen Curry Style war ihre Order, die Karte führte aus, mildes Massaman-Curry, begleitet von Kartoffeln und buntem Gemüse. Essen die Menschen in Südost-Asien Kalb oder Rind? Ich glaube nicht, da stehen, glaube ich, kulturelle Tabus im Weg bei vielen. Aber das war ja das Spannende hier in der Villa Marburg. Perfekt geschmortes wunderbar zartes, Collagen geschwängertes Bäckchenfleisch kombiniert mit den feinen Aromen eines indischen Currygewürzes. Das Gericht war nur ganz leicht scharf abgeschmeckt, und die Kartoffeln und das Gemüse ergänzten das Ganze wirklich gut! Mein Gericht musste erst mal zeigen, ob es da mithalten konnte. PHAD THAI vom Spessart Hirsch war das Angebot der Karte, dem ich nicht widerstehen konnte. Hirsch Steak, Erdnusskruste, gebratene Nudeln, Sprossen, Rührei verkündete die Karte als weitere Zutaten. Ich bin nicht so bewandert in der Thaiküche, aber soviel ich weiß, ist Phad Thai das Nationalgericht in Thailand, vielleicht sowas wie bei uns Currywurst mit Pommes Schranke. Hauptzutaten sind Reisnudeln, Fischsauce, Eier, Korianderblättchen, Limette und Frühlingszwiebeln soviel ich weiß. Ich hoffte, dass das in Kombination mit einem guten Stück Wildfleisch eine gutes Gericht ergeben würde. Und dem war so, a part noch Crunch durch geröstet und gemörserte Erdnüsse und weitere Aromen durch eine süß-saure Sauce, war das wirklich ein tolles Gericht. Der Riesling hielt nicht durch bis zum Ende der Hauptgänge, dass hatten wir schon geahnt und die junge Servicedame erfreuten wir sichtlich mit einer parallel zum Riesling bestellten zweiten Flasche. Tief in der Weinkarte versteckt fand sich ein wirkliches Schätzchen aus dem Burgund, Jahrgang 2011!
Manchmal muss man einfach Glück haben im Leben und diesen Moment erkennen und zugreifen, für Schnäppchenhafte 49 Euro atmete der 2011er Chablis „Grand Régnard“ Chardonnay der Domaine Régnard
aus dem Chablis dem Ende des Rieslings entgegen! Und bescherte uns wahrhaft genussvolle Momente als Begleitung zum Essen. Unser augenscheinliches Seligsein veranlasste unsere Nachbartische zu Fragen nach dem Grund dieses Glücks. Auch hier entspannten sich Gespräche über Essen, Trinken und Genuss. Unsere Servicedame wurde für ihre tadellose Arbeit über den Abend belohnt und durfte auch verkosten (ein kleines Glas!), danach waren Frau und Herr Carsten1972 und der Service eine eingeschworene Gemeinschaft! Der Wein begleitete auch unser geteiltes Dessert.
Gemeinsam genossen wir als Abschluss eines unerwartet wunderbaren Menüs Sticky Rice "Chefs Style" mit Cocos Panna Cotta und Mango. Klebereis macht seinem Namen alle Ehre, man ist satt danach, da geht einfach nichts mehr.
Die Küche hatte uns wirklich Überrascht, in Erwartung einer Woche Landgasthaus Küche waren wir in den Spessart gekommen, und vor und nach diesem Abend war das auch so. Umso schöner war diese Überraschung an unserem Hochzeitstag mit einer kreativen, internationalen Küche in Heigenbrücken. Nicht minder lobend erwähnt werden muss unsere junge Service Dame. Zu Beginn noch etwas distanziert taute sie mit zunehmender Dauer des Abends auf, und mit Freude auf beiden Seiten konnte sie zeigen, was sie in ihrer Ausbildung gelernt hatte und das Kunden das explizit honorieren, wenn sie es denn bemerken. Das hat wirklich Spaß gemacht, so einen guten Service genießen zu können.
Der letzte Absatz war damit quasi auch mein Fazit! Nicht so schöne Überraschung am Beginn unseres Abends in Heikgenbrücken, die uns aber dafür einen explizit mit Genuss gesegneten Abend in der Villa Marburg bescherte! Absolute Empfehlung von Frau und Herr Carsten1972 für dieses Restaurant.
Eselswegwanderung von Nord nach Süd, meine Frau und ich hatten die dritte Etappe von Flörsbach(tal) nach Heigenbrücken hinter uns gebracht, weitere 25 Kilometer durch den wirklich einsamen Spessart, nur Pilz-Sucher waren mit uns im Wald. Wir bedauerten es sehr, dass wir die schieren Mengen an wunderschönen Steinpilzen nicht sammeln konnten. Aber dafür war (noch) kein Platz im Rucksack. Unser Zimmer hatten wir uns in Heigenbrücken im Hotel Hochspessart reserviert, weil mir die "slow Food" Küche gefallen hatte, und auch ein... mehr lesen
Villa Marburg Restaurant Culinaricum
Villa Marburg Restaurant Culinaricum€-€€€Restaurant, Bar, Weinstube, Hotel06020-979990Werner-Wenzel-Str. 1, 63869 Heigenbrücken
4.5 stars -
"Thai style im tiefsten Spessart" Carsten1972Eselswegwanderung von Nord nach Süd, meine Frau und ich hatten die dritte Etappe von Flörsbach(tal) nach Heigenbrücken hinter uns gebracht, weitere 25 Kilometer durch den wirklich einsamen Spessart, nur Pilz-Sucher waren mit uns im Wald. Wir bedauerten es sehr, dass wir die schieren Mengen an wunderschönen Steinpilzen nicht sammeln konnten. Aber dafür war (noch) kein Platz im Rucksack. Unser Zimmer hatten wir uns in Heigenbrücken im Hotel Hochspessart reserviert, weil mir die "slow Food" Küche gefallen hatte, und auch ein
Geschrieben am 19.10.2022 2022-10-19| Aktualisiert am
19.10.2022
Besucht am 03.10.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Etappe 2 auf dem Eselsweg durch den Spessart führte meine Frau und mich von Mernes nach oder besser ins Flörsbachtal. Ein kleiner Ort, direkt an der Landesgrenze von Hessen und Bayern. Nicht so viel los da, der Flörsbacher Hof ist der letzte gastronomische Betrieb im Ort und wir waren froh, dass wir dort eine Übernachtung reservieren konnten. Die Kommunikation war nicht so ganz einfach, und ein bisschen hatte ich Magengrummeln, als wir nach etwas über 20 Kilometern vom Eselsweg in den Ort abbogen und uns den Weg zum Flörsbacher Hof suchten. Sollte es Probleme geben mit der Reservierung, dann hätten wir ein Problem in diesem kleinem Ort.
Aber schließlich standen wir vor dem Gasthaus und Hotel und fanden es geöffnet vor, sehr schön. Das war schon mal eine Erleichterung für mich am späten Nachmittag des 3. Oktober 2022. Wir gingen hinein, um uns einzuchecken und eine junge Dame nahm uns in Empfang. Die hatte den Schalk im Nacken, denn auf meine Aussage, dass wir ein Zimmer reserviert hätten, war ihre Antwort: "Zimmer? Wir vermieten keine Zimmer!" Das hob den Blutdruck noch mal an, bis sie schallend anfing zu lachen. Wir lachten mit und alles war gut. Die Zimmer sind in einem sehr ordentlichen Zustand und perfekt für Wanderer geeignet. Unser Tisch fürs Abendessen war notiert, und wir hatten Zeit noch ein Stück hausgebackenen Kuchen bei gutem Wetter auf der Terrasse zu genießen.
Dort musste ich mir eingestehen, dass ich mir umsonst Sorgen gemacht hatte, wir hatten augenscheinlich einen sehr schönen Ort für Übernachtung und Einkehr gefunden. Der Blick von der Terrasse ist auch im Herbst wunderschön.
Der Flörsbacher Hof ist nicht nur Hotel und rustikaler Gasthof. Man betreibt auch einen regen Handel mit Wilderzeugnissen und weiteren Lebensmitteln. Der Chef ist augenscheinlich Jäger und verarbeitet seine Beute sowohl im Restaurant, und verkauft diese auch nach extern. An diesem Tisch fand sich bei unserem Abend eine leutselige niederrheinische Gastjägergruppe ein.
Unser Tisch war im Gastraum auf der linken Seite zur Terrasse hin. Eine Dame nahm uns im Empfang und geleitete uns hin. Der Gastraum war gut gefüllt am Abend des 3. Oktober 2022.
Die Karten wurden gereicht und wir schauten zuerst nach möglichen Getränkebestellungen. Hier fand sich dann zum ersten Mal ein Wein, der uns verleitete, von einer Bierorder abzusehen.
Sehr fair bepreist und natürlich immer ein guter Begleiter für jegliche Speisen. Bei den Vorspeisen fiel sofort etwas ins Auge. Die Küche fermentiert selber Forellen im Ganzen nach Matjes Art, also wird anstatt eines Herings eine Forelle in die Salzlake gelegt. War natürlich klar, dass wir das bestellen würden. Frau entschied sich für ein Tatar aus dem Forellenfilet. SpessARTjes Tatar mit grüner Sauce und hausgebackenem Brot nannte sich das dann. Das Brot hatte ein sehr interessantes Aroma, war sehr gut gebacken und passte perfekt zum Tatar.
Auch ich bediente mich bei meiner Wahl am Brot, für mich gab es ein Filet im Ganzen. Man kann das bestellen mit der oben schon genannten grünen Sauce, oder aber mit Preiselbeer-Senf und Schmand. Ich entschied mich für zweites, weil Frau schon die Sauce auf dem Teller hatte.
Das war ein Fehler im Nachhinein, nicht weil der Senf nicht schmeckte, aber er war viel zu intensiv für die sehr sanften Aromen des Fisches. Der ging regelrecht unter mit diesen Begleitern. Sonst aber war der Fisch ein wirklich ungewöhnlicher und guter Genuss, zumindest für Menschen die mit dem typischen Aroma von Matjes aufgewachsen sind. Schöner Start unseres Abendessens. Zu den Hauptgängen also, Frau nahm ein veganes Gericht, auch die gibt es auf der Karte. Vegane Bolognese mit Falafel und Curry Bulgur und begleitenden Salatteller war ihre Wahl. Auch ich entschied mich für ein vegetarisches Gericht, Bandnudeln mit Pilzen, Oliven und Parmesan, auch dazu ein separater Salat.
Beide Gerichte waren eine gute Wahl! Unerwartet bietet die Küche mit einem natürlich Fleischlastigen Angebot schöne vegane und vegetarische Alternativen, die uns gut geschmeckt hatten. Insbesondere die Bolo war gut gelungen, ich frage mich noch heute, ob da nicht Krause Glucke im Spiel war für Umami und Konsistenz. Wir schlossen das Abendessen zufrieden mit einem Espresso ab.
Die Damen im Service waren freundlich und zugewandt und wir fühlten uns auch unter diesem Aspekt gut aufgehoben im Flörsbacher Hof.
Kann ich also zum Fazit kommen. Ich hatte etwas Magengrummeln vorher und deswegen nicht so hohe Erwartungen an diese Übernachtung und das Abendessen. So kann man sich irren, stattdessen waren wir in einem einfachen Landgasthof gelandet, der unter dieser Prämisse eine wirklich kreative und abwechslungsreiche Küche anbietet. Das war wirklich ein schöne Einkehr. Klare Empfehlung für den Flörsbacher Hof.
Etappe 2 auf dem Eselsweg durch den Spessart führte meine Frau und mich von Mernes nach oder besser ins Flörsbachtal. Ein kleiner Ort, direkt an der Landesgrenze von Hessen und Bayern. Nicht so viel los da, der Flörsbacher Hof ist der letzte gastronomische Betrieb im Ort und wir waren froh, dass wir dort eine Übernachtung reservieren konnten. Die Kommunikation war nicht so ganz einfach, und ein bisschen hatte ich Magengrummeln, als wir nach etwas über 20 Kilometern vom Eselsweg in... mehr lesen
4.0 stars -
"Unerwartet schöne Etappenunterkunft" Carsten1972Etappe 2 auf dem Eselsweg durch den Spessart führte meine Frau und mich von Mernes nach oder besser ins Flörsbachtal. Ein kleiner Ort, direkt an der Landesgrenze von Hessen und Bayern. Nicht so viel los da, der Flörsbacher Hof ist der letzte gastronomische Betrieb im Ort und wir waren froh, dass wir dort eine Übernachtung reservieren konnten. Die Kommunikation war nicht so ganz einfach, und ein bisschen hatte ich Magengrummeln, als wir nach etwas über 20 Kilometern vom Eselsweg in
Geschrieben am 14.10.2022 2022-10-14| Aktualisiert am
15.10.2022
Besucht am 02.10.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 80 EUR
Tag eins der Wanderung auf dem Eselsweg durch den Spessart führte uns von Schlüchtern nach Mernes ins Jossatal. Nach etwas verregneten und trüben 25 Kilometern über eine an sich sehr ansehnliche und schöne erste Etappe hatten wir uns im Haus am Weinbach ein Zimmer für die Nacht reserviert. Frau Heimrich vermietet zwei sehr schöne Zimmer mit Frühstück an Wanderer im Souterrain ihres Hauses. Nur ein paar Meter entfernt findet sich das Gasthaus zum Jossatal, wo wir schon vorab (auf Anraten am Vorabend) einen Tisch reserviert hatten. Zum Glück, wie wir beim Eintreten in das Gasthaus feststellen konnten.
Es war gerammelt voll am Sonntagabend, dem zweiten Oktober 2022. Viele Familien und Paare nutzten den Abend vor dem Feiertag für ein Essen im Gasthaus. Wir bekamen aber auf Grund unserer Reservierung einen schönen Tisch im Hauptgastraum.
Eine Dame aus dem Service geleitete uns zum Tisch und wies uns unseren Tisch zu. Nachdem ich unsere Garderobe verstaut hatte, nahmen wir Platz. Die Karten wurden gereicht und dabei nach einem Getränkewunsch gefragt. Wir blieben beim Pils aus der Keiler Brauerei in Würzburg, das uns schon in Schlüchtern gut geschmeckt hatte. Die Karte war typisch Landgasthaus, mit einem echten Schwerpunkt für den Carnivor und Liebhaber deftiger Küche, ein paar wenige Alternativen fanden sich für den Vegetarier und noch weniger für den Veganer. Frau und Herr Carsten1972 sind aber Omnivoren und hatten 25 Kilometer Wanderung hinter sich. Die Karte war unsere für den Abend.
Vorweg wurden zwei Suppen bestellt.
und Schwäbische Hochzeitssuppe, Rinderkraftbrühe mit Gries- und Fleischklößchen, Eierstich, war ja klar, dass meine Frau als gebürtige Schwäbin bestellen würde. Sie war zufrieden mit ihrer Wahl. Für mich ein Gericht aus der herbstlichen Saisonkarte. Orangen-Kürbis-Cremesuppe mit rote Beete Chips hatte ich mir bestellt. Die Chips waren wohl ausgegangen, denn auf meiner Suppe fanden sich Croutons. Aber auch mit denen konnte ich eine schön fruchtig, mit Curry abgeschmeckte Kürbissuppe genießen. Der Auftakt hatte gefallen, für die Hauptgänge wählten wir aus der kurzen, aber zum Thema Herbst passend gestalteten Saisonkarte. Meine Frau entschied sich für ein Gulasch aus Wildfleisch. Dazu gehörte ein vorab servierter kleiner Salatteller.
Der schaute recht ordentlich aus, als Schwäbin vermisst sie natürlich den obligatorischen Anteil Kartoffelsalat auf dem Teller. Aber wir waren ja im Spessart, und da gibt es viel Wald und noch mehr Wild, überall sieht man im Herbst Jäger. Es macht also Sinn, hier eine Wildkarte im Herbst anzubieten und somit war die Wahl meiner Frau folgende. Saftgulasch vom Wild, mit frischem Wildragout, Preiselbeer-Birne und hausgemachten Knödel. Das war ein interessanter Anblick, und ein ziemlich groß dimensioniertes Gericht. Zum ersten vermuteten wie beide, dass ein klassisches Gulasch mit einem hellen Pilz-Wild Ragout kombiniert wurde. Dazu gab es wirklich gute Knödel. Zum zweiten war die Portionsgröße wie schon angesprochen an diesem Abend kein Problem für meine Frau. Mein Gericht bestand aus vier kleinen Tellern oder Schüsseln.
und
und
und
und nannte sich Tapas vom Wild. Ein Schüsselchen enthielt schon oben erwähntes Saftgulasch, ein zweites Hackbällchen vom Wild, ich vermute da Wildschweinfleisch. Drauf war ein Preiselbeer-Frischkäse, drunter eine klassische dunkle Bratenjus. Als Beilagen gab es geschmorten Kohlrabi, sowie ein Süßkartoffelpüree. Insgesamt auch eine recht üppige Portion, aber auch für mich an diesem Abend kein Problem. Sogar ein Dessert ging noch, eine Portion (die letzte laut Service) vom Dessert der Saisonkarte.
Zusammen schafften wir auch diese kleine Portion vom hessischen Apfel-Zimt-Tiramisu. Das war eine recht freie Interpretation vom italienischen Klassiker. Unten ein süßer Hefeteigboden, darüber geschmorrte Apfelstücke, wie ein Kompott anmutend, kräftig mit Zimt und Nelke gewürzt, darüber ein Schmand, noch mal mit Zimtzucker. Das war lecker, aber danach ging auch nichts mehr, dass Bett rief.
Die Damen im Service kümmerten sich trotz des großen Gästeandrangs sehr gut um uns. Da gab es keine Klagen.
Kann ich also zum Fazit kommen. Das Gasthaus Zum Jossatal ist ein klassischer Landgasthof. Liebhaber kreativer, moderner Küche, Vegetarier oder Veganer werden hier nur eingeschränkt glücklich. Will man aber wieder in den Geschmackswelten von "Oma" schwelgen, dann kehrt man hier ein. Dann ist das hier wirklich
Tag eins der Wanderung auf dem Eselsweg durch den Spessart führte uns von Schlüchtern nach Mernes ins Jossatal. Nach etwas verregneten und trüben 25 Kilometern über eine an sich sehr ansehnliche und schöne erste Etappe hatten wir uns im Haus am Weinbach ein Zimmer für die Nacht reserviert. Frau Heimrich vermietet zwei sehr schöne Zimmer mit Frühstück an Wanderer im Souterrain ihres Hauses. Nur ein paar Meter entfernt findet sich das Gasthaus zum Jossatal, wo wir schon vorab (auf Anraten... mehr lesen
Gasthaus Zum Jossatal
Gasthaus Zum Jossatal€-€€€Restaurant, Gasthaus, Biergarten, Ausflugsziel066601376Salmünsterer Str. 15, 63628 Bad Soden-Salmünster
4.0 stars -
"Durch den Spessart ins Jossatal" Carsten1972Tag eins der Wanderung auf dem Eselsweg durch den Spessart führte uns von Schlüchtern nach Mernes ins Jossatal. Nach etwas verregneten und trüben 25 Kilometern über eine an sich sehr ansehnliche und schöne erste Etappe hatten wir uns im Haus am Weinbach ein Zimmer für die Nacht reserviert. Frau Heimrich vermietet zwei sehr schöne Zimmer mit Frühstück an Wanderer im Souterrain ihres Hauses. Nur ein paar Meter entfernt findet sich das Gasthaus zum Jossatal, wo wir schon vorab (auf Anraten
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Es stand also eine Übernachtung an für den Wochenendausklang. Ich ließ meine automatische Beifahrerin was vorschlagen, und auf dem Display erschien das Flair Hotel zum Benediktiner in Schwarzach am Main, nur 3 Kilometer weg von der A3. Perfekt gelegen, mein Auto stellte mich durch an die Rezeption, Zimmer war verfügbar und Restaurant geöffnet. Prima, ich buchte das irgendwo auf der Landesgrenze zwischen Hessen und Bayern auf der A7. 100 Kilometer später parkte ich mein Auto vor dem Hotel. Das Gebäude selber ist etwas Retro in den Achtzigern hängen geblieben, aber mein Zimmer war ansehnlich modernisiert und für den aufgerufenen Preis war das vollkommen in Ordnung.
Das Hotel liegt hinter dem eigentlichen Gasthaus an der Schweinfurter Straße direkt gegenüber vom Kloster Schwarzach. Ich hatte mir gleich einen Tisch mit reservieren lassen und stand nun nach einem kurzen Fußweg vor dem Eingang.
Draußen war ungemütlich und dunkel, typisches Novemberwetter. Ein junger Mann erwartete mich im Eingangsbereich und meine Reservierung war schnell gefunden. Er wandte sich nach rechts und begleitete mich in den Gastraum. Schon draußen war zu sehen, das war ein altes (Gast)haus! Drinnen war der Eindruck genauso, alles atmete lange Historie.
Ein Tisch fand sich für mich, ich setzte mich und der junge Mann reichte mir die Karten (einsehbar auf der HP) und ließ mir Zeit, mir einen Eindruck vom Angebot zu verschaffen. So nah bei Volkach gab es natürlich viele fränkische Weine, aber mir Stand der Sinn nach Bier. Ein trübes Kellerbier sollte den Durst stillen.
Dann sah ich mir das Angebot an Speisen an. Vielleicht 25 Gerichte im Ganzen, da sollte sich was finden lassen. Die Order für die Vorspeise stand sehr schnell fest. Eine Suppe sollte das Abendessen eröffnen.
Steinpilzcremesuppe mit frischen Kräutern fand meine Aufmerksamkeit und eine heiße Suppe war mir an diesem Abend höchst willkommen. Der Gastraum hätte durchaus ein wenig mehr geheizt sein dürfen. Beim Servieren war mein erster Gedanken "Mist, wieder vergessen, die Sahne abzubestellen......". Ich finde so einen Klecks Sahne oben auf einer Suppe nicht so verlockend. Aber beim Probieren musste ich anerkennen, so schlecht war das bei dieser Suppe dann doch nicht. Die Suppe hatte ein durchdringendes Umami durch die Pilze und einen intensiven Fonds. Die Sahne war doch ein sinnvolles Gegengewicht. Im Ganzen eine wirklich gute Suppe, wenn auch mit ordentlichem Sattmach-Faktor. Und eigentlich keine gute Vorspeise hierzu, dachte ich danach......
Unser ofenfrisches Schäufele dazu Kartoffelkloß und Krautsalat hatte mich zur Bestellung verführt und vorrätig war es auch noch. Nach angemessener Wartezeit kam ein Trumm von Schäufele an den Tisch, mit einer kräftig nach Kümmel duftenden Sauce. Dazu noch zwei Klöße daneben. Bedächtig machte ich mich an die Aufgabe den Teller zu leeren. Das Fleisch fiel Knochen, den konnte ich quasi raus ziehen aus dem Fleischstück. Oben drauf ein krachende Kruste! Das hat man durch den ganzen Gastraum hören können, dachte ich mir, als ich die verzehrte. Großartig die dunkle Jus mit den Klößen, ein geiles (Verzeihung!) Schmorgericht vom Schwein!
Und zu diesem wirklich üppigen Teller noch ein Krautsalat, der ebenso intensiv nach Kümmel duftete. Ich musste zum Schluss wirklich kämpfen, um die beiden Teller zu leeren. Auch über das Hauptgericht war ich sehr erfreut. Zu diesem Teller begleitete mich ein dunkles Export der gleichen Brauerei.
Dann war ich fertig, fix und fertig sozusagen, mehr Essen ging nicht mehr! Der junge Mann versah den Service alleine, bekam das aber gut hin bei einer überschaubaren Gästeschar. Ich war zufrieden und konnte meine Rechnung per Karte bezahlen.
Also mal zum Fazit dieser Einkehr. Fränkisches Gasthaus mit Tradition und guter fränkischer Küche. Komme ich noch mal wieder, wird der halbe gebackene Karpfen probiert. Klare Empfehlung für eine Einkehr!