Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und freue mich dann immer, wenn mir die Auswahl von Restaurants durch informative Kritiken erleichtert wird. Umgekehrt gebe ich meine Erfahrungen auch sehr gerne weiter.
Einige wenige meiner bisherigen Kritiken, die ältesten, stammen originär noch aus RK, aber nach dessen Verkauf an Yelp suche ich hier ein neues "Zuhause".
Zu meinen Bewertungskriterien ein kurzes Wort. Ich bin Relativbewerter, auch ein gut geführter Imbiss kann mal 4 Punkte bekommen, ebenso wie ein Sternerestaurant, es muss dem jeweiligen Anspruch entsprechen!
4 bis 5 Punkte bedeuten für mich, das das Restaurant seinen und meinen Anspruch erfüllt hat bei meinen Besuch. 3 Punkte bedeutet, gewissen Defizite in einzelnen Aspekten. Darunter bedeutet eine Bewertung erhebliche Mängel bei meinem Besuch.
Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 504 Bewertungen 769947x gelesen 14899x "Hilfreich" 14158x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 24.02.2023 2023-02-24| Aktualisiert am
24.02.2023
Besucht am 11.02.2023Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Um mal ein bekanntes Sprichwort abzuwandeln. Ich war in Schwiegervadders gastronomischem Zuhause! Ist aber auch das von meiner Schwiegermudder. Wenn man ihnen die Wahl lässt, kann man sein Schwiegersohn Erbe darauf verwetten, die wollen ins Rössle, Forellen essen! So war denn das Rössle unser Ziel, als meine Frau und ich die Beiden anlässlich des Geburtstags vom Vater meiner Frau zu einem Essen einluden. Per PKW ging es also von Pfullingen die B313 bis nach Lichtenstein, spektakulär liegt über dem Rössle oben am Albtrauf das Schloss Lichtenstein ein paar Etagen über dem Ort.
Punkt 18 Uhr bog der Schwiegersohn, er hatte den Fahrdienst übernommen, auch zurück, auf den Parkplatz. So bleibt eine ausführliche Weinbeschreibung dem Leser bei dieser Rezension erspart. Für mich nur alkoholfreies Bier! Punkt 18 Uhr, weil das der absolut späteste Zeitpunkt ist, an dem Schwiegereltern außerhäusig essen gehen. Der Südeuropäer hat da grade seinen Lunch beendet! Aber kenn ich schon, ich esse dann über Tag einfach nichts. Hinter dem Eingang eine zentrale Ankunftskontrolle, keiner geht einfach so in den Gastraum!
Der ist riesig, wir saßen im schön gestalteten Wintergarten, weiter zur Straß folgen noch die rustikalere Gaststube und weitere Räume, und es war schon ordentlich was los! Das Rössle ist bekannt und beliebt für zwei Dinge, zum einen Forellen in allen Variationen, selber gezüchtet, und Rahmkartoffeln. Für weitere Info verweise ich auf die HP. Unser Tisch im Wintergarten wurde uns gezeigt.
Wir nahmen Platz, Garderobe trug der Schwiegersohn zum Haken, und die Karten wurden gereicht. Die lassen sich auf der HP einsehen. War schon ziemlich klar, dass Essen würde sich auf Forellen konzentrieren. Vorweg für die beiden Senioren am Tisch wie immer eine Suppe, Cremesuppe von Karotte und Ingwer für die Mama und schwäbische Festtagssuppe (mit Flädle und Mauldäschle) für den Vater. Während dort die lobend erwähnten Suppen geschlürft wurden, hatten meine Frau und ich das hier bestellt. Rote Beete gebeiztes Lachsforellentatar mit Limetten-Mayo, eingemachtem Apfel und Sprossen war unser beide Order an den Service. Unten drunter fruchtige Säure von den Apfelscheiben, darüber ein Forellentatar, dass von den Beeten so rot wie ein Rindertatar gefärbt worden war. Das Tatar selber war nicht großartig abseits von Salz und Pfeffer gewürzt, aber zusammen mit der Mayo war das eine gute Kombi. Einzig das hier muss bei einem Restaurant mit dem Anspruch und der Güte vom Rössle nicht sein.
Warum wird so ein grauenhaftes Aufback-Brot serviert? Es gibt so großartige Bäcker auf und an der Alb! Immer gehen Produkte der Bäckereien Berger und BeckaBeck (wird wirklich so geschrieben) mit auf die Heimreise nach Rheine. Da kann man sich doch so eine kulinarische Sünde sparen! Brot wurde komplett boykottiert! Zum Hauptgang gab es natürlich Forelle mit Rahmkartoffeln, ich sagte ja schon, dass muss sein hier im Rössle.
Ist im Grunde ein grober Stampf, der zur Veredelung viel Sahne abbekommt. Ich persönlich hätte gerne etwas mehr Salz und viel mehr Muskat am Stampf, aber das ist schon ein schlotziger Sattmacher! Man muss aufpassen, davon nicht zu viel zu essen, zumal die zentrale Schüssel auf dem Tisch für alle jederzeit auf Nachfrage wieder aufgefüllt wird. Dazu isst die Familie meiner Frau hier immer Fisch. Muddern und Vaddern hatten sich das hier bestellt, nein kein Schnitzel.
Die Karte nennt es paniertes Lachsforellenfilet mit hausgemachte Remouladensoße, glasiertem Gemüse UND Honauer Rahmkartoffeln! Neben der Optik vermittelt der reine Panadegeschmack (ich durfte kosten) natürlich viel vom Fleischklassiker. Wer gerne Fischstäbchen isst und nicht so gerne wirklich Fisch schmecken möchte, voila, dass sollte ihre Wahl sein. Nichts für meine Frau und mich, wir wollten die prächtige Qualität der direkt vor dem Zubereiten geschlachteten Fische schmecken. Der Service stellte diesen Teller vor meine Frau.
Beim auf der Haut gebratenen Saiblingsfilet nach Müllerin mit hausgemachte Kräuterbutter, glasiertem Gemüse UND Honauer Rahmkartoffeln gibt die Küche dann Gas und zeigt was sie kann. Durch die Produktqualität muss man mit dem Fisch nicht viel anstellen. Man passt einfach auf, dass er saftig gebraten wurde und versieht ihn mit schmackhaften Beilagen. Und macht meine Frau damit glücklich. Bleibt noch mein Hauptgericht, hier hatte die Küche weniger Arbeit.
Forelle im Ganzen für den Carsten, nämlich ganze gebratene Forelle mit Limetten-Cashew-Chimichurri UND Honauer Rahmkartoffeln. Man kann sich denken, warum ich das bestellt habe. Noch nie habe ich die südamerikanische sauer-scharfe Kräuter-Öl-Essig Paste zu einer gebratenen Forelle serviert bekommen, ich kenne die aber von Barbecues daheim, wo wir die selber anrühren zum 30 Tage dry aged Münsterländer Weiderind. Nun also das zu Fisch, sollte passen dachte ich bei mir und es passte super zum perfekt gebratenen Fisch! Lecker! Ich war satt und glücklich! Mutter und Tochter waren noch nicht satt und genossen noch Dessert.
und
Für Vaddern noch ein Pils, für mich ein Espresso, dann waren wir durch und auf dem Heimweg zurück nach Pfullingen!
Der Service passte nicht ganz an unserem Abend, das geht sehr viel konzentrierter, aber es mag daran gelegen haben, dass an unserem Abend eine sehr große Gesellschaft den Saal füllte. Damit Abzüge in der B-Note. Die A-Note bleibt auf hohem Niveau, die Küche kann was und hat das auch gezeigt. Übrigens auch bei Fleischgerichten, deren Zutaten man von hochwertigen Lieferanten bezieht, siehe HP und Karte. Kann man immer wieder machen, so ein Essen im Rössle in Lichtenstein Honau.
Um mal ein bekanntes Sprichwort abzuwandeln. Ich war in Schwiegervadders gastronomischem Zuhause! Ist aber auch das von meiner Schwiegermudder. Wenn man ihnen die Wahl lässt, kann man sein Schwiegersohn Erbe darauf verwetten, die wollen ins Rössle, Forellen essen! So war denn das Rössle unser Ziel, als meine Frau und ich die Beiden anlässlich des Geburtstags vom Vater meiner Frau zu einem Essen einluden. Per PKW ging es also von Pfullingen die B313 bis nach Lichtenstein, spektakulär liegt über dem Rössle... mehr lesen
Restaurant im Hotel Forellenhof Rössle
Restaurant im Hotel Forellenhof Rössle€-€€€Restaurant, Hotel, Biergarten, Sternerestaurant, Ausflugsziel0712992970Heerstraße 20, 72805 Lichtenstein
4.0 stars -
"Fische bei die Pferde!" Carsten1972Um mal ein bekanntes Sprichwort abzuwandeln. Ich war in Schwiegervadders gastronomischem Zuhause! Ist aber auch das von meiner Schwiegermudder. Wenn man ihnen die Wahl lässt, kann man sein Schwiegersohn Erbe darauf verwetten, die wollen ins Rössle, Forellen essen! So war denn das Rössle unser Ziel, als meine Frau und ich die Beiden anlässlich des Geburtstags vom Vater meiner Frau zu einem Essen einluden. Per PKW ging es also von Pfullingen die B313 bis nach Lichtenstein, spektakulär liegt über dem Rössle
Geschrieben am 16.02.2023 2023-02-16| Aktualisiert am
16.02.2023
Besucht am 05.02.20232 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
....und wieder nicht in unserem Hotel. Wir hatten bereits am Anreise-Freitag zwei verheißungsvolle Frühstückgelegenheiten abseits des Frühstücksbuffet in unserem Hotel entdeckt und nach dem ersten schönen Frühstück am Samstag frühstückten meine Frau und ich auch am Abreisetag in der Lange Reihe in Hamburg Sankt Georg.
Für den Sonntagmorgen hatten wir einen Tisch im nicht weit von Le Parisien ( https://www.gastroguide.de/restaurant/278318/le-parisien/hamburg/bewertung/42520/ ) gelegenen Homely Hamburg reserviert.
Reservieren tut bitter not, etliche spontan eintretende potenzielle Gäste bekamen keinen Platz mehr im sehr kleinen Gastraum. Diese Art Übertag-Café mit einem Angebot für Frühstück, Lunch und Nachmittagskaffee scheint momentan zu boomen, noch weitere Cafés dieser Art fielen uns am Hamburg Wochenende auf. Wir freuen uns immer, wenn es ein Frühstücksangebot abseits von Buffet gibt, dass am Tisch serviert wird. Und das bietet das Homely an. Hier also ein kleiner optischer Rundgang durch das System Homely.
Der Gast bekommt eine Order Karte (analog zum ankreuzen mit einem Stift, keine AYCE Stil Tablet-App), und auf der stellt er sich sein Frühstück ganz nach Gusto zusammen. Das Angebot ist sehr verlockend, deckt von nordischem über deutsches bis zu mediterranem Frühstückszutaten alles ab. Es dauert etwas bis man eine Auswahl getroffen hat. Erstmal Kaffee und frischer Orangensaft.
Irgendwann braucht es dann Platz auf dem Tisch, wenn die Küche die ganzen Teller mit den gewählten Komponenten schickt.
Ein paar Komponenten auf einem Teller zusammen, für meine Frau dieser hier.
Für mich dieser hier, die hausgemachte Pastrami war klasse.
Dazu für meine Frau ein schlichtes Rührei und für mich ein mediterran abgeschmecktes.
und
Immer wird das alles begleitet von einem Brot und Brötchen Korb. Hier konnten wir problemlos die Brötchen abbestellen, dass Sauerteigbrot, dass serviert wird, war allemal besser als jedes Brötchen.
Fazit, nicht viel teurer als die Frühstücksbuffets in vielen Hotels, ohne das entsprechende Gewusel an Gästen und zerzausten Frühstückszutaten. Dafür aber frisch und nur das, was man mag! So ist uns Frühstück unendlich viel lieber. Klare Empfehlung auch für unsere letzte Einkehr in Hamburg im Februar 2023. Wir kommen gerne wieder, ins Homely, nach Sankt Georg und natürlich an die Perle an der Elbe, Hamburg!
....und wieder nicht in unserem Hotel. Wir hatten bereits am Anreise-Freitag zwei verheißungsvolle Frühstückgelegenheiten abseits des Frühstücksbuffet in unserem Hotel entdeckt und nach dem ersten schönen Frühstück am Samstag frühstückten meine Frau und ich auch am Abreisetag in der Lange Reihe in Hamburg Sankt Georg.
Für den Sonntagmorgen hatten wir einen Tisch im nicht weit von Le Parisien ( https://www.gastroguide.de/restaurant/278318/le-parisien/hamburg/bewertung/42520/ ) gelegenen Homely Hamburg reserviert.
Reservieren tut bitter not, etliche spontan eintretende potenzielle Gäste bekamen keinen Platz mehr im sehr kleinen Gastraum. Diese... mehr lesen
Café Homely Hamburg
Café Homely Hamburg€-€€€Bistro, Cafe04028003767Lange Reihe 47, 20099 Hamburg
4.0 stars -
"Hamburg, Tag drei, Frühstück zwei...." Carsten1972....und wieder nicht in unserem Hotel. Wir hatten bereits am Anreise-Freitag zwei verheißungsvolle Frühstückgelegenheiten abseits des Frühstücksbuffet in unserem Hotel entdeckt und nach dem ersten schönen Frühstück am Samstag frühstückten meine Frau und ich auch am Abreisetag in der Lange Reihe in Hamburg Sankt Georg.
Für den Sonntagmorgen hatten wir einen Tisch im nicht weit von Le Parisien ( https://www.gastroguide.de/restaurant/278318/le-parisien/hamburg/bewertung/42520/ ) gelegenen Homely Hamburg reserviert.
Reservieren tut bitter not, etliche spontan eintretende potenzielle Gäste bekamen keinen Platz mehr im sehr kleinen Gastraum. Diese
Geschrieben am 14.02.2023 2023-02-14| Aktualisiert am
14.02.2023
Besucht am 04.02.2023Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Auf ins Restaurant zwei am zweiten Abend des Wochenendbesuchs in Hamburg von meiner Frau und mir. Ich hatte es ja schon anklingen lassen, für den Samstagabend hatte ich mir für den zweiten gemeinsamen Restaurantbesuch mit unseren Freunden ein Restaurant gewünscht. Und trotzdem, dass die liebe Freundin aus Hamburg keinen Fisch und keine Meeresfrüchte mag, hatte sie sofort reagiert und in Sankt Pauli in der Nähe der Reeperbahn einen Tisch für uns vier in der XO Seafoodbar von Fabio Haebel reserviert. Ich konnte ihr gar nicht genug danken dafür, und ich freute mich wirklich sehr, vielleicht schon zu sehr, auf diesen Abend.
Verschiedene Berichte im WWW hatten mich sehr neugierig gemacht und seit Borgi die XO Seafoodbar hier eingetragen hatte, stand fest, hier geh ich essen bei meinem nächsten Hamburg Aufenthalt. Ich verweise auf diese Berichte und die HP für weitere Informationen. Das Konzept ist etwas unorthodox. Am liebsten sehen es Küche und Service, wenn man sich nach Lust und Laune durch die Karte arbeitet, immer wieder was bestellt, es sich am Tisch teilt und aufhört, wenn man gesättigt ist. Das war in unserem Fall etwas schwierig, denn die Freundin leidet unter einer Zöliakie, und muss demzufolge sehr genau aufpassen, was sie zu sich nimmt. Das macht Vorbereitung bei den Restaurantbesuchen nötig. Und es verhindert, dass man sich spontan innerhalb der Tischgemeinschaft durch die Karte bestellt, denn so kann es sein, dass dieses Verfahren fatale Folgen für die Freundin hat. Mit diesen Prämissen standen wir dann um 19 Uhr vor der Tür der XO Seafoodbar.
Das Team der XO Bar war aber gut vorbereitet, nachdem wir uns angemeldet hatten, wurde die Vorwarnung unserer Freundin sofort zugeordnet und sie bekam Auskunft, das die Küche Alternativen für sie in petto hätte. Das war schon mal ein guter Einstand. Diese hervorragende Reaktion des Teams gibt ja auch dem betreffenden Gast die Sicherheit, dass er sich keine größeren Sorgen machen muss, die richtigen Lebensmittel aufgetischt zu bekommen. Unser Tisch vorne im Raum am Fenster zur Straße wurde uns gezeigt.
Bin ich wieder da, werde ich um einen Tisch im rückwärtigen Bereich bitten, zumindest im Winterhalbjahr, wenn die großen Fenster nicht zur Straße geöffnet sind. Der Platz mit der Tür im Rücken ist etwas zu ungemütlich, aber wir waren neue Kunden und da war schon klar, dass wir nicht die Stammgastpläze bekommen würden. Die Karten kamen an den Tisch und ein junger Herr erklärte etwas sehr fahrig das "System" XO, siehe oben. Um es der Freundin einfacher zu machen, einigten wir aber auf eine recht konventionelle Speisenfolge in drei Gängen, bei der ihrer jeweils auf ihre Unverträglichkeit Rücksicht nahm. Ein kleines Extra nahm ich mir, ich wollte ein paar Austern vor dem ersten Gang zusätzlich serviert bekommen. Die fahrige Art des Services begann mich während des Bestellens von Speisen und Getränken doch etwas zu nerven. So richtig wohl fühlte ich mich nicht. Und nachdem unsere Tischrunde bestellt hatte, begann mein persönlicher Fehlstart mit und in der XO Seafoodbar. Die Vorspeisen wurden serviert, und mein Wunsch nach den vorab servierten Austern war perdu! So stand nicht nur das hier vor mir. Crudo of the night nannte es sich und wurde in der Karte mit "catch of the day mit Fenchel und Fermente-Vinaigrette" beschrieben. Keine Ahnung was das bedeuten sollte, jedenfalls war es eine Art Cevice mit fruchtigen Aromen in der Vinaigrette. Und wenn es ich richtig erinnere, war der Fisch ein Streifenbarsch nach Auskunft unseres nervösen Servicemannes. Da fehlten meine Austern noch, und als diese serviert wurden, fragte ich mal etwas deutlicher nach den vor 20 Minuten notierten Wünschen gewisser Gäste an unserem Tisch.
Diesen Teller absetzend erfolgte ein verbales Achselzucken und weg war er......grrrr! Ich hatte ein paar Minuten nicht die Muße, die beiden wirklich guten Teller vor mir wirklich zu würdigen. Die Ceviche war gut gelungen, nicht klassisch mit einer "leche de tigre", aber auch hier kalte Eiweißumwandlung durch Säure, mit einer guten Portion Fruchtigkeit, lecker! Das, laut Karte, Trio von der Wattauster, konnte ebenso mit den 3 sehr gut gelungenen Toppings überzeugen. Im Detail stellte sich das so dar, Nummer 1.
Nummer 2
und Nummer 3
Das hatte mir wirklich gut geschmeckt, litt aber darunter, dass ich gemütsmäßig ein wenig abdampfen musste! Der Herr mir gegenüber ließ sich Sprotten auf Röstbrot schmecken.
Ebenso die Vorspeise, die die Küche extra für die liebe Freundin vorgesehen hatte, kam gut an. Auch wenn unser Start in der Beziehung mit dem Service der XO Seafoodbar doch etwas heftig misslingen war, die Küche trumpfte groß auf! Zwischen den Gängen wurde über Wein diskutiert und warum am Nachbartisch Zalto Gläser aufgefahren worden waren, und wir die bestellten Rieslinge und Burgunder aus wirklich klobigsten Billiggläsern trinken mussten. Machte es alles nicht besser, dass Verhältnis von Carsten1972 und dem jungen Service-Mann. Erst mit der längeren Diskussion über die Qualität der Weine in der für fast alle vorzeigbaren Weinkarte (gewisse 3 Sterne Kulinarik-Reporter aus HH mal davon ausgenommen) wurde der Umgang mit uns engagierter und man gestand uns ein echtes Interesse am Haus und seinen Protagonisten zu! Geht doch, hätte aber wirklich nicht dieses Fehlstarts bedurft! Jetzt durften mit einem sehr feinem weißen Wein aus dem Burgund auch die Hauptgerichte kommen. Frau verlangte es nach Pasta.
Sie ließ sich ebenso wie der zweite Herr am Tisch Pasta Krabbe a la Chitarra schmecken, ich habe keine Klagen darüber vernommen. Die Frau mir gegenüber wurde wieder vegetarisch versorgt und war äußerst angetan von ihrem Teller, von dem ich leider nicht mehr weiß, was es war.
Für mich ein Gericht aus einer Hauptzutat, die man leider (außer in guten portugiesischen Restaurants) fast nie frisch bekommt. Bisher habe ich die in ordentlicher Qualität nur bei der Fischhändlerin meines Vertrauens auf dem Wochenmarkt in Rheine oder Münster bekommen und immer selber zubereitet. Schwertmuscheln nun einmal in einem Restaurant bekommen zu können, war also unwiderstehlich. Schwertmuscheln vom Grill mit Austernpilzen und Chimichuri hatte ich mir geordert, dazu gab es frisches gutes Brot! Geiler Teller, sorry, dass war wirklich klasse! Selbst ein wenig Sand in den Muscheln konnte den Genuss nicht trüben. Die Pilze brachten Umami auf den Teller, die mexikanische Sauce fruchtige Schärfe. Das Brot ergänzte perfekt. Ich war sehr glücklich über meine Wahl. Dessert ging noch bei allen am Tisch, für mich gab es weißes Schokoladenmousse mit Mandarinensorbet und Schokoladencrumble.
Dann waren wir durch und ein wenig ratlos im Resümee unseres Abends. Das spiegelt sich auch in meinem Bericht über diesen wieder! Einerseits bekamen wir tolle Meeresfrüchte- und Fischküche serviert, andrerseits gab sich der Service zumindest am Anfang große Mühe uns Unbehagen zu bereiten. Ein Teil dieser Probleme ist sicher dem Fakt geschuldet, dass wir wegen der nötigen Sonderwünsche an einen Teil der Speisen das eigentlich schöne Konzept der XO Bar etwas sprengten. Zweitens war da auch eine anfänglich etwas überhebliche Art des Umgangs mit neuen Gästen, die sich aber legte, als etwas engagierter vorgesprochen wurde. Ich würde aber trotzdem noch mal gerne hin, aber dann mit Tischgenossen, die Fisch und Meeresfrüchten ebenso hemmungslos verfallen sind wie ich! Ich wüsste schon, wer das sein könnte.......
Zum Schluss noch ein lieber Dank an Sarah! Sollest du dies je lesen, danke, dass du es ausgehalten hast, mich in dieses Restaurant zu begleiten, in dass du ja selber nie einkehren würdest! Das war sehr lieb und voller Rücksicht auf den Carsten und seine etwas zu große Euphorie für die XO Safoodbar!
Auf ins Restaurant zwei am zweiten Abend des Wochenendbesuchs in Hamburg von meiner Frau und mir. Ich hatte es ja schon anklingen lassen, für den Samstagabend hatte ich mir für den zweiten gemeinsamen Restaurantbesuch mit unseren Freunden ein Restaurant gewünscht. Und trotzdem, dass die liebe Freundin aus Hamburg keinen Fisch und keine Meeresfrüchte mag, hatte sie sofort reagiert und in Sankt Pauli in der Nähe der Reeperbahn einen Tisch für uns vier in der XO Seafoodbar von Fabio Haebel reserviert.... mehr lesen
XO Seafoodbar
XO Seafoodbar€-€€€Bistro, Bar015172423046Paul-Roosen-Straße 22, 22767 Hamburg
3.5 stars -
"Hamburg, Tag zwei, Restaurant zwei......" Carsten1972Auf ins Restaurant zwei am zweiten Abend des Wochenendbesuchs in Hamburg von meiner Frau und mir. Ich hatte es ja schon anklingen lassen, für den Samstagabend hatte ich mir für den zweiten gemeinsamen Restaurantbesuch mit unseren Freunden ein Restaurant gewünscht. Und trotzdem, dass die liebe Freundin aus Hamburg keinen Fisch und keine Meeresfrüchte mag, hatte sie sofort reagiert und in Sankt Pauli in der Nähe der Reeperbahn einen Tisch für uns vier in der XO Seafoodbar von Fabio Haebel reserviert.
Geschrieben am 13.02.2023 2023-02-13| Aktualisiert am
14.02.2023
Besucht am 04.02.2023Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Der Samstag unseres Hamburg-Wochenendes wurde genutzt für eine lange Tour durch die Stadtteile Sankt Georg, Winterhude und Innenstadt. Wer Samstagvormittag in Winterhude sein sollte, dem sei ein Besuch des Wochenmarktes entlang des Goldbekufers dringend empfohlen. Von dort ging es dann, Frau war in Shoppinglaune, entlang Mühlenkamp und Hofweg in die Innenstadt. Und weil Frau in Shoppinglaune war, trug und ertrug Mann eine zunehmende Anzahl an Erwerbungen aller Art für seine Liebste. Die Tour endete dann im Alsterhaus, und zum Glück beendete abnehmende Liquidität auf dem Konto und zunehmender Hunger bei uns beiden die ausgedehnte Tour.
Eine Kleinigkeit zum Mittag sollte es sein, Abends stand noch ein hoffentlich erfreuliches Abendessen an. Wir waren ja im Alsterhaus, also mal hoch in die oberste Etage und schauen, was sich dort so getan hatte seit unserem letzten Aufenthalt 2015. Wer uns kennt, weiß es schon, sehen wir sowas, bleiben wir stehen und schauen uns an.
Diese Kühltheke gehört zur Prunier Seafood Bar im Alsterhaus. Rund um die Theke gab es Plätze mit hohen Stühlen, ein kleiner Bereich wird gefüllt mit Tischen und Stühlen. Die Speisekarte lag am Gang aus, viel mit Bezug natürlich auf die beiden bekanntesten Produkte von Prunier, Kaviar und Balik-Lachs. Jetzt ist Kaviar nicht so das Ding von meiner Frau und mir, aber alles weitere im Angebot dort schon. Also fragten wir nach einem Platz und es fand sich noch was an der Theke.
Da sitzt man sehr angenehm, kommt mit den Sitznachbarn ins Gespräch und schaut dem Team beim Zubereiten von verschiedenen Meeresfrüchten zu. Zu Kaviar und Lachs gesellen sich Austern in sehr vielen Qualitäten, Fischsuppe, Räucherwaren, Muscheln, Hummer, Krabben, Krebse, es sollte sich was finden für jeden. Natürlich will man seine Hauptprodukte an Frau/ Mann bringen und weißt diskret darauf hin.
Wir aber hatten fast schon wie abgesprochen eine andere Wahl getroffen. Ist ja schon ein bisschen Schicki-Micki hier oben im Alsterhaus und so kann man sich natürlich, wenn man möchte, exquisite Champagner bestellen. Taten wir aber nicht, für uns sollte es ein frischer, fruchtiger Spätburgunder Rose aus der Pfalz sein.
Bei der Weinauswahl geht natürlich auch sehr exquisit, aber es gibt auch sehr ordentliche offene Weine zu zivilisierten Preisen bis 8 EUR für ein Glas. Dazu noch Wasser und ordentliches Brot mit Butter. So warteten wir entspannt auf unsere erste Order.
Fischsuppe aus dem Prunier Angebot. Die kann man auch über den Onlineshop bestellen, wenn man es denn möchte. Zu Hause machen wir die aber selber. Hier in der Seafoodbar wurde uns eine dampfend heiße Suppe auf den Tresen serviert. Mit einer Einlage von Garnelen unten drin. Draußen war es bitterkalt, und so war die gut abgeschmeckte, intensive Fischsuppe ein perfekter Start in unser Mittagessen. Mit dem Brot, und einer kleinen Schale Sauce Rouille perfekt ergänzt. Durfte in Gang zwei gerne so gut weiter gehen. Auch hier hatten wir un-abgesprochen die gleiche Wahl getroffen.
Spanische Dosen-Sardinen, im Ganzen, auch vertrieben unter Prunier-Label. Mit einem dunklen Brot ergänzt, war das eine kleine, feine Hauptspeise. Die Sardinen waren Jahrgang 2020, also schon etwas gereift, was man auch schmeckte. Nur mit Olivenöl sind sie uns Beiden am liebsten, dann schmeckt man den Fisch. Auch dieser Gang ein einfacher, aber feiner Genuss. Zum Abschluss noch ein Espresso.
Und das war es dann mit einer entspannten und angenehmen Mittagseinkehr in die "Seafood Bar - Caviar House & Prunier Alsterhaus". Und wenn man sich ein wenig von den absoluten Luxusprodukten fern hält, wird es finanziell auch nicht der aller größte Aufwand. Etwas über 60 EUR für ein zweigängiges Mittagessen mit Wein, Wasser und Espresso im Alsterhaus sind für das gebotene absolut okay. Nimmt man Hummer, Kaviar und Balik-Lachs, wird es natürlich aufwendiger. War eine schöne Einkehr und wir kommen gerne wieder.
Der Samstag unseres Hamburg-Wochenendes wurde genutzt für eine lange Tour durch die Stadtteile Sankt Georg, Winterhude und Innenstadt. Wer Samstagvormittag in Winterhude sein sollte, dem sei ein Besuch des Wochenmarktes entlang des Goldbekufers dringend empfohlen. Von dort ging es dann, Frau war in Shoppinglaune, entlang Mühlenkamp und Hofweg in die Innenstadt. Und weil Frau in Shoppinglaune war, trug und ertrug Mann eine zunehmende Anzahl an Erwerbungen aller Art für seine Liebste. Die Tour endete dann im Alsterhaus, und zum Glück... mehr lesen
Caviar House & Prunier Seafood Bar
Caviar House & Prunier Seafood Bar€-€€€Restaurant, Bar04032509399Jungfernstieg 16-20, 20354 Hamburg
4.0 stars -
"Hamburg, Tag zwei, Mittagessen eins...." Carsten1972Der Samstag unseres Hamburg-Wochenendes wurde genutzt für eine lange Tour durch die Stadtteile Sankt Georg, Winterhude und Innenstadt. Wer Samstagvormittag in Winterhude sein sollte, dem sei ein Besuch des Wochenmarktes entlang des Goldbekufers dringend empfohlen. Von dort ging es dann, Frau war in Shoppinglaune, entlang Mühlenkamp und Hofweg in die Innenstadt. Und weil Frau in Shoppinglaune war, trug und ertrug Mann eine zunehmende Anzahl an Erwerbungen aller Art für seine Liebste. Die Tour endete dann im Alsterhaus, und zum Glück
Geschrieben am 07.02.2023 2023-02-07| Aktualisiert am
07.02.2023
Besucht am 04.02.20232 Personen
Auch wenn wir im Hotel "The George" in Hamburg St. Georg zwei angenehme Nächte verbrachten, so hatten meine Frau und ich auch hier wieder einmal kein Frühstück mit gebucht. Frühstücksbuffets in Hotels sind immer weniger unser Ding, erstens weil die Zutatenqualität doch mitunter wirklich beklagenswert ist, zweitens weil wir das Gewusel der Menschen auf dem Weg zum und vom Buffet immer weniger schätzen. Lieber ist uns ein am Tisch serviertes kleines Frühstück, ganz nach unseren Wünschen zusammen gestellt und das am besten noch im kleinen und intimen Ambiente eines Cafés.
So hatten wir auf dem Spaziergang durch Sankt Georg vor unserer Freitäglichen Einkehr ins Restaurant Cox mal entsprechend Ausschau gehalten und zwei Kandidaten für ein Frühstück nach unseren Vorlieben waren uns aufgefallen. Einen der beiden wählten wir für die samstägliche Einkehr aus, beim zweiten reservierten wir im Anschluss einen Tisch für den Sonntagmorgen, unserem Abreisetag. So standen wir also am Samstagmorgen um halb zehn vor diesem Fenster.
Drinnen eröffnete sich der Blick auf französische Backwaren und Patisserie Kunst. Unser Instinkt hatte uns gut angeleitet hier mal nach einem Tisch für uns Beide zu fragen.
Auch die herzhafte Frühstücksvorliebe wird mit fertig belegten oder auf Wunsch frisch mit Zutaten nach Gusto belegten Baguettes bedient.
Kommt man rein in den recht schmalen Laden passiert man erst mal oben gezeigte Theke und weiß sofort, dass wird echt schwer mit der Auswahl von Frühstückszutaten. Dann fragt nach einem Tisch beim jungen Herrn hinter der Theke, der noch alleine dort werkelte, später dann mit Verstärkung. Ist man so früh wie wir, dann kann man sich was aussuchen, ab zehn war es dann wirklich voll. Sich setzend bestaunt man das Ambiente.
Gemütlich im feudalen Kronleuchter-Look!
Die Karte wird gereicht, man kann sich da was aussuchen, war aber bei uns nur die Wahl der Getränke, die anderen Zutaten wurden nach Optik aus der Theke erwählt. Nach vorne kommen, fragen, was es gibt, und versuchen eine Wahl zu treffen. Café Creme in sehr guter Qualität, dazu frisch gepresster Orangensaft. Frau stand der Sinn nach Herzhaft! Vielleicht eine Folge von einem in der Bar des The George abgeschlossenen Vorabend mit Gin Tonic Konsum.....
Die Baguettes waren wirklich gut! Angeblich kommen die Zutaten aus Frankreich, kann stimmen oder nicht, aber backen kann der Bäcker, der diese Stangen produziert! Wirklich gut, darauf für meine Frau waren Ziegenkäse, Honig und Butter mit Thymian und dazu erstaunlicherweise Tomaten. Die hätte man auch weglassen können. Ich wollte süß frühstücken mit einer Zimtschnecke, brioche à la cannelle klingt natürlich viel besser.
Bevor ich fotografieren konnte langte mein nach herzhaft verlangendes Gegenüber zu und ließ mir nur die Mitte! Sorry, lieber Foto-Betracher. Dafür biss ich dann in ihr Baguette! Lecker war auch meine Zimtschnecke. Beide waren wir noch nicht satt und bestellten zu einem zweiten Kaffee noch eine Aprikosen-Tarte, Übersetzung ist hier verschwendeter Aufwand.
Genauso gut wie Gang eins und wir beide waren froh über unsere Wahl! Ein kleines Übertag-Café mit einem schönen Angebot für ein gepflegtes Frühstück und wer mag kann sich auch schon am frühen Morgen an der Patisserie Auslage vergreifen, wir haben uns nicht getraut, aber andere Gäste! Das passt insgesamt hier und bekommt von uns eine Frühstücks-Sonder-Empfehlung!
Auch wenn wir im Hotel "The George" in Hamburg St. Georg zwei angenehme Nächte verbrachten, so hatten meine Frau und ich auch hier wieder einmal kein Frühstück mit gebucht. Frühstücksbuffets in Hotels sind immer weniger unser Ding, erstens weil die Zutatenqualität doch mitunter wirklich beklagenswert ist, zweitens weil wir das Gewusel der Menschen auf dem Weg zum und vom Buffet immer weniger schätzen. Lieber ist uns ein am Tisch serviertes kleines Frühstück, ganz nach unseren Wünschen zusammen gestellt und das... mehr lesen
Café Le Parisien
Café Le Parisien€-€€€Cafe04065062107Lange Reihe 71, 20099 Hamburg
4.0 stars -
"Hamburg, Tag zwei, Frühstück eins...." Carsten1972Auch wenn wir im Hotel "The George" in Hamburg St. Georg zwei angenehme Nächte verbrachten, so hatten meine Frau und ich auch hier wieder einmal kein Frühstück mit gebucht. Frühstücksbuffets in Hotels sind immer weniger unser Ding, erstens weil die Zutatenqualität doch mitunter wirklich beklagenswert ist, zweitens weil wir das Gewusel der Menschen auf dem Weg zum und vom Buffet immer weniger schätzen. Lieber ist uns ein am Tisch serviertes kleines Frühstück, ganz nach unseren Wünschen zusammen gestellt und das
Geschrieben am 06.02.2023 2023-02-06| Aktualisiert am
07.02.2023
Besucht am 03.02.2023Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Carsten war wieder in Hamburg, es war mal wieder Zeit für einen Besuch. Frau und ich waren schon lange nicht mehr in der Stadt an der Elbe. Und weil nun ein befreundetes Pärchen seinen Lebensmittelpunkt von Rheine nach Hamburg verlegt hatte, beschlossen wir, wieder einmal ein Wochenende in Hamburg zu verbringen. So wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Freunde wieder sehen und die Metropole an der Elbe zu besuchen. Gesagt, getan, Zimmer gebucht im The George Hotel im Stadtteil Sankt Georg auf Empfehlung der Freunde. Unser langjähriges Hotel in Hamburg, das Park Hyatt im Levantehaus gibt es leider nicht mehr, sehr schade. Im The George kann man aber seine Hamburg Zeit als Gast der Stadt auch gut verbringen, wir haben uns dort wohl gefühlt. Und wer pralles Barleben mag, solle unbedingt die Bar vom The George besuchen, das lohnt sich!
Wir reisten mit der Bahn an, erstaunlicherweise an einem Freitag ohne jegliches Problem, mit oder besser trotz zweimaligen Umsteigens in OS und HB kamen wir pünktlich am späten Freitagnachmittag am Hauptbahnhof an. Das Hotel liegt in Sankt Georg am Ende der langen Reihe in Alsternähe. So waren es zu Fuß circa 15 Minuten vom Bahnhof ins Hotel. Einchecken war schnell erledigt und wir entledigten uns von unserem Gepäck im Zimmer.
Hamburg besuchen, bedeutet für mich auch immer zu schauen, was gibt es neues und spannendes in der vielfältigen kulinarischen Szene von Hamburg. Im Vorfeld, beim Organisieren der Reise und den Absprachen mit den Freunden war klar, es werden zwei Abende zu viert in Restaurants. Und für den Samstagabend nahm ich mir als Gruppenältester ein bisschen mein „Silberrücken“ Recht heraus und legte das Restaurant fest, Bericht folgt. Für den Freitag hielt ich mich demzufolge zurück und ließ die Freunde eine Wahl treffen. Der Tisch in jenem Restaurant war für 19 Uhr gebucht. Und so wandten wir uns nach einem kurzen Schietwedder Spaziergang durch Sankt Georgs trubliges MultiKulti Leben eben dem Restaurant Cox in der Langen Reihe zu, welches unsere Freunde für den Freitagabend auserkoren hatten.
Etwas zu früh, weil es eben wirklich ungemütlich war draußen, standen wir vor der Tür in der Lange Reihe 68. Man betritt den Gastraum durch eine schwere Tür, zusätzlich dahinter noch en schwerer Vorhang, der die Gäste vor dem Luftzug schützt, wenn die Tür geöffnet wird. Hinter diesem sehr praktischen Vorhang eröffnet sich ein klassisches Bistroamiente, lange Bänke die Wände entlang, davor Tische und Stühle. Bienvenue a France, war mein erster Gedanke.
Ein paar junge Damen nahmen uns freundlich in Empfang und die Reservierung der Freunde war schnell gefunden. Noch zu zweit ging es an den uns zugedachten Tisch. Der war direkt am Fenster zu Straße und nun bewährte sich der Vorhang, wir hatten keine Probleme mit kalter Luft, wenn die Tür mal geöffnet war. Unsere Garderobe wurde uns abgenommen und wir nahmen Platz. Die Karten wurden gereicht (siehe HP) und der Eindruck von klassischer französischer Restaurant-Kultur verstärkte sich. Das las sich schon sehr verlockend. Die Wartezeit bis zum Eintreffen überbrückten wir mit blättern in den Karten und der Bestellung von zwei Aperitifs.
Für meine Frau was Bratapfliges, aufgegossen mit Cremant, für mich ein trockener weißer Wermut klassisch auf Eis und mit Zitrone serviert. So verging dann auch die Zeit bis die Freunde eintrafen und sich zu uns an den Tisch setzten. Es gab viel zu bereden und trotzdem schafften wir es für die beiden auch einen Aperitif zu ordern und nach etwas längerer Zeit Wein und Speisen zu bestellen. Hier seien die Speisen meiner Frau und mir selbst vorgestellt. Vorweg für meine Frau glasierte Schweinebauchscheiben mit Tamarinde & scharfem Chinakohl-Clementinen-Salat.
Tja, fetter Schweinebauch fühlt sich immer wohl, wenn er von süß-säuerlichen Aromen begleitet wird, und so war die Tamarinde mit ihrem Aroma eine gute Wahl zu den Bauchspeckscheiben auf dem Teller. Wenn sich dann noch eine leicht scharfe Komponente gesellt, hier der Salat mit weiterer Fruchtigkeit und Säure aus den Clementinen, dann ergibt sich ein verlockender Vorspeisenteller! Ich hoffte sehr meine Wahl könnte da mithalten.
Warmer Kalbskopf mit Sauce Ravigote, frittierten Kapern & Kartoffelstroh hatte ich mir zur Vorspeise gewählt. Kalbskopf, ich weiß nicht, ob ich diesen Klassiker überhaupt schon mal selber auf einer Karte gesehen, geschweige denn auf einem Teller serviert bekommen habe. Collagen Sause auf dem Teller, was sonst! Großartig das Fleisch, ergänzt durch die süß saure Ravigote, Crunch durch frittierte Kapern und Kartoffelstroh, toller Teller, eher Österreich als Frankreich, aber egal, ich hatte gerade Burgund-Gefühl! Frau und ich schoben einen Zwischengang ein, Dessert wurde deswegen gestrichen.
Perlhuhn-Essenz mit Morchel-Ravioli, Eierstich & Gemüsen verlockte uns mehr als was Süßes! Und wir bereuten auch diese Wahl nicht. Sehr gut gelungene Bouillon, mit klassischer Einlage von Gemüse, Pilzen und Eierstich ergänzt um fein abgeschmeckte Ravioli, so muss das schmecken. Wir freuten uns nach den überzeugenden ersten beiden Gängen auf unsere Hauptgerichte. Frau orderte sich Gebratene Lammfilets in Rosmarinjus mit gerührter Orangen-Polenta und wildem Brokkoli.
Ich habe nur ein kleines Stück Lamm probiert, das sich zart und saftig und auf den Punkt gebraten präsentierte. Der Teller an sich duftete verlockend über den Tisch. Frau hob den Daumen und war sehr zufrieden. Da ich mich schon im ersten Gang einer Collagen Überdosis hingegeben hatte, nun eine vegetarische Speise im Hauptgang für mich.
Ofenkürbis
mit Ras el-Hanout, warmer Kichererbsencreme, Koriander & Granatapfelkernen hatte ich mir bestellt. Ausschlag gab einfach eine feine Kombi von Zutaten, die ich sehr gerne mag. Koriander, frisch, ist meins, Kichererbsencreme (Hummus) liebe ich. Und wenn dann noch Ras el-Hanout dazu kommt, kann aus einem Kürbis nur was Leckeres werden. Und so war es! Umami trotz Vegi! Supi! Das war wirklich gut gelungen und der Granatapfel steuerte die nötige Fruchtigkeit und Säure bei! Sehr feines Gericht. Ebenso wie bei uns Beiden äußerten sich auch die beiden Tischgenossen sehr zufrieden mit ihren Speisen. Die Weinauswahl passt zum Speisenangebot, drei Flaschen aus D/AUT und IT(Südtirol) wurden geöffnet.
Die jungen Damen im Service ließen nichts anbrennen. Routiniert und immer mit einem freundlichen Lächeln wurde die Gästeschar im ausgebuchten Gastraum betreut. Ich habe keine Patzer bemerkt und mich wohl gefühlt.
Kann ich also zum Fazit kommen von Abend eins in Hamburg Winter 22/23. Hab mich überraschen lassen, wohin es mich verschlagen würde und habe es nicht bereut. Unsere Freunde hatten ein äußerst glückliches Händchen mit ihrer Restaurant-Wahl. Chapeau, das Restaurant Cox bietet bei Ambiente und Küche schöne Assoziationen an klassische Bistros in Frankreich. Service und Küche setzen das gekonnt um. Klare Empfehlung für das Restaurant Cox, ich komme gerne wieder!
Carsten war wieder in Hamburg, es war mal wieder Zeit für einen Besuch. Frau und ich waren schon lange nicht mehr in der Stadt an der Elbe. Und weil nun ein befreundetes Pärchen seinen Lebensmittelpunkt von Rheine nach Hamburg verlegt hatte, beschlossen wir, wieder einmal ein Wochenende in Hamburg zu verbringen. So wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Freunde wieder sehen und die Metropole an der Elbe zu besuchen. Gesagt, getan, Zimmer gebucht im The George Hotel im Stadtteil... mehr lesen
Restaurant Cox
Restaurant Cox€-€€€Restaurant, Bistro040249422Lange Reihe 68, 20099 Hamburg
4.0 stars -
"Hamburg, Tag eins, Restaurant eins......" Carsten1972Carsten war wieder in Hamburg, es war mal wieder Zeit für einen Besuch. Frau und ich waren schon lange nicht mehr in der Stadt an der Elbe. Und weil nun ein befreundetes Pärchen seinen Lebensmittelpunkt von Rheine nach Hamburg verlegt hatte, beschlossen wir, wieder einmal ein Wochenende in Hamburg zu verbringen. So wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Freunde wieder sehen und die Metropole an der Elbe zu besuchen. Gesagt, getan, Zimmer gebucht im The George Hotel im Stadtteil
Besucht am 25.01.2023Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 56 EUR
Ich war mal wieder in Görlitz, auf der Rückreise vom Werk in CZ. Weil es da etwas später geworden war, beschloss ich im Parkhotel Görlitz zu übernachten. Restauration gibt es da zur Zeit nicht, vielleicht auch nie mehr. Man wird es sehen. Aber das ist kein Problem, Auto in die Tiefgarage, Klamotten aufs Zimmer und dann ab in die sehenswerte Innenstadt von Görlitz. Da finden sich auch ein paar sehr empfehlenswerte Restaurants.
Auf dem Fuss-Weg ging ich in mich und fragte mich, wonach mir kulinarisch der Sinn steht. Der Grund für meine späte Rückreise war ein kurzfristiges Mittagessen in Ostrava gewesen und mit böhmischer Knödelküche am Mittag ist der Bedarf nach Essenszufuhr abends etwas eingeschränkter als sonst bei mir üblich. Ich war mir nicht sicher, ob es noch für ein ausgiebiges Abendessen reichen würde. Während ich so durch Görlitz City lief, kam mir dieses Schaufenster unter die Augen.
Sushi? Das wär doch was, leichte Kost und die Menge je nach Bedarf und Lust bestellt. Etliche besetzte Tische an einem Mittwochabend sprachen zumindest für einen gesunden und nachhaltigen Kundenzuspruch. So trat ich ein und fragte nach einem Tisch für mich. Eine junge Dame begleitete mich an einen freien Tisch.
Karte wurde gereicht, ich bestellte mir ein Bier, die Weinauswahl konnte mich nicht zu einer Bestellung verleiten. Ich widmete mich dem Angebot des Sushi Yama. Typisch Sushi Bar, aber es gab auch Gyoza und Dashi Suppen. Wie immer für mich möglichst wenig frittiertes und groß verarbeitetes, sondern Fisch, möglich roh. Da traf ich auf einen wunden Fleck des Sushi Yama. Gyoza, waren aus, Hamachi, Pulpo, nicht verfügbar....okay? Was gib es denn? Aus der Aufzählung wählte ich eine Speisenfolge. Ich begann mit einer Suppe.
Miso Suppe mit Wakame und Shiitake Pilzen war mein Einstieg in die kulinarische Welt des Sushi Yama. So eine Suppe ist ja kein Hexenwerk, in die Dashi (Fischsud) wird Misopaste eingerührt (Sojabohnenpaste), Umami hat man dann schon reichlich, dann noch die von mir sehr geliebten Wakame Algen rein und Shiitake Pilze gehen auch immer. Schmackhaft war die und sogar der Löffel kam gleich dazu, den gibt es in Japan nämlich nicht automatisch zur Suppe. Schlürfen heißt die Devise. Nach etwas Wartezeit dann eine erste Kollektion von Klassikern der Sushi Küche.
Ich hatte mich kreuz und quer durch die roh und kalt Abteilung bestellt. Vier verschiedene Zubereitungen waren auf einem Brett angerichtet, dazu dann Wasabi und eingelegter Rettich, gehört ja dazu. Zum ersten hatte ich Futomaki mit Unagi / Aal bestellt.
Da war noch was drin, was ich nicht einordnen konnte, nicht so mein Ding. Der Aal ging unter in dem Konglomerat von Zutaten in der Rolle. Der Rest durfte sich gerne etwas steigern in meinen Augen. Weiter ging es mit Sashimi aus Thunfisch.
Gute Qualität, der rohe Fisch konnte gefallen. Aber meine Frage im Vorfeld, welche Art von Zuschnitt serviert werden würde von Rücken bis Bauch konnte mir nicht beantwortet werden von der polnischen Betreibermannschaft. Sushi Qualität war die Antwort....na dann, das magere Rückenfleisch hatte die versprochene Qualität, aber geschmacklich war es keine Offenbarung.
Eingedenk der nicht vorhandenen verlockenden Hosomaki mir Hamachi und Pulpo also ein Nummer sicher Bestandteil auf dem Brett, Lachs! Im Gegensatz zum Futomaki ist im Hosomaki nur eine Zutat im Reis. Lachs geht ja immer, ist roh bei entsprechender Qualität auch in Sachen Sushi eine sichere Nummer. Ich war zufrieden. Finally noch was verrücktes (wegen des Drauf), Nigiri, also nichts drin, sondern drauf auf dem Reis.
Und weil Butterfisch wirklich einer der geschmacklostesten Fische überhaupt ist, konnte ich mal testen was der Reis an sich drauf hatte. Und da konnte man dann nicht meckern, leichte Säure, Temperatur, Garung, dass war alles okay. Ich war noch nicht satt, also noch eine weitere Order an die freundliche junge Dame, die sich um meinen Tisch kümmerte.
Und nun mal etwas, was ich noch nie gegessen hatte! Frittierte Reisrollen sollten es sein, im Tempuramantel ausgebacken. Mir gelüstete es nach etwas Warmen. Ähnlich Konstruktion wie Futomaki, also mehrere Zutaten in der Reisrolle. Das Ganze dann ausgebacken. Aber das hat für mich nichts mit japansicher Küche zu tun. Viel zu schwer, zu fettig! Werde ich nicht wieder essen.
Dann war ich fertig mit meiner spontanen Einkehr und bezahlte meine Rechnung in Höhe von 56 EUR. Insgesamt war das dann okay. In meiner Heimatstadt Rheine isst man auf diesem Niveau auch japanisch und wenn die Grundzutaten zumindest frisch sind, dann leidet man nicht daran. Leider haben diverse Besuche von japanischen Restaurants in Münster und Düsseldorf mir vor Augen geführt, wie groß der Abstand dieser Sushi Bars zu den geschmacklichen Originalen ist. Nächstes Mal wieder andere Restaurants in Görlitz und japanisch, wenn ich wieder in Düsseldorf bin.
Ich war mal wieder in Görlitz, auf der Rückreise vom Werk in CZ. Weil es da etwas später geworden war, beschloss ich im Parkhotel Görlitz zu übernachten. Restauration gibt es da zur Zeit nicht, vielleicht auch nie mehr. Man wird es sehen. Aber das ist kein Problem, Auto in die Tiefgarage, Klamotten aufs Zimmer und dann ab in die sehenswerte Innenstadt von Görlitz. Da finden sich auch ein paar sehr empfehlenswerte Restaurants.
Auf dem Fuss-Weg ging ich in mich und fragte... mehr lesen
3.0 stars -
"Das war okay....." Carsten1972Ich war mal wieder in Görlitz, auf der Rückreise vom Werk in CZ. Weil es da etwas später geworden war, beschloss ich im Parkhotel Görlitz zu übernachten. Restauration gibt es da zur Zeit nicht, vielleicht auch nie mehr. Man wird es sehen. Aber das ist kein Problem, Auto in die Tiefgarage, Klamotten aufs Zimmer und dann ab in die sehenswerte Innenstadt von Görlitz. Da finden sich auch ein paar sehr empfehlenswerte Restaurants.
Auf dem Fuss-Weg ging ich in mich und fragte
Für einen ersten Blick ins neue Restaurant, in dem Laurin Kux für die G7 Außenminister gekocht hat.
https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/muensterland/videos/video-tiemann-testet-restaurant-atlantic-hotel-muenster-100.html
Bericht kommt in 2023.....
Restaurant Atlantic Grillroom
Restaurant Atlantic Grillroom€-€€€Restaurant, Bar, Hotel025120800599Engelstraße 39, 48143 Münster
stars -
"WDR Bericht" Carsten1972Für einen ersten Blick ins neue Restaurant, in dem Laurin Kux für die G7 Außenminister gekocht hat.
https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/muensterland/videos/video-tiemann-testet-restaurant-atlantic-hotel-muenster-100.html
Bericht kommt in 2023.....
Geschrieben am 10.12.2022 2022-12-10| Aktualisiert am
11.12.2022
Besucht am 30.11.2022Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 80 EUR
Im Juni 2022 war ich im Finisterre, im Juni 23 bin ich wieder da! Und dazwischen habe ich chronischen Entzug von diesem wunderschönen Landstrich! Aber am Mittwoch, den 30. November, wurde der erheblich gelindert, und das ausgerechnet in Düsseldorf!
Ende November findet man den Carsten alle zwei Jahre in Düsseldorf, die Valve World steht auf dem Programm aller Menschen, die im Bereich von Armaturen für die Erdöl- und Ergasindustrie tätig sind. Dann trifft sich diese recht kleine Community für 3 Tage in den Düsseldorfer Messehallen. Also war auch ich an zwei Abenden in Düsseldorf. Mein Arbeitgeber hatte ein Hotel in der Carlstadt gebucht, der erste Abend war mit einem Teambuilding Event gefüllt. Aber am zweiten Abend hatte ich mir frei genommen und der Plan war, gut essen zu gehen. Der Setzkasten hatte aber keinen Tisch für mich, nach japanisch stand mir nicht recht der Sinn. Also daddelte ich mal ein bisschen mit unserer GG App herum und gar nicht weit vom Hotel fanden sich Kritiken vom Café de Bretagne, wie schon oben beschrieben, ich merkte auf und las interessierter. Dann ließ ich mich weiterleiten auf die HP und war danach augenblicklich auf dem Weg in die Benrather Straße 7. Mittwochs sollte ja spontan ein Plätzchen zu kriegen sein dort.
Pustekuchen! Proppenvoll war es! Menno! Und dabei war der erste Eindruck ein so wunderschöner. Die Tür liegt auf der Straßenecke Benrather Straße und Bilker Straße, ich trat ein und ein wunderbarer Mix aus Gerüchen und Geräuschen schlug mir entgegen. Blick nach links, eine Kühltheke, dahinter ein Tresen und ein hoher Tisch mit einem älteren Herrn daran.
Erst einmal blieb ich an der Kühltheke hängen, war für ein wunderbarer Anblick. Ein Aufkleber verriet, dass diese Theke mit Produkten vom Pariser Großmarkt Rangis gefüllt worden war.
Schnecken, Austern in ganz vielen verschiedenen Sorten, Hummer, Krebse, ach war das schön! Ich würde so gerne hier essen, dachte ich bei mir und setzte meinen Mitleiderregendsten Blick auf! Ein Keller kam auf mich zu und meine Frage, ob ich alleine eine Chance auf einen Platz hätte, ließ ihn antworten, nur noch bei meinem Ex Kollegen am hohen Tisch. Ich jubelte innerlich, ja, natürlich, sehr gerne nehme ich da Platz! Ich richtete mich ein, ein freundliches Hallo wurde mit meinem Tischgenossen ausgetauscht und die Karten kamen an den Tisch. Alles auf der HP einsehbar. Ich warte einfach mal, wie lange es ab diesem Bericht dauert, bis PetraIO auch dort einkehren wird. Hochformat, anklicken!
Vor- und Hauptspeise erwählte ich schließlich aus der wöchentlichen Extrakarte. Ein Glas Wein von der Loire wurde geordert, und auch meine Speisenauswahl für Gang eins und zwei. Ich tauchte ein in die wunderbar entspannte Stimmung in diesem Bistro. Muscheln wurden mit der Hand gegessen, Hummer auch so zerteilt, und überall hörte man Genuss! Herrlich! Tataki vom Thuna war meine Vorspeisenwahl. Unten drunter sollte eigentlich Selleriecreme sein, aber ich war schon vorab informiert worden, dass das durch eine Auberginencreme ersetzt worden war. Umso besser, mag ich eh lieber! Darauf dann dünne Scheiben vom angeflämmten Thun, innen roh. Gekrönt von im Ganzen frittierten kleinen Crevetten und geröstetem Sesam. Das brachte reichlich Crunch auf den Teller. Sehr lecker! So durfte es weitergehen.
Hauptgang war ein Curry a la Bretagne mit Drillingen. Konnte ich mir wenig drunter vorstellen, wurde also bestellt. An den Tisch kam ein tiefer Teller, aus dem es verführerisch nach einem Massala duftete. Das war recht sanft, nicht scharf, mit einer Kokosmilch (Vermutung) als Träger zubereitet. In diesem Sud Kartoffeln und Gemüse, dazu Filetstücke von einem weißfleischigen Fisch, sanfter Geschmack, vielleicht Rotbarsch, ich bin nicht sicher. Dazu ganz viele Miesmuscheln und so schloss ich mich der schmierenden Gästeschar an und versuchte zu verhindern meine Klamotten beim Muchelschmaus zu versauen! Großartig! Ich hatte noch Hunger und wollte nicht gehen. Also den bretonischen Klassiker schlechthin nach dem Curry als Gang 3. Galette, Buchweizen-Crêpes, essen sie immer und überall in der Bretagne, herzhaft und süß, egal, Hauptsache Buchweizen. Ich entschied mich für süß, und genoss mein Galette mit Camembert und Rhabarberkonfitüre! Und weil sich es sich irgendwie nicht richtig anfühlte, schon zu gehen, gab es noch ein Glas Wein, einen Espresso und dazu noch einen originalen Crêpe aus Weizenmehl, aber mit klassischer bretonischer Füllung.
Im Crêpe fand sich ein Karamell aus gesalzener Butter, übersetzt klingt es noch besser caramel au beurre salé! Nach diesem für mich wunderbaren Abschluss konnte ich keinen Grund mehr finden noch länger zu bleiben. Also ging es heim ins Hotel, am nächsten Morgen musste ich ja wieder zur Messe.
Als Fazit kann ich sagen, wenn ich wieder mal in Düsseldorf bin, dann bin ich wieder hier im Café de Bretagne. Es gibt noch so viel zu probieren, ein Blick auf die Karte verrät es. Und werde wieder diese wunderbare Atmosphäre genießen. Eng, laut, stickig, essen mit dien Fingern. Lachen und fröhliche Menschen, die genießen, was für ein wunderbarer Ort! Hingehen, wer in Düsseldorf ist!
Im Juni 2022 war ich im Finisterre, im Juni 23 bin ich wieder da! Und dazwischen habe ich chronischen Entzug von diesem wunderschönen Landstrich! Aber am Mittwoch, den 30. November, wurde der erheblich gelindert, und das ausgerechnet in Düsseldorf!
Ende November findet man den Carsten alle zwei Jahre in Düsseldorf, die Valve World steht auf dem Programm aller Menschen, die im Bereich von Armaturen für die Erdöl- und Ergasindustrie tätig sind. Dann trifft sich diese recht kleine Community für 3 Tage... mehr lesen
Café de Bretagne
Café de Bretagne€-€€€Restaurant, Bistro, Cafe021156940775Benrather Straße 7, 40213 Düsseldorf
4.5 stars -
"Ich vermisse die Bretagne schon wieder sehr!" Carsten1972Im Juni 2022 war ich im Finisterre, im Juni 23 bin ich wieder da! Und dazwischen habe ich chronischen Entzug von diesem wunderschönen Landstrich! Aber am Mittwoch, den 30. November, wurde der erheblich gelindert, und das ausgerechnet in Düsseldorf!
Ende November findet man den Carsten alle zwei Jahre in Düsseldorf, die Valve World steht auf dem Programm aller Menschen, die im Bereich von Armaturen für die Erdöl- und Ergasindustrie tätig sind. Dann trifft sich diese recht kleine Community für 3 Tage
Geschrieben am 26.11.2022 2022-11-26| Aktualisiert am
26.11.2022
Besucht am 22.11.2022Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 32 EUR
Rückweg aus Österreich, und weil es später als geplant wurde, war es absehbar, dass ich es nicht mehr bis Rheine schaffen würde. Also extrapolierte ich mal eine entspannte Restreisezeit und kam zu dem Ergebnis, ungefähr bis Kassel würde es noch sinnvoll sein zu fahren. Wieder ließ ich meine digitale Beifahrerin Vorschläge machen für ein Hotel in der Nähe der A44 kurz hinter Kassel, weil es am nächsten Morgen einigermaßen entspannt Richtung Dortmund weiter gehen sollte. Die "Frau" in meinem Fahrzeug Computer ließ mich wissen, dass es in Wolfhagen ca. 10 Kilometer weg von der A44 ein Hotel gab, dass mich zu einem Preis von 68 EUR für ein EZ bei ihm nächtigen lassen wollte. Ich war doch etwas skeptisch, konnte das ein angenehmes Hotel sein für diesen Preis? Ich tat meine Skepsis kund und erhielt als Replik Hotelbewertungen im Bereich 8,5 Punke. Stell dich nicht so an, so wurde mir kundgetan......also gut, ist eh nur für eine Nacht.
Gegen 19 Uhr erreichte ich Wolfhagen, und erlebte eine Überraschung. Was war das denn für ein wunderschönes Fachwerkstädtchen? Wow, alleine um mir diesen Ort mal anzuschauen, müsste ich noch mal mit mehr Zeit wieder kommen. Verwinkelt ging es durch schmale Gassen, und einmal fuhr ich glatt im Dunklen am Ziel vorbei. Ich drehte um, parkte etwas entfernt und ging zu Fuß zurück zum alten Rathaus am Kirchplatz. Nächste Überraschung hier vor dem Haus! Das war alt, sehr alt, ein historisches Fachwerkhaus und wunderschön renoviert! Als Rathaus wurde es nicht mehr genutzt, die Verwaltung war umgezogen, aber die Bibliothek war noch im ersten Stock, und der renovierte Ratssaal. Im Erdgeschoss das Restaurant, im zweiten und dritten Stock die Zimmer des Hotels. Auch im Inneren bot sich ein wunderschön renoviertes Ambiente da. Mein Zimmer ganz oben war ebenso renoviert, einzig das Bad erkennbar schon etwas älter, aber sauber und ordentlich. Wieder hatte meine Beifahrerin eine glückliche Hand bei der Hotelwahl! Darf so weiter gehen in den nächsten Jahren unseres Leasingvertragsverhältnisses!
Klamotten aufs Zimmer und frisch gemacht, dann ging ich runter in den Gastraum. Auch hier war sehr aufwendig renoviert worden. Das alte Gebälk des Hauses bestimmte den Gastraum.
Ich durfte mir einen Tisch aussuchen, es war nicht so viel los.
Neben mir noch etliche weitere offensichtlich geschäftlich veranlasste Gäste. Ich nahm Platz und ein junger Mann reichte mir die Karte. So schaute ich schnell in die Karte und gab ihm eine Order für ein dunkles Bier der Brauerei Rehbocks mit auf den Weg an die Theke.
Karten lassen sich auf der HP einsehen, mir gefiel sofort das Angebot der Sonderkarte "regionale Waldecker Kräutersaitlinge". Der Hunger war nicht groß genug für eine Vorspeise, entschied ich mich nach betrachten der Portionen an den Nachbartischen. Und relativ schnell stand meine Order aus der Pilzkarte fest. Diese überbrachte der junge Mann an die Küche. Und kehrte mit einem kleinen Gruß aus der Küche bald darauf wieder zurück an meinen Tisch.
Frisch ausgebackener Reibekuchen mit einem sehr gut abgeschmeckten Kräuter-Schmand. Gut, dass ich keine Vorspeise genommen hatte, dieser Gruß hatte Vorspeisendimension! Aber lecker war er natürlich, wer mag keinen Reibekuchen! Ich genoss den Küchengruß, war ewig her, dass zuletzt einen gegessen hatte. Zu Hause mach ich die nicht, die Dunstwolke eines Reibekuchen-Essens bleibt wochenlang im Haus! Das dunkle Bier war leer, und ich orderte die Pilsener Alternative der gleichen Brauerei.
Mit dem Bier kam ein Beilagen-Salat, der zu meiner Hauptspeisen Bestellung gehörte. Schön angerichtet, keine schon erkennbar müden Bestandteile und eine gut abgeschmeckte Vinaigrette, der Salat ging in Ordnung.
Und als ich den Salat fast komplett gegessen hatte, kam meine Bestellung. Aus der Sonderkarte ich hatte ich mir Schnitzel Wiener Art mit Pommes und Kräuterseitlingen bestellt.
Beim Anblick ärgerte ich mich zuerst ein bisschen über meine Bestellung. Die mit einer Rahmsauce angemachten Kräutersaitlinge waren auf dem Schnitzel platziert, a la klassischem Jägerschnitzel im Pommesbuden Stil. Nicht so schön, ich mag es lieber wenn das Schnitzel ohne Sauce darüber serviert wird. Aber der Geschmack der Saitlinge mit ihrer Rahmsauce war super! Irgendwas ganz leicht scharfes war drin, bei mir zu Hause wäre die Schärfe aus Piment d'espelette gekommen, aber das kann man natürlich hier nicht vermuten. Wirklich gut abgeschmeckt! Und auch das Schnitzel selber machte Spaß! Die waren ausreichend dünngeklopft, zart und gut ausgebraten worden. Insgesamt ein wirklich gutes Essen.
Kann ich also zum Fazit eines kleinen unkomplizierten Abendessens kommen. Da hatte ich wirklich wieder Glück gehabt bei der Wahl von Hotel und Restaurant. Wenn ich jemals wieder eine Unterkunft im Wolfhagener Land suche, das alte Rathaus wird als erstes gefragt nach einem Zimmer. Auch weil morgens ein Frühstück am Tisch serviert wird! Kein Buffet, solche Hotels bekommen Sonderbonus bei mir! Ist man dann drin im Hotel, sollte man auf jeden Fall da auch mal essen! Das bereut man sicher nicht! Klare Empfehlung von Carsten1972 für das:
Rückweg aus Österreich, und weil es später als geplant wurde, war es absehbar, dass ich es nicht mehr bis Rheine schaffen würde. Also extrapolierte ich mal eine entspannte Restreisezeit und kam zu dem Ergebnis, ungefähr bis Kassel würde es noch sinnvoll sein zu fahren. Wieder ließ ich meine digitale Beifahrerin Vorschläge machen für ein Hotel in der Nähe der A44 kurz hinter Kassel, weil es am nächsten Morgen einigermaßen entspannt Richtung Dortmund weiter gehen sollte. Die "Frau" in meinem Fahrzeug... mehr lesen
Restaurant im Hotel Altes Rathaus
Restaurant im Hotel Altes Rathaus€-€€€Restaurant, Hotel, Partyservice+49 5692 927 97 07Kirchplatz 1, 34466 Wolfhagen
4.0 stars -
"Wunderschönes Ambiente!" Carsten1972Rückweg aus Österreich, und weil es später als geplant wurde, war es absehbar, dass ich es nicht mehr bis Rheine schaffen würde. Also extrapolierte ich mal eine entspannte Restreisezeit und kam zu dem Ergebnis, ungefähr bis Kassel würde es noch sinnvoll sein zu fahren. Wieder ließ ich meine digitale Beifahrerin Vorschläge machen für ein Hotel in der Nähe der A44 kurz hinter Kassel, weil es am nächsten Morgen einigermaßen entspannt Richtung Dortmund weiter gehen sollte. Die "Frau" in meinem Fahrzeug
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Punkt 18 Uhr bog der Schwiegersohn, er hatte den Fahrdienst übernommen, auch zurück, auf den Parkplatz. So bleibt eine ausführliche Weinbeschreibung dem Leser bei dieser Rezension erspart. Für mich nur alkoholfreies Bier! Punkt 18 Uhr, weil das der absolut späteste Zeitpunkt ist, an dem Schwiegereltern außerhäusig essen gehen. Der Südeuropäer hat da grade seinen Lunch beendet! Aber kenn ich schon, ich esse dann über Tag einfach nichts. Hinter dem Eingang eine zentrale Ankunftskontrolle, keiner geht einfach so in den Gastraum!
Der ist riesig, wir saßen im schön gestalteten Wintergarten, weiter zur Straß folgen noch die rustikalere Gaststube und weitere Räume, und es war schon ordentlich was los! Das Rössle ist bekannt und beliebt für zwei Dinge, zum einen Forellen in allen Variationen, selber gezüchtet, und Rahmkartoffeln. Für weitere Info verweise ich auf die HP. Unser Tisch im Wintergarten wurde uns gezeigt.
Wir nahmen Platz, Garderobe trug der Schwiegersohn zum Haken, und die Karten wurden gereicht. Die lassen sich auf der HP einsehen. War schon ziemlich klar, dass Essen würde sich auf Forellen konzentrieren. Vorweg für die beiden Senioren am Tisch wie immer eine Suppe, Cremesuppe von Karotte und Ingwer für die Mama und schwäbische Festtagssuppe (mit Flädle und Mauldäschle) für den Vater. Während dort die lobend erwähnten Suppen geschlürft wurden, hatten meine Frau und ich das hier bestellt.
Rote Beete gebeiztes Lachsforellentatar mit Limetten-Mayo, eingemachtem Apfel und Sprossen war unser beide Order an den Service. Unten drunter fruchtige Säure von den Apfelscheiben, darüber ein Forellentatar, dass von den Beeten so rot wie ein Rindertatar gefärbt worden war. Das Tatar selber war nicht großartig abseits von Salz und Pfeffer gewürzt, aber zusammen mit der Mayo war das eine gute Kombi. Einzig das hier muss bei einem Restaurant mit dem Anspruch und der Güte vom Rössle nicht sein.
Warum wird so ein grauenhaftes Aufback-Brot serviert? Es gibt so großartige Bäcker auf und an der Alb! Immer gehen Produkte der Bäckereien Berger und BeckaBeck (wird wirklich so geschrieben) mit auf die Heimreise nach Rheine. Da kann man sich doch so eine kulinarische Sünde sparen! Brot wurde komplett boykottiert! Zum Hauptgang gab es natürlich Forelle mit Rahmkartoffeln, ich sagte ja schon, dass muss sein hier im Rössle.
Ist im Grunde ein grober Stampf, der zur Veredelung viel Sahne abbekommt. Ich persönlich hätte gerne etwas mehr Salz und viel mehr Muskat am Stampf, aber das ist schon ein schlotziger Sattmacher! Man muss aufpassen, davon nicht zu viel zu essen, zumal die zentrale Schüssel auf dem Tisch für alle jederzeit auf Nachfrage wieder aufgefüllt wird. Dazu isst die Familie meiner Frau hier immer Fisch. Muddern und Vaddern hatten sich das hier bestellt, nein kein Schnitzel.
Die Karte nennt es paniertes Lachsforellenfilet mit hausgemachte Remouladensoße, glasiertem Gemüse UND Honauer Rahmkartoffeln! Neben der Optik vermittelt der reine Panadegeschmack (ich durfte kosten) natürlich viel vom Fleischklassiker. Wer gerne Fischstäbchen isst und nicht so gerne wirklich Fisch schmecken möchte, voila, dass sollte ihre Wahl sein. Nichts für meine Frau und mich, wir wollten die prächtige Qualität der direkt vor dem Zubereiten geschlachteten Fische schmecken. Der Service stellte diesen Teller vor meine Frau.
Beim auf der Haut gebratenen Saiblingsfilet nach Müllerin mit hausgemachte Kräuterbutter, glasiertem Gemüse UND Honauer Rahmkartoffeln gibt die Küche dann Gas und zeigt was sie kann. Durch die Produktqualität muss man mit dem Fisch nicht viel anstellen. Man passt einfach auf, dass er saftig gebraten wurde und versieht ihn mit schmackhaften Beilagen. Und macht meine Frau damit glücklich. Bleibt noch mein Hauptgericht, hier hatte die Küche weniger Arbeit.
Forelle im Ganzen für den Carsten, nämlich ganze gebratene Forelle mit Limetten-Cashew-Chimichurri UND Honauer Rahmkartoffeln. Man kann sich denken, warum ich das bestellt habe. Noch nie habe ich die südamerikanische sauer-scharfe Kräuter-Öl-Essig Paste zu einer gebratenen Forelle serviert bekommen, ich kenne die aber von Barbecues daheim, wo wir die selber anrühren zum 30 Tage dry aged Münsterländer Weiderind. Nun also das zu Fisch, sollte passen dachte ich bei mir und es passte super zum perfekt gebratenen Fisch! Lecker! Ich war satt und glücklich! Mutter und Tochter waren noch nicht satt und genossen noch Dessert.
und
Für Vaddern noch ein Pils, für mich ein Espresso, dann waren wir durch und auf dem Heimweg zurück nach Pfullingen!
Der Service passte nicht ganz an unserem Abend, das geht sehr viel konzentrierter, aber es mag daran gelegen haben, dass an unserem Abend eine sehr große Gesellschaft den Saal füllte. Damit Abzüge in der B-Note. Die A-Note bleibt auf hohem Niveau, die Küche kann was und hat das auch gezeigt. Übrigens auch bei Fleischgerichten, deren Zutaten man von hochwertigen Lieferanten bezieht, siehe HP und Karte. Kann man immer wieder machen, so ein Essen im Rössle in Lichtenstein Honau.