Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und freue mich dann immer, wenn mir die Auswahl von Restaurants durch informative Kritiken erleichtert wird. Umgekehrt gebe ich meine Erfahrungen auch sehr gerne weiter.
Einige wenige meiner bisherigen Kritiken, die ältesten, stammen originär noch aus RK, aber nach dessen Verkauf an Yelp suche ich hier ein neues "Zuhause".
Zu meinen Bewertungskriterien ein kurzes Wort. Ich bin Relativbewerter, auch ein gut geführter Imbiss kann mal 4 Punkte bekommen, ebenso wie ein Sternerestaurant, es muss dem jeweiligen Anspruch entsprechen!
4 bis 5 Punkte bedeuten für mich, das das Restaurant seinen und meinen Anspruch erfüllt hat bei meinen Besuch. 3 Punkte bedeutet, gewissen Defizite in einzelnen Aspekten. Darunter bedeutet eine Bewertung erhebliche Mängel bei meinem Besuch.
Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 504 Bewertungen 769768x gelesen 14899x "Hilfreich" 14158x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 15.03.2024 2024-03-15| Aktualisiert am
15.03.2024
Besucht am 09.03.2024Besuchszeit: Mittagessen 4 Personen
Am zweiten März Wochenende 2024 waren meine Frau und ich an der Ahr, es traf sich ein Freundeskreis in Heppingen für ein gemeinsames Genuss Wochenende. Den Samstag verbrachten die Teilnehmer in geteilten Gruppen, für uns beide ging es das Ahrtal hinauf nach Dernau. PetraIO und ihr Mann schlossen sich uns an. Seit der Flutkatastrophe waren wir nicht mehr im Örtchen gewesen. Bisher hatten wir einfach Skrupel und wollten nicht als Katastrophentouristen angesehen werden. Aber nun hatte das Weingut Kreuzberg darauf hingewiesen, dass man im Ort seine Vinothek wieder geöffnet hatte. Und weil ich die Spätburgunder der Familie Kreuzberg sehr schätze, wollte wir einfach mal schauen.
Man kann es vorweg nehmen, was man erblickt, ist immer noch sehr bedrückend. Die Bahn fährt nur bis Walporzheim, von da liefen wir einen Wanderweg nach Dernau hinein. Unten lag das Tal immer noch verwüstet da, der Bahndamm ist komplett weg, die Schäden im Verlauf der Ahr sind bestürzend beeindruckend. Dann kommt man nach Dernau hinein und die einstmals schöne Straßenfront zur Ahr hat dicke Lücken, der Bahnhof ist quasi abrasiert worden, die Kreuzbergs haben ihr Gästehaus komplett verloren, die Schänke ist immer noch geschlossen. Aber im Innenhof, der jetzt durch das fehlende Gästehaus kein wirklicher Innenhof mehr ist, kann man wieder die wunderbaren Weine des WG verkosten und sich auch ein Gässchen einschenken lassen. Unbedingt hingehen, wer in Dernau ist.
Für den kleinen Mittagshunger bummelten wir nach Dernau hinein und standen bald vor dem Hofgarten der Familie Meyer Näkel. Über die Weine aus dem Weingut braucht man nichts weiter sagen, die stehen für sich selber. Kurze Diskussion, ja, ein schöner Ort für eine mittägliche Einkehr.
Wir hatten ja Glück mit unserem Wochenende, dass war der erste Hauch von Frühling im Ahrtal, die Sonne schien in einen wunderbaren Terrassenbereich.
Hier lässt es sich aushalten.
Ich hätte mich gerne hier platziert, aber die Damen entschieden, es ist noch zu kalt für draußen, wir gehen rein. Also querten wir den Innenhof, und standen im Gastraum. Die jungen Damen im Service nahmen uns freundlich in Empfang und wir durften uns einen Tisch aussuchen.
Nachdem die beiden Damen den Hauskater ausführlich betüdelt hatten, konnten wir dann auch Platz nehmen. Die Servicedame erschien mit den Karten und Wasser und Wein wurde bestellt. Die Weinkarte hält einige beeindruckende Positionen vorrätig!
Die Tischrunde nippte an den Weinen und nahm die Karten in Augenschein. Das Angebot ist Winzerküche, aber es sollte möglich sein, dass jeder was findet. Die Küche begrüßte uns mit einem ordentlichen Baguette mit Thunfischcreme, die viel Knoblauch abbekommen hatte.
Die hatte Bumms! Und das Sauerteigbrot war lecker dazu! Ich stelle hier die Speisen meiner Frau und mir selbst vor, Petra kann ja bei Gelegenheit noch ihre und die von S vorstellen. Frau bestellte sich aus der Karte eine Vorspeise.
Übergrillter Ziegenkäse mit Ahornsirup und Pinienkernen hatte sie zur Bestellung verlockt. Ich habe nicht probiert, aber die Kombination wäre bei mir eher ein Dessert, denn eine verlockende Vorspeise. Nichtsdestotrotz befand Frau Carsten1972 ihre Wahl für gut! Ich hatte nach der Wanderung Hunger und Lust auf etwas rustikales.
Hausmacher Sülze mit Remoulade und Bratkartoffeln, der Käseteller aus der Karte zog hier den kürzeren, obwohl Pont l'eveque angeboten wurde. Zuerst, dass waren endlich mal wieder gute Bratkartoffeln, schön kross gebraten, nicht zu fettig. Und auch die Sülze konnte gefallen. ich war auch zufrieden mit meinem Mittagessen.
In Sachen Service gab es keinen Grund zur Kritik, die Damen waren auf zack, freundlich und zugewandt. Hier fühlt man sich wohl.
Also zum Fazit dieses Besuchs im Hofgarten Dernau der Familie Meyer Näkel. Wenn man einen Platz ergattern kann, dann unbedingt einkehren. Als wir den Gastraum verließen, waren alle Plätze draußen belegt. Gute Winzerküche und sehr gute Weine. Das ist immer eine empfehlenswerte Kombination.
Am zweiten März Wochenende 2024 waren meine Frau und ich an der Ahr, es traf sich ein Freundeskreis in Heppingen für ein gemeinsames Genuss Wochenende. Den Samstag verbrachten die Teilnehmer in geteilten Gruppen, für uns beide ging es das Ahrtal hinauf nach Dernau. PetraIO und ihr Mann schlossen sich uns an. Seit der Flutkatastrophe waren wir nicht mehr im Örtchen gewesen. Bisher hatten wir einfach Skrupel und wollten nicht als Katastrophentouristen angesehen werden. Aber nun hatte das Weingut Kreuzberg darauf... mehr lesen
4.0 stars -
"sehr schönes Ambiente" Carsten1972Am zweiten März Wochenende 2024 waren meine Frau und ich an der Ahr, es traf sich ein Freundeskreis in Heppingen für ein gemeinsames Genuss Wochenende. Den Samstag verbrachten die Teilnehmer in geteilten Gruppen, für uns beide ging es das Ahrtal hinauf nach Dernau. PetraIO und ihr Mann schlossen sich uns an. Seit der Flutkatastrophe waren wir nicht mehr im Örtchen gewesen. Bisher hatten wir einfach Skrupel und wollten nicht als Katastrophentouristen angesehen werden. Aber nun hatte das Weingut Kreuzberg darauf
Geschrieben am 12.03.2024 2024-03-12| Aktualisiert am
12.03.2024
Besucht am 08.03.2024Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Auf das zweite März Wochenende freuten sich Frau und Herr Carsten1972 sehr, eine etablierte Freundesgruppe, alle hier auf GG kennen gelernt, wollte sich in Heppingen an der Ahr treffen. Gemeinsame Home Base für das WE war das VDP Weingut Burggarten mit seinem sehr empfehlenswerten Weinquartier. Ursprünglich war nur ein gemeinsamer Samstagabend angedacht, aber alle erweiterten das WE auf eine Freitag-Anreise und so wurde der Freitagabend im Gegensatz zum gemeinsamen Samstagabend in zwei Teilgruppen verbracht. Herr Carsten 1972 hatte also mit Herrn und Herrn Tischnotizen einen Tisch im nahegelegenen 2 Sterne Restaurant Steinheuer gebucht. Leider wurde unser Tisch von 5 auf 3 Personen verkleinert weil ein hier gut bekannter Bremer Genießer aus gesundheitlichen Gründen sich mit seinem aller süßesten Fan nicht dazu gesellen konnte und für das Wochenende absagen musste.
Also ging es am Freitagabend mit den beiden Genuss-Buddies die paar Meter zum Hotel & Restaurant Steinheuer mit seinen beiden Teilen, dem legeren Gasthaus Poststuben und dem mit 2 Sternen dekorierten Fine dining Restaurant Steinheuer zur alten Post. Etwas versteckt liegt der Eingang zum fine dining Bereich an der Seitenstraße. Im Empfangsbereich wurden wir von einem jungen Herrn freundlich empfangen und die Garderobe wurde uns abgenommen. Unser Tisch war schnell gefunden und wir nahmen Platz. Der Gastraum ist in gedeckten Farben gehalten und bietet ein klassisch elegantes Ambiente mit sehr bequemen Stühlen.
So weit, so gut wie erwartet in einem Restaurant auf diesem Niveau. Ein regionaler Wermut wurde von mir als Aperitif erwählt und wir bekamen die Karten gereicht. Es gab zwei Menüs mit Namen "Wurzeln" und "Blüten", wobei das keineswegs bedeutete, dass eines davon vegetarisch gewesen wäre. Jedes Menü bot 5 Teilgänge zuzüglich Amuse und petit fous an. Man konnte frei zwischen 4 (210 EUR), 5 (235 EUR) und 6 Gängen (260 EUR) wählen, wobei sich alle Gerichte aus beiden Menüs frei kombinieren ließen. Entsprechend tauschte ich bei den von mir erwählten 5 Gängen einen Gang aus dem "Blüten" Menü gegen einen aus dem "Wurzeln" Menü, und erstellte mir ein pescetarisches Menü zusammen. Unser junger Service Herr bewies sein können indem er das Menü neu ordnete und dafür sorgte, dass bei mir die Fleischbestandteile auch aus den Amuse verschwanden. Chapeau, Service auf Sterneniveau ist immer wieder eine Freude. Ein paar sehr ordentliche Weine von der Mosel, der Pfalz und der Ahr wurden auch noch geordert, dann war die Tischrunde bereit für ihre Menüs.
Wir begannen mit den Appetizern vor dem Menü, Tapiokachip mit Eismeergarnele, Dill und Algen sowie römische Pastete mit (bei mir) Spinat, Röstzwiebeln und Wachtelei.
Dann gab es noch eine Art Macaron der sich in der Karte als Petersilien Baiser mit Petersilienwurzel und Pomelo beschrieb.
Alle drei Appetizer waren grundgutes Handwerk, aber bei keinem blieb ein dauerhafter Sinneseindruck in mir zurück. Gut, aber nicht mit einem Ausrufezeichen. Vor dem Menü noch ein weiteres Amuse Gueule aus der Küche, von dem ich mir mehr bleibenden Eindruck erhoffte.
Saibling mit Blumenkohl, Brunnenkresse und Saiblings-Kaviar wurde serviert. Die Optik ging da schon eher in Richtung fine dining bei diesem Teller. Aber auch hier waren das gute Zutaten, die aber in mir keinen tiefer gehenden Eindruck hinterließen. Ehrlich gesagt war ich von diesem Start in das Menü doch ein wenig enttäuscht. Hoffentlich konnte Bluefin Thunfisch mit Wasabi-Mousse, Avocado, eingelegten Gemüsen und Chili-Reis-Sud mich etwas glücklicher stimmen.
Und der erste Gang war dann wirkliches fine dining! Perfekter Fisch, sehr japanisch serviert, leicht geröstet, dazu verschiedene Konsistenzen und straffe Säure im Sud. Das Geschmacksbild dieses Ganges gefiel und schmeckte nachhaltig gut. Endlich, dachte ich! Gang zwei war ein vegetarischer, es gab Spitzkohl mit Mandeln und Zwiebeln.
Etwas zurückhaltender in den Aromen als Gang eins, aber ein guter vegetarischer Gang. Auch hier wieder etwas Säure und Frische in der Sauce. Aber ich fragte mich schon wieder, was so ein Gang in einem Zwei-Sterner verloren hat. Zum Glück war die Stimmung am Tisch gut, bei zwei Tischgenossen wie den TiNos kann einem kein Essen die Laune verderben, zudem waren die Weine exzellent und der Serviceherr machte weiterhin große Freude. Gang drei war eigentlich aus dem Wurzeln Menü und wurde nun eingeschoben.
Rochen mit Kapern, Zitrone und Lauch. Rochen ist ein Fisch den ich sehr gerne esse, und den bekommt man hier bei uns in Deutschland quasi nur in der Sterneküche, es war also obligatorisch, den zu bestellen. Und dieser Gang war dann wieder auf Niveau von Gang eins und machte große Freude. Säure, sehr fein abgestimmt in der an Beurre blanc erinnernden Sauce, vielleicht trugen auch die Kapern ein wenig dazu bei. Umami aus dem samtig zarten Lauch, etwas Crunch aus frittierten Lauchgrün, dazu ein perfekter Fisch! Ja, endlich, fine dining wie ich es verstehe! Hoffentlich konnte Gang 4 das fortsetzen. Der war eigentlich Gang 3 in meinem Menü, wurde nun aber zu meiner Hauptspeise.
Rotbarbe mit Pulpo, roter Garnele und Paellasud war dann deutlich dicker in seinen Aromen. Der Fisch war mit frittierten Schuppen serviert, interessant und sehr crunchig. Aber auch hier wieder tat sich in der Aromentiefe nicht besonders viel, trotz des vielversprechenden Ursprungs des Suds. Ich war wieder etwas enttäuscht. Pulpo und Garnele konnte ich gar nicht besonders wahrnehmen. Schade! Der letzte Gang sollte dann wieder mehr Freude bereiten!
Frau Steinheuer schob das hier an unseren Tisch! Yeah, so mag ich klassisch! Das haben nicht mehr viele Restaurants, auch im fine dining Bereich nicht mehr. Ich musste an Borgi denken, als ich minutenlang keine Wahl treffen konnte.
Irgendwann hatte ich mich doch entschieden (Mont d'or ist ein Muss), und ich begann beim Käse und den noch folgenden petit fous über das in 4 Stunden verzehrte Menü nachzudenken.
235 Euro würde ich für das oben beschriebene zahlen müssen. Und ich war mir sehr unsicher, ob ich das Gebotene als preiswürdig bezeichnen möchte. Bis heute denke ich darüber nach. Gewisse Aspekte (besonders Service und auch das Ambiente waren angemessen), auch der Käsewagen steht für gehobene Steise-Kultur. Aber dann? Ich vermisste vieles, was will die Küche mit den beiden Menüs bieten? Da war in keinem Menü ein verbindendes Element, für mich waren das handwerklich gut ausgeführte Gerichte, ohne mir ersichtliches Konzept aneinander gereiht. Und bei zu wenigen Gerichten musste ich mir eingestehen, diese Geschmacksbilder bekommst du zu Hause nicht hin (Thun und Rochen). Denke ich an die Gerichte von anderen Sternehäusern, in die ich gerne einkehre, Alte Schule Fürstenhagen (1S), Friedrich (1S), Brust oder Keule (1S) und besonders das coeur d'artichaut (2S), dann habe ich hier doch einiges an Eindrücken vermisst. Und von meinem Besuch bei Christian Bau im April 2023 und seinen umwerfenden Eindrücken beim Menü will ich gar nicht sprechen.
Schade, aber ich habe den Eindruck, dass hier ein alteingesessenes Restaurant etwas erstarrt im Einklang mit seinen Stammgästen. Der Gastraum war gut gefüllt an unserem Besuchsabend. Aber ich weiß keinen Grund, mit dem ich einem jüngeren Genießer-Kollegen einen Besuch hier nahelegen würde. Ich komme eher nicht wieder, dafür war das PLV dann nicht angemessen.
Auf das zweite März Wochenende freuten sich Frau und Herr Carsten1972 sehr, eine etablierte Freundesgruppe, alle hier auf GG kennen gelernt, wollte sich in Heppingen an der Ahr treffen. Gemeinsame Home Base für das WE war das VDP Weingut Burggarten mit seinem sehr empfehlenswerten Weinquartier. Ursprünglich war nur ein gemeinsamer Samstagabend angedacht, aber alle erweiterten das WE auf eine Freitag-Anreise und so wurde der Freitagabend im Gegensatz zum gemeinsamen Samstagabend in zwei Teilgruppen verbracht. Herr Carsten 1972 hatte also mit... mehr lesen
Steinheuers Restaurant Zur Alten Post
Steinheuers Restaurant Zur Alten Post€-€€€Hotel, Sternerestaurant, Gourmet0264194860Landskroner Str. 110, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
3.0 stars -
"Hin und her gerissen......" Carsten1972Auf das zweite März Wochenende freuten sich Frau und Herr Carsten1972 sehr, eine etablierte Freundesgruppe, alle hier auf GG kennen gelernt, wollte sich in Heppingen an der Ahr treffen. Gemeinsame Home Base für das WE war das VDP Weingut Burggarten mit seinem sehr empfehlenswerten Weinquartier. Ursprünglich war nur ein gemeinsamer Samstagabend angedacht, aber alle erweiterten das WE auf eine Freitag-Anreise und so wurde der Freitagabend im Gegensatz zum gemeinsamen Samstagabend in zwei Teilgruppen verbracht. Herr Carsten 1972 hatte also mit
Geschrieben am 05.03.2024 2024-03-05| Aktualisiert am
06.03.2024
Besucht am 29.02.2024Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 150 EUR
Die Nacht vorher hatten mein Kollege und ich noch in der Oberpfalz nahe der tschechischen Grenze verbracht. Dann waren wir über München in die Nähe von Heilbronn gefahren. Für den kommenden Tag wollte in Lauffen am Neckar ein Kunde einen großen Pipeline Neubau starten und hatte dazu viel Politik, Wirtschaft und Zulieferer eingeladen. Wasserstoff Konversion ist sehr sexy gerade in der öffentlichen Wahrnehmung. Für die Nacht zu diesem Event hatte ich wieder die Aufgabe übernommen ein Hotel zu finden. Mit Hilfe des Guide Michelin fand sich der Adler in Botenheim, man hat einen Bib Gourmand im Restaurant vorzuweisen. Unkompliziert waren zwei Zimmer gebucht. Im kleinen Dorf darf findet sich das Gasthaus schnell und ist unübersehbar.
Sehr sehenswertes und schön renoviertes Gebäude, und auch die Zimmer, die wir dann belegten, waren offensichtlich vor kurzem renoviert worden und wirklich bequem.
Check-in Formalien waren schnell mit dem Seniorchef erledigt und nachdem er erfahren hatte, dass meine Frau Landsfrau von ihm ist, waren wir quasi aufgenommen in die Familie! Der Kollege, Tscheche, wurde überschwänglich für sein gutes Hochdeutsch gelobt, und dass von einem Württemberger! Und nachdem wir dann noch kundgetan hatten, dass uns der Bib zu Buchung gelockt hatte, wurde noch mehr Freude kundgetan. Nachdem wir noch ein bisschen gearbeitet hatten, ging es runter in den Gastraum des Restaurants im Haus.
Sehr gemütlich und über den Abend quasi ausgebucht mit lokalen Gästen aus der Umgebung und Hausgästen. Die Karte lässt sich auf der HP einsehen. Gehobene Gasthausküche könnte man das zu erlesende beschreiben. Sehr erfreulich auch eine große Weinkarte mit dicken Schwerpunkt auf Württembergischen Winzern. Und aus dieser Weinkarte wurde dieser Riesling erwählt.
Ich komme nicht mehr mit bei den VDP Mitgliedern, dieses Weingut war mir noch nie untergekommen. Aber da aus einem Nachbar Ort stammend, die perfekte Wahl. Fruchtbetonter Riesling, sehr eingebundene Säure, feiner Speisenbegleiter, der auch dem tschechischen Kollegen Freude bereitete. Küchengruß war eine Parmesanmousse mit Tomatengelee.
Der Kollege orderte sich vorweg eine gut gelungene Suppe, eine Pilz Consommé mit Wildmaultaschen, kein Foto, aber sehr gelobt. Für mich Gebratene Jakobsmuschel mit Zitrus-Gel, Erbsenpüree und geräuchertem Paprikachip.
Die Vorspeisen aus der Karte waren durch die Bank verlockend. Aber wenn es Erbse in Kombination mit Jakobsmuschel gibt, dann muss ich das ordern. Erbsen sind mein liebstes Gemüse. Die Muscheln straff angebraten, die Erbsen in verschiedenen Konsistenzen, dazu Säure aus dem Gel und Crunch aus einem Chip, gut gelungen, dieser Teller. Der Kollege bekam als Schwabenküchen-Neuling einen Klassiker aufgedrückt.
Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit Maultäschle, Spätzle und Salat. Der Salatteller kam natürlich zeitig vor dem Rostbraten selber. Und natürlich unten drin Kartoffelsalat, dass hätte auch meine Frau glücklich gemacht. Der Rostbraten war medium bestellt und auf den Punkt an den Tisch gekommen. Der Kollege war sehr angetan, schaffte aber nicht mehr alle Spätzle, weswegen es kein Dessert mehr gab für ihn. Für mich ein etwas leichteres Gericht.
Hühnchen mit Artischocke und Reis, schlicht serviert, aber auch hier gab eine Zutat, bei der ich nicht widerstehen kann. Wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich Artischocke liebe. Ich musste das also ordern. Und zu meiner Freude hatte die Küche kein großes Brimborium mit dem Blütenboden angestellt. Definitiv war das eine große bretonische Artischocke. Zusammen mit dem zarten Hühnchen, dem Reis und einer schmackhaften Geflügeljus war das ein sehr guter Teller, der auch noch Raum ließ für ein Dessert für Carsten.
Rosmarin Creme Brûlée mit karamellisierten Haselnüssen war ein guter, ungewöhnlich abgeschmeckter Abschluss. Etwas Bohei auf der Creme war noch in erträglichem Umfang. Und die Creme selber war gut gelungen mit den intensiven Aromen des Rosmarins.
Der Service stand unter der Ägide vom Familienoberhaupt und weiterer Familie. Das war alles auf gehobenen Niveau und in Sachen Weinberatung sehr kundig. Da haben wir uns sehr wohlgefühlt.
Komme ich mal zum Fazit dieses Berichts. Wer südlich von Heilbronn eine gute Unterkunft oder ein schmackhaftes Essen sucht ist hier beim Gasthaus Adler in Botenheim sehr gut aufgehoben. Ich komme bei Gelegenheit auf jeder Fall wieder.
Die Nacht vorher hatten mein Kollege und ich noch in der Oberpfalz nahe der tschechischen Grenze verbracht. Dann waren wir über München in die Nähe von Heilbronn gefahren. Für den kommenden Tag wollte in Lauffen am Neckar ein Kunde einen großen Pipeline Neubau starten und hatte dazu viel Politik, Wirtschaft und Zulieferer eingeladen. Wasserstoff Konversion ist sehr sexy gerade in der öffentlichen Wahrnehmung. Für die Nacht zu diesem Event hatte ich wieder die Aufgabe übernommen ein Hotel zu finden. Mit... mehr lesen
Gasthaus im Hotel Adler
Gasthaus im Hotel Adler€-€€€Restaurant, Gasthaus0713598110Hindenburgstraße 4, 74336 Brackenheim
4.0 stars -
"Sehr empfehlenswert!" Carsten1972Die Nacht vorher hatten mein Kollege und ich noch in der Oberpfalz nahe der tschechischen Grenze verbracht. Dann waren wir über München in die Nähe von Heilbronn gefahren. Für den kommenden Tag wollte in Lauffen am Neckar ein Kunde einen großen Pipeline Neubau starten und hatte dazu viel Politik, Wirtschaft und Zulieferer eingeladen. Wasserstoff Konversion ist sehr sexy gerade in der öffentlichen Wahrnehmung. Für die Nacht zu diesem Event hatte ich wieder die Aufgabe übernommen ein Hotel zu finden. Mit
Hier schrieb ich es schon, unser Besuch an Pfingsten 2023 hatte uns so gut gefallen, dass wir wiederkehren werden. Das war nun der Fall am 25. Februar 2024. Ein Eintrag auf der Homepage hatte uns gelockt, der wie folgt lautete: BRESSE SPECIAL
Es gibt wohl keine andere Hühnerrasse, die sich so sehr mit ihrem Heimatland identifiziert, wie das Bresse Gauloise aus dem Burgund. Es trägt die Farben der französischen Flagge: Roter Kamm, weißes Gefieder und blaue Läufe. Auf dem von Annikas Cousine Lea und ihrem Mann Julian übernommenen Familienhof sind unsere Bresse Gauloise ganz wild & frei exklusiv für uns aufgezogen worden. Unserem Anspruch nach, sollte so viel vom Tier verwertet werden, wie es nur möglich ist. Gepaart mit Steffens Handwerk schaffen wir gleich ein ganzes Menü, welches sich zu 100% um die stolzen Franzosen dreht.
Bei so was sind meine Frau und ich sofort Feuer und Flamme und haben und für den Sonntagabend angemeldet. Per PKW ging es die 70 Kilometer von Rheine nach Everswinkel, dass Fahrrad ist im Februar noch keine Alternative für die Strecke (wird es aber noch mal werden in diesem Jahr bei besserem Wetter). Für 18:30 Uhr waren wir angekündigt und kurz vorher betraten wir den schon bekannten Gastraum. Es ging in einen angrenzenden kleinen Saal, in dem alle Tische eingedeckt waren.
Auf dem Tisch das angekündigte Menü.
Carsten hatte den Rückfahrt übernommen und blieb bei Wasser und alkoholfreiem Bier, aber für den Aperitif auch für mich ein bisschen Alkohol. Wir bestellten uns die "kalte Ente", sollte eine Variation eines altbekannten Getränk sein, ich hatte davon noch nie gehört.
Drin war unübersehbar Zitrone, Wein, Sekt und ebenso nachdrücklich ein Minz-Öl. Das zusammen ergab dann einen sehr schönen Aperitif. Wir stimmten uns auf das Menü ein, als der Service uns einen Küchengruß schickte.
Gesalzene Butter, übergossen mit dem Fett des Hauptthemas unseres Menüs. Ungewöhnlich, sehr intensives Fett-Aroma, zusammen mit einem ordentlichen Baguette eine feine Einstimmung auf den Hauptdarsteller des Menüs.
Dann will ich mich mal dem Menü widmen, meine Frau hatte sich in der Zwischenzeit einen Pfälzer Chardonnay servieren lassen (die Weinkarte ist noch ein kleines Manko im Strietholt).
Beginnen sollte das Menü mit DEKONSTRUIERTER GEFLÜGEL-SALAT mit Passionsfrucht I Curry I Chili I Erbse
Gezupftes, gekochtes Hühnerfleisch, saftig, lauwarm gesellte sich zu Reis, kräftig gewürzt mit einem Curry. Erbsen waren dabei, das Fruchtige übernahm ein Passionsfruchtschaum, und der Crunch kam von krosser Hühnerhaut. Sehr überlegte Kombination, in der man die Kindheitserfahrung von Omas oder Mamas Geflügelsalat mit Reis wiederfinden konnte. Lecker! Was muss in einem Geflügelmenü dabei sein? Eine ordentliche Brühe natürlich! Also war der zweite Gang eine BRESSE BOUILLON mit Agnolotti I schwarzer Knoblauch I Pfifferlings-Eierstich.
Drin in der Brühe waren piemontesische Maultaschen, mit schwarzen Knoblauch gefüllt, nachdrücklich im Aroma der Eierstich mit Pilzen. Lauch in feinen Streifen fand sich auch noch in der perfekt austarierten Bouillon. Auf den Punkt salzig und ganz viel Umami! Sehr fein! Und so kann ich zum Hauptgang kommen, der BRESSE BRUST IM SCHMALZTEIG mit Wirsing I Parmesan-Püree I Kirsche I Rahm-Jus.
Leider dumm fotografiert, mea culpa! Trotzdem, im Mantel aus Teig ein saftiges Stück Hühnerbrust, dass sogar mir gefiel, der sonst immer die Hühnerbrust gegen die Schlegel eintauscht. Prächtig die sahnige Geflügel-Jus, die sich paarte mit dem Püree und dem fein abgeschmeckten Wirsing, fruchtiger Kontrapunkt waren die Kirschen. Auch hier gehobene Kochkunst aus der Küche! Zum Schluss ein wahrer Höhepunkt! Die Küche servierte ein Ü-EI mit
Kokos I Mango I geröstete weiße Schokolade.
Werkzeug zum Knacken brachte der Service und es stellte sich im Laufe der Erforschung des Inneren vom Schoko Ei die Frage....
...was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
Desserts kann er, mit Geschichten dazu, der Steffen mit seinem Küchenteam, aus dem eine junge Dame einige Gänge mit servierte.
Dieses wunderbare Menü in einem vermeintlich einfachen Münsterländer Gasthof hat es wieder mal gezeigt, warum wir den Gasthof Strietholt mit seinen beiden jungen Betreibern in unser kulinarisches Herz geschlossen haben! Annika und Steffen haben sich was getraut mit ihrem Konzept, dass offensichtlich aufgeht! Meine Frau und ich jedenfalls sind Pfingsten wieder da, im Zuge eines kulinarischen Radtour durch unser Münsterland!
https://www.gastroguide.de/restaurant/268173/gasthof-strietholt/everswinkel/bewertung/43142/
Hier schrieb ich es schon, unser Besuch an Pfingsten 2023 hatte uns so gut gefallen, dass wir wiederkehren werden. Das war nun der Fall am 25. Februar 2024. Ein Eintrag auf der Homepage hatte uns gelockt, der wie folgt lautete:
BRESSE SPECIAL
Es gibt wohl keine andere Hühnerrasse, die sich so sehr mit ihrem Heimatland identifiziert, wie das Bresse Gauloise aus dem Burgund. Es trägt die Farben der französischen Flagge: Roter Kamm, weißes Gefieder und blaue Läufe. Auf dem von Annikas Cousine... mehr lesen
4.5 stars -
"Evolution, nicht nur des Desserts, oder le coq est mort....." Carsten1972https://www.gastroguide.de/restaurant/268173/gasthof-strietholt/everswinkel/bewertung/43142/
Hier schrieb ich es schon, unser Besuch an Pfingsten 2023 hatte uns so gut gefallen, dass wir wiederkehren werden. Das war nun der Fall am 25. Februar 2024. Ein Eintrag auf der Homepage hatte uns gelockt, der wie folgt lautete:
BRESSE SPECIAL
Es gibt wohl keine andere Hühnerrasse, die sich so sehr mit ihrem Heimatland identifiziert, wie das Bresse Gauloise aus dem Burgund. Es trägt die Farben der französischen Flagge: Roter Kamm, weißes Gefieder und blaue Läufe. Auf dem von Annikas Cousine
Geschrieben am 01.03.2024 2024-03-01| Aktualisiert am
01.03.2024
Werksabnahme eines HIPPS (high integrity pressure protection system) bei den Kollegen in CZ, dann stand ein Termin in München an. Zur Anreise suchten wir kurz hinter der Grenze nach Deutschland eine Unterkunft möglichst nahe an der A6, am nächsten Morgen sollte es zeitig weiter nach München gehen. Eine Internetrecherche entlang des Autobahnverlaufs brachte das Landhotel Lindenhof im Vohenstraußer Ortsteil Braunetsrieth auf das Radar. Der mitreisende Kollege und ich konnten dort ein Zimmer bekommen und es wurde mit der Info gebucht, Restaurant ist bis 20:30 geöffnet.
Natürlich standen wir dann bei Brünn auf der tschechischen Autobahn im Stau, und das Navi wies uns darauf hin, dass wir es nur noch knapp bis halb neun schaffen würden. Nachdem wir dann auch noch die "Söder'sche" Straßen(Einreise)kontrolle an der Grenze zu CZ (was für ein Schwachsinn, welcher Schleuser fährt da noch lang?) passieren mussten, war es knapp vor halb neun, als wir den Gastraum betraten und eincheckten.
Die freundliche Wirtin nahm uns mit den Worten in Empfang, erst Essen ordern, Koch hat auf sie gewartet, dann aufs Zimmer. So geht Kundenorientierung. Um es der Küche einfach zu machen, orderten wir beide das Tagesgericht, und gingen dann auf die schönen Zimmer, um uns unseres Reisegepäcks zu entledigen.
Zurück im Gastraum, waren noch ein paar Gäste anwesend, und wir bekamen zügig unser Abendessen serviert. Das Tagesangebot war ein Saftgulasch mit Salat und Spätzle.
Für 15,90 EUR eine sehr gute Wahl! Das Rindfleisch war sehr zart geschmort, löste sich quasi auf der Gabel auf und die Sauce war äußerst lecker. Dann fühlen sich auch Spätzle auf dem Teller wohl, zu denen gehört einfach eine gute Sauce, sonst schmecken die nicht. Schön, dass wir noch so gut versorgt wurden. Dazu trinkt man dann in diesem Landstrich ein gutes Bier, hier das Kupfer der Winklerbräu, sehr süffig.
Auch dass Frühstück muss lobend erwähnt werden. Zwar Buffet, aber mit frischen Backwaren vom Bäcker, Handwerkswurstwaren, selbstgemachten Marmeladen und auch sonst hochwertigen Zutaten. Das erfreute mich dann noch mal sehr.
Das Betreiberpaar versieht den Service zugewandt und freundlich, man fühlt sich sofort wohl. Ich war gerne Gast für eine Nacht und komme wieder, wenn ich in dieser Gegend wieder eine Unterkunft brauche. Und dann komme ich so rechtzeitig, dass ich a la carte essen kann.
Werksabnahme eines HIPPS (high integrity pressure protection system) bei den Kollegen in CZ, dann stand ein Termin in München an. Zur Anreise suchten wir kurz hinter der Grenze nach Deutschland eine Unterkunft möglichst nahe an der A6, am nächsten Morgen sollte es zeitig weiter nach München gehen. Eine Internetrecherche entlang des Autobahnverlaufs brachte das Landhotel Lindenhof im Vohenstraußer Ortsteil Braunetsrieth auf das Radar. Der mitreisende Kollege und ich konnten dort ein Zimmer bekommen und es wurde mit der Info gebucht,... mehr lesen
Restaurant im Landhotel Lindenhof
Restaurant im Landhotel Lindenhof€-€€€Gasthaus, Hotel09651 2220Braunetsrieth 12, 92648 Vohenstrauß
4.0 stars -
"Sehr angenehmes Hotel und Restaurant" Carsten1972Werksabnahme eines HIPPS (high integrity pressure protection system) bei den Kollegen in CZ, dann stand ein Termin in München an. Zur Anreise suchten wir kurz hinter der Grenze nach Deutschland eine Unterkunft möglichst nahe an der A6, am nächsten Morgen sollte es zeitig weiter nach München gehen. Eine Internetrecherche entlang des Autobahnverlaufs brachte das Landhotel Lindenhof im Vohenstraußer Ortsteil Braunetsrieth auf das Radar. Der mitreisende Kollege und ich konnten dort ein Zimmer bekommen und es wurde mit der Info gebucht,
Geschrieben am 13.02.2024 2024-02-13| Aktualisiert am
14.02.2024
Als Ergänzung zu meinem Bericht aus dem Mai 2023, hier also ein kurzer Blick auf die ersten Schäufele aus dem Xtra Gleis in Hörstel. https://www.gastroguide.de/restaurant/63439/restaurant-im-hotel-xtragleis-alter-bahnhof/hoerstel/bewertung/43181/
Mit Freunden waren wir spontan am 10. Februar eingekehrt. Plan war Schäufele, nicht mehr, nicht weniger. Anreise mit dem Zug von Rheine bietet sich an, vom Bahnsteig betritt man quasi direkt den Gastraum. Der war ordentlich gefüllt und wir bekamen den vorher reservierten Tisch für vier zugewiesen.
Getränke wurden bestellt, Wein und Bier aus Franken, siehe Karte. Vorweg wurde geteilt, die Größen der Gerichte lassen zwei oder drei Gänge grenzwertig für eine Person erscheinen. Es gab gratinierten Ziegenkäse auf Linsensalat.
Schmackhafte, ungewöhnliche Kombination, gute Wahl. Als zweite Alternative die schon im vergangenen Jahr verkostete fränkische Variante von Obatzter, ein Gerupfter.
Für mein Gefühl etwas milder abgeschmeckt als ein bayrischer Obatzter, vielleicht ein weniger reifer Camembert, wer weiß. Dazu ein für unsere norddeutsch-münsterländischen Verhältnisse sehr ordentliches Bretzel.
Sogar meine Frau lobte das. Also zum Hauptgrund des Berichts, wir waren neugierig auf unser erstes Schäufele "Made in Münsterland". Ganz klassisch mit Klößen und Blaukraut, so wie dat mutt (plattdeutsch)!
Karte sagt, Klöße sind hausgemacht, könnte sein, und sie waren gefüllt mit Croutons. Blaukraut war richtig gut, der Rotkohl definitiv mit viel Apfel(saft) abgeschmeckt! Und das wichtigste, Fleisch fiel von der Schaufel (Knochen), war saftig und zart und Kruste kross und crunchig! Super, war so gut, dass der Tisch beschlossen hat, wir kommen wieder und probieren im Sommer noch mal die hausgemachten Parmesan-Spinatködel mit Cherrytomaten in Salbei-Butter. Die waren schon 2023 lecker!
Definitiv ist diese fränkische Küche ein Zugewinn für unsere Münsterländer Restaurantlandschaft!
Als Ergänzung zu meinem Bericht aus dem Mai 2023, hier also ein kurzer Blick auf die ersten Schäufele aus dem Xtra Gleis in Hörstel.
https://www.gastroguide.de/restaurant/63439/restaurant-im-hotel-xtragleis-alter-bahnhof/hoerstel/bewertung/43181/
Mit Freunden waren wir spontan am 10. Februar eingekehrt. Plan war Schäufele, nicht mehr, nicht weniger. Anreise mit dem Zug von Rheine bietet sich an, vom Bahnsteig betritt man quasi direkt den Gastraum. Der war ordentlich gefüllt und wir bekamen den vorher reservierten Tisch für vier zugewiesen.
Getränke wurden bestellt, Wein und Bier aus Franken, siehe Karte. Vorweg... mehr lesen
Restaurant im Hotel XtraGleis - Alter Bahnhof
Restaurant im Hotel XtraGleis - Alter Bahnhof€-€€€Restaurant, Biergarten, Partyservice0545980490Bahnhofstraße 52, 48477 Hörstel
4.0 stars -
"Das fehlte noch..." Carsten1972Als Ergänzung zu meinem Bericht aus dem Mai 2023, hier also ein kurzer Blick auf die ersten Schäufele aus dem Xtra Gleis in Hörstel.
https://www.gastroguide.de/restaurant/63439/restaurant-im-hotel-xtragleis-alter-bahnhof/hoerstel/bewertung/43181/
Mit Freunden waren wir spontan am 10. Februar eingekehrt. Plan war Schäufele, nicht mehr, nicht weniger. Anreise mit dem Zug von Rheine bietet sich an, vom Bahnsteig betritt man quasi direkt den Gastraum. Der war ordentlich gefüllt und wir bekamen den vorher reservierten Tisch für vier zugewiesen.
Getränke wurden bestellt, Wein und Bier aus Franken, siehe Karte. Vorweg
Geschrieben am 06.02.2024 2024-02-06| Aktualisiert am
06.02.2024
Besucht am 03.02.2024Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 180 EUR
Da war mir in Münster mal wieder eine Neueröffnung auf das Radar geraten, und wie ich so bin, nach einem Blick durch die Schaufenster in der Neubrückenstraße 25 fand ich, da könnte man mal hingehen. Meine Frau war auch angetan von meiner Beschreibung, und so war unkompliziert für den 3. Februar ein Tisch über die HP reserviert.
Lange gibt es dieses Restaurant, dass sich der österreichischen Küche verschrieben hat, noch nicht. Und ich weiß gar nicht, ob es Münster noch weitere Küchen dieser Ausrichtung gibt. Blickt man auf die Homepage, dann beschreibt das Team vom Leibeslust sein gastronomisches Konzept folgendermaßen: Willkommen im Herzen von Münster...
... wo österreichische Kulinarik auf höchstem Niveau zelebriert wird. Unser Restaurant ist eine Hommage an die reiche Tradition der österreichischen Küche, verfeinert durch moderne Akzente und Leidenschaft für exquisite Geschmackserlebnisse. Von herzhaften Schmankerln bis hin zu delikaten Mehlspeisen - jede Speise erzählt eine Geschichte aus hochwertigen Zutaten und besonderen Aromen. Unsere Küchenchefs nehmen Sie mit auf eine Reise in die Welt der österreichischen Gastronomie.
Ist ja eine selbstbewusste Ansage und wir wollten mal sehen, wie glücklich wir am Ende des Abends das Restaurant wieder verlassen. Organisatorisch fühlt man sich jedenfalls wie auf Sylt, am Abend wird in zwei Wellen reserviert, Frühschicht 17:30 Uhr bis 19:45 und Spätschicht von 20:15 Ihr bis 23:00. Frühschicht mögen wir auch auf Sylt nicht, also buchten wir für 20:15 Uhr. Ziemlich genau zu der Zeit standen wir vor der Tür, mit vielen anderen Gästen aus der vergangenen und anstehenden Schicht. Der Service macht hektisch klar Schiff und die Gäste brauchen ein wenig Geduld, bis alle Platz nehmen können an Ihren Tischen. Ausgebucht war jedenfalls, dass war klar ersichtlich. Für uns ein Tisch an der Fensterfront zur Neubrückenstraße mit Blick auf die offene Küche auf einer Empore.
Zum Fenster hin eine lange Bank mit Kissen, im Sommer sind die Fenster offen. Ein bisschen Kitschfaktor bei Gastraum und Tischdekoration.
Aber insgesamt stellt sich ein gutes Gefühl ein in den Räumlichkeiten, dass passt alles in allen schon gut zusammen. Auch der Tisch sehr ordentlich und ansehnlich eingedeckt.
Eine junge Dame reichte uns die Karten und fragte nach einem ersten Getränkewunsch, wir orderten Wasser und zwei zwei Cremant de Loire weiß und rosé.
Die waren für den Preis von 7 EUR okay, aber nicht mehr. Die Karte lässt sich inklusive des Getränkeangebots auf der HP einsehen. Der dort angebotene Umfang an Weinen ist etwas dünn, um es vorsichtig zu formulieren. Ich fragte die Dame nach einer separaten Weinkarte, bekam aber die Auskunft, dass dies das gesamte Angebot darstelle.
Gut, der erwählte Riesling Federspiel der Domäne Wachau ist mir bekannt und immer ein empfehlenswerter Tropfen, aber bei der Ausrichtung des Restaurants erwartet man dann doch ein breiteres Angebot aus den unzähligen Weinbaugebieten von Österreich. Im Nachgang, als Chef Michael sich uns am Tisch vorstellte, erfuhren wir von einer inoffiziellen Karte im Kopf des Chefs. Nächstes Mal fragen wir vorher bei ihm nach Alternativen. Mit dem Wein hatten wir auch unsere Wahl bei den Speisen getroffen. Komplett gleich bei der Auswahl machten wir dem Küchenteam wenig Arbeit. Dafür grüßten uns die Köche David und Julian mit einem Schmankerl zu Beginn unseres Abendessen.
Kalbspastete, dass kommt einem in deutschen Küchen ja eigentlich nie unter, somit schon mal genau im Thema, würde ich sagen. Gut abgeschmeckt war sie auch, auch meine Frau, kein begeisterter Pasteten-Esser, fand die gut.
Vorweg was aus dem Meer, jetzt nicht so Österreich-Affin.
Aber dieser Vorspeise konnten wir beide nicht widerstehen. Gebratene Jakobsmuscheln auf Erbsencreme mit Morchel-Pesto und gebratenem Speck vom Bentheimer Schwein. Die Muscheln waren gut zubereitet, hätten vielleicht ein wenig mehr Röstaromen vertragen können. Erbsencreme war einer Hauptgründe für Frau und Herr Carsten1972, dieses Gericht zu bestellen. Der Speck brachte Crunch auf den Teller, nur das Morchelpesto hab ich nicht wahrnehmen können, weder optisch noch geschmacklich. Vergaß aber, danach zu fragen im Nachhinein.
Trotz des fehlenden Pestos, ein guter Teller mit dem ordentlichen Salat und ebenso gutem dazu gereichtem Baguette. Wie schon angeklungen, auch beim Hauptgericht gingen wir den gemeinsamen Weg, Fisch, aber einer, den man mit Österreich eher verbindet als Jakobsmuscheln.
Forelle im Kräuterpackerl (ach, Mattsee und Schlosshotel Iglhauser, wat vermiss ick dir) kam an den Tisch. Service hatte vorher abgefragt ob filetiert oder im Ganzen. Natürlich im Ganzen, sonst essen die Köche noch unsere Forellen-Backerl. Im Backpapier war der Fisch gegart, aromatisiert mit Kräutern und reichlich Zitrone. Das war schlicht in der Zubereitung und Präsentation, aber vorne beim Genuss, sehr gut. Dazu zwei Beilagen, ein wieder ordentlicher Salat.
Und ein Püree, aber ein sehr ungewöhnliches und mich sehr beeindruckendes Püree. In der Karte nannte sich das Zitronen-Erdäpfel-Püree, und ich hatte da gar nicht so große Erwartungen daran. Aber was dann kam, war ein Knaller, insbesondere als Begleitung zu Fisch. Kartoffeln mit viel Butter, sehr fein püriert, da drin ein kräftig herb-saures Aroma aus Zitrone (möglicherweise Zesten). Klasse!
Das Ding wurde noch ausführlich mit dem Chef besprochen, wirklich gut! Wird zu Hause nachgemacht als Begleiter zu unseren regelmäßigen Fischgerichten zu Hause. Wir gingen in uns und besprachen noch mögliche Kapazität für eine Mehlspeise. Andere Desserts will der Österreicher ja nicht. Eine Portion für zwei, und nein, kein Kaiserschmarren.
Marillenknödel sollten es sein. Und gut, dass wir nur eine Portion bestellt hatten! Das war ein guter Abschluss, und wir danach wirklich sehr gut gesättigt!
Der Service in Form von Chef, einem jungen Mann und einer jungen Dame hatte wirklich gut zu tun, aber war vom Fach! Eindecken mit weißen Handschuhen, Kontakthalten zum Gast, Nachfragen, Auskünfte, alles ohne Grund zur Kritik und die richtige Portion Humor war auch dabei! Wir haben uns wohl gefühlt.
Komme ich mal zum Fazit. Wenn man sich so weiter entwickelt, dann sollte das klappen mit der österreichischen Küche im Münsterland. Die Gäste sprechen dem Konzept zu und auch wir kommen wieder, der Tafelspitz für Zwei serviert im Creuset Bräter sah am Nachbartisch sehr gut aus!
PS nebenan öffnet sehr bald ein ergänzendes Übertageangebot unter dem Namen Wiener Bistro, ich werde mal schauen, was man dort so bietet.
Da war mir in Münster mal wieder eine Neueröffnung auf das Radar geraten, und wie ich so bin, nach einem Blick durch die Schaufenster in der Neubrückenstraße 25 fand ich, da könnte man mal hingehen. Meine Frau war auch angetan von meiner Beschreibung, und so war unkompliziert für den 3. Februar ein Tisch über die HP reserviert.
Lange gibt es dieses Restaurant, dass sich der österreichischen Küche verschrieben hat, noch nicht. Und ich weiß gar nicht, ob es Münster noch weitere... mehr lesen
4.0 stars -
"GenussLust im LeibesLust" Carsten1972Da war mir in Münster mal wieder eine Neueröffnung auf das Radar geraten, und wie ich so bin, nach einem Blick durch die Schaufenster in der Neubrückenstraße 25 fand ich, da könnte man mal hingehen. Meine Frau war auch angetan von meiner Beschreibung, und so war unkompliziert für den 3. Februar ein Tisch über die HP reserviert.
Lange gibt es dieses Restaurant, dass sich der österreichischen Küche verschrieben hat, noch nicht. Und ich weiß gar nicht, ob es Münster noch weitere
Die aktuelle Staffel besteht aus 8 Folgen. Aufgeteilt auf 4 Sonntag Nachmittage im Programm des NDR über den Februar 2024. Und warum auch immer, 4 Folgen auch im Februar, aber immer am Dienstag morgen gegen 2 Uhr. Da schläft sogar der Sternekoch, genauso wie ich. Deswegen verweise ich auf die Mediathek für die Folge über Randy de Jong im Kesselhaus Osnabrück.
Die aktuelle Staffel besteht aus 8 Folgen. Aufgeteilt auf 4 Sonntag Nachmittage im Programm des NDR über den Februar 2024. Und warum auch immer, 4 Folgen auch im Februar, aber immer am Dienstag morgen gegen 2 Uhr. Da schläft sogar der Sternekoch, genauso wie ich. Deswegen verweise ich auf die Mediathek für die Folge über Randy de Jong im Kesselhaus Osnabrück.
https://www.ardmediathek.de/video/am-pass-geschichten-aus-der-spitzenkueche/am-pass-mit-randy-de-jong-oder-kesselhaus-oder-osnabrueck-s03-e05/ndr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9BTVBBU18yMDI0LTAyLTA2LTAxLTIw
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"Am Pass, Staffel 3, Folge 2" Carsten1972Die aktuelle Staffel besteht aus 8 Folgen. Aufgeteilt auf 4 Sonntag Nachmittage im Programm des NDR über den Februar 2024. Und warum auch immer, 4 Folgen auch im Februar, aber immer am Dienstag morgen gegen 2 Uhr. Da schläft sogar der Sternekoch, genauso wie ich. Deswegen verweise ich auf die Mediathek für die Folge über Randy de Jong im Kesselhaus Osnabrück.
https://www.ardmediathek.de/video/am-pass-geschichten-aus-der-spitzenkueche/am-pass-mit-randy-de-jong-oder-kesselhaus-oder-osnabrueck-s03-e05/ndr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9BTVBBU18yMDI0LTAyLTA2LTAxLTIw
Die dritte Staffel dieser wunderbaren Serie der ARD hat der NDR produziert. Etwas anders im Stil als die beiden ersten Staffeln vom SR, geht es nun um Küchen in meinem Sektor. Den Beginn macht ein sehr ungewöhnliches Restaurant in Osnabrück. Berichte zu diesem Restaurant hier und sehr empfohlen zum Ansehen.
https://www.ardmediathek.de/video/am-pass-geschichten-aus-der-spitzenkueche/am-pass-mit-tom-elstermeyer-oder-iko-oder-osnabrueck-s03-e01/ndr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9BTVBBU18yMDI0LTAyLTA0LTE2LTMw
IKO Restaurant
IKO Restaurant€-€€€Restaurant054144018030Stadtweg 38a, 49086 Osnabrück
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"Am Pass" Carsten1972Die dritte Staffel dieser wunderbaren Serie der ARD hat der NDR produziert. Etwas anders im Stil als die beiden ersten Staffeln vom SR, geht es nun um Küchen in meinem Sektor. Den Beginn macht ein sehr ungewöhnliches Restaurant in Osnabrück. Berichte zu diesem Restaurant hier und sehr empfohlen zum Ansehen.
https://www.ardmediathek.de/video/am-pass-geschichten-aus-der-spitzenkueche/am-pass-mit-tom-elstermeyer-oder-iko-oder-osnabrueck-s03-e01/ndr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9BTVBBU18yMDI0LTAyLTA0LTE2LTMw
Geschrieben am 01.02.2024 2024-02-01| Aktualisiert am
01.02.2024
Besucht am 29.01.2024Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 45 EUR
....wenn man nach Lubmin zum Industriehafen muss. Ein großer deutscher Gastransportnetzbetreiber verlangte meine Anwesenheit an seiner Gasverdichterstation am Industriehafen von Lubmin. Hier vollzieht sich die Zeitenwende im Galopp, die Erdgasannahmestation der Nordstream ist ja nun außer Gefecht gesetzt. Dafür entsteht ein Flüssiggasterminal vor der Küste, später für Wasserstoff / Ammoniak, für dessen Anbindung nun heftig gebaut wird. Muss alles auf einmal passieren jetzt.
Also musste ich eine Reise planen in eine persönliche terra incognita. Wen fragt man, wenn in ein unbekanntes Gebiet muss, und vernünftige Unterkunft und Abendessen möchte? Den Borgi natürlich! Der kommt rum und kennt überall gute Adressen. Leider teilte er mir mit, Greifswald war er auch noch nie. Also suchte ich selber und landete dann bei meiner Suche in Wolgast, nicht so weit weg von Greifswald. Im Speicher konnte ich kurzfristig noch ein Zimmer bekommen und das Restaurant war auch im Januar an einem Montag geöffnet (nicht unerheblich bei meiner Auswahl).
Nach insgesamt 560 Kilometern von West nach Ost, bis auf den üblichen Hamburg Stau A1, kam ich recht gut in Wolgast an. Und stand dann am alten Hafen vor einem ansehnlich renovierten Speichergebäude. Check in war problemlos erledigt und ich bezog ein ordentliches Zimmer im zweiten Stock. Nach einer Runde durch die ansehnliche Altstadt von Wolgast nahm ich dann am reservierten Tisch Platz, ich hatte Hunger!
Erst einmal ein Plis, Lübzer ist okay! Wurden dann noch zwei Gläser mehr. Dann lag neben der Karte eine überraschende Sonderkarte mit dem Titel "schwäbische Wochen"! Was da wohl meine Frau dazu gesagt hätte?
Mauldäschle und Co. wären schon nach meinem Geschmack gewesen, aber ich hatte das Angebot um einen Tag verpasst. Also back to the roots of the Speicher und mal in die feste Karte geschaut, siehe HP. Da geht es quer durch den gutbürgerlichen Garten und es kann jeder was finden für sich. Vorweg war dann meine Wahl was vegetarisches.
Die Karte nannte das Rote Bete Tartar auf Friséesalat, dazu Ziegenfrischkäsecreme mit Pumpernickel-Crumble und Akazienhonig. Das Gericht wich etwas von meiner Vorstellung zu diesem Titel ab. Das Tartar war eher ein Mousse, sehr süß abgeschmeckt, unter einem recht neutralen Frischkäse und dem crunchigen Pumpernickel. Die süße Anmutung war der herausgehobene Geschmackseindruck. Für mich wäre das ein tolles Dessert gewesen, als Vorspeise für mich persönlich etwas zu süß und schwer.
Und wenn man schon an der Küste ist, dann etwas, was man im Münsterland so gut wie nie auf Karten findet. Labskaus, wenn gut zubereitet, liebe ich sehr. Angerichtet war das schon mal sehr anständig. Man versicherte mir auf Nachfrage, dass die Rinderbrust im Hause gepökelt und verarbeitet wird, kein corned beef also. Ich nahm Rollmops und Matjes dazu als add on. Gekochte Kartoffeln kenne ich jetzt nicht als Beilage zu Labskaus, aber wenn man es in Wolgast so macht, ist mir das recht. Mir hat es geschmeckt, aber an die Oberhafen Kantine (Referenz Labskaus für mich) in Hamburg kommt man noch nicht ran.
Der Service durch zwei Damen flott und zugewandt, trotz vollem Haus an einem Montagabend Ende Januar, da gab es nichts zu kritisieren.
Auch die Nacht und das nachfolgende Frühstück waren ordentlich und somit komme ich zum Fazit. Unerwartet gute Einkehr im Speicher, ich hatte das so gut gar nicht erwartet. Empfehlung für Hotel und Restaurant!
PS beim Essen scrollt man dann so durch GG, stellt fest Kollegin Maja hat schon was hier zum Speicher geschrieben und der Borgi war hier auch schon, wie er bei den Kommentaren so äußert......
....wenn man nach Lubmin zum Industriehafen muss. Ein großer deutscher Gastransportnetzbetreiber verlangte meine Anwesenheit an seiner Gasverdichterstation am Industriehafen von Lubmin. Hier vollzieht sich die Zeitenwende im Galopp, die Erdgasannahmestation der Nordstream ist ja nun außer Gefecht gesetzt. Dafür entsteht ein Flüssiggasterminal vor der Küste, später für Wasserstoff / Ammoniak, für dessen Anbindung nun heftig gebaut wird. Muss alles auf einmal passieren jetzt.
Also musste ich eine Reise planen in eine persönliche terra incognita. Wen fragt man, wenn in ein unbekanntes... mehr lesen
Restaurant Der Speicher
Restaurant Der Speicher€-€€€Restaurant, Hotel03836 2338550Hafenstraße 22, 17438 Wolgast
4.0 stars -
"Gut gewählt...." Carsten1972....wenn man nach Lubmin zum Industriehafen muss. Ein großer deutscher Gastransportnetzbetreiber verlangte meine Anwesenheit an seiner Gasverdichterstation am Industriehafen von Lubmin. Hier vollzieht sich die Zeitenwende im Galopp, die Erdgasannahmestation der Nordstream ist ja nun außer Gefecht gesetzt. Dafür entsteht ein Flüssiggasterminal vor der Küste, später für Wasserstoff / Ammoniak, für dessen Anbindung nun heftig gebaut wird. Muss alles auf einmal passieren jetzt.
Also musste ich eine Reise planen in eine persönliche terra incognita. Wen fragt man, wenn in ein unbekanntes
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Man kann es vorweg nehmen, was man erblickt, ist immer noch sehr bedrückend. Die Bahn fährt nur bis Walporzheim, von da liefen wir einen Wanderweg nach Dernau hinein. Unten lag das Tal immer noch verwüstet da, der Bahndamm ist komplett weg, die Schäden im Verlauf der Ahr sind bestürzend beeindruckend. Dann kommt man nach Dernau hinein und die einstmals schöne Straßenfront zur Ahr hat dicke Lücken, der Bahnhof ist quasi abrasiert worden, die Kreuzbergs haben ihr Gästehaus komplett verloren, die Schänke ist immer noch geschlossen. Aber im Innenhof, der jetzt durch das fehlende Gästehaus kein wirklicher Innenhof mehr ist, kann man wieder die wunderbaren Weine des WG verkosten und sich auch ein Gässchen einschenken lassen. Unbedingt hingehen, wer in Dernau ist.
Für den kleinen Mittagshunger bummelten wir nach Dernau hinein und standen bald vor dem Hofgarten der Familie Meyer Näkel. Über die Weine aus dem Weingut braucht man nichts weiter sagen, die stehen für sich selber. Kurze Diskussion, ja, ein schöner Ort für eine mittägliche Einkehr.
Wir hatten ja Glück mit unserem Wochenende, dass war der erste Hauch von Frühling im Ahrtal, die Sonne schien in einen wunderbaren Terrassenbereich.
Hier lässt es sich aushalten.
Ich hätte mich gerne hier platziert, aber die Damen entschieden, es ist noch zu kalt für draußen, wir gehen rein. Also querten wir den Innenhof, und standen im Gastraum. Die jungen Damen im Service nahmen uns freundlich in Empfang und wir durften uns einen Tisch aussuchen.
Nachdem die beiden Damen den Hauskater ausführlich betüdelt hatten, konnten wir dann auch Platz nehmen. Die Servicedame erschien mit den Karten und Wasser und Wein wurde bestellt. Die Weinkarte hält einige beeindruckende Positionen vorrätig!
Die Tischrunde nippte an den Weinen und nahm die Karten in Augenschein. Das Angebot ist Winzerküche, aber es sollte möglich sein, dass jeder was findet. Die Küche begrüßte uns mit einem ordentlichen Baguette mit Thunfischcreme, die viel Knoblauch abbekommen hatte.
Die hatte Bumms! Und das Sauerteigbrot war lecker dazu! Ich stelle hier die Speisen meiner Frau und mir selbst vor, Petra kann ja bei Gelegenheit noch ihre und die von S vorstellen. Frau bestellte sich aus der Karte eine Vorspeise.
Übergrillter Ziegenkäse mit Ahornsirup und Pinienkernen hatte sie zur Bestellung verlockt. Ich habe nicht probiert, aber die Kombination wäre bei mir eher ein Dessert, denn eine verlockende Vorspeise. Nichtsdestotrotz befand Frau Carsten1972 ihre Wahl für gut! Ich hatte nach der Wanderung Hunger und Lust auf etwas rustikales.
Hausmacher Sülze mit Remoulade und Bratkartoffeln, der Käseteller aus der Karte zog hier den kürzeren, obwohl Pont l'eveque angeboten wurde. Zuerst, dass waren endlich mal wieder gute Bratkartoffeln, schön kross gebraten, nicht zu fettig. Und auch die Sülze konnte gefallen. ich war auch zufrieden mit meinem Mittagessen.
In Sachen Service gab es keinen Grund zur Kritik, die Damen waren auf zack, freundlich und zugewandt. Hier fühlt man sich wohl.
Also zum Fazit dieses Besuchs im Hofgarten Dernau der Familie Meyer Näkel. Wenn man einen Platz ergattern kann, dann unbedingt einkehren. Als wir den Gastraum verließen, waren alle Plätze draußen belegt. Gute Winzerküche und sehr gute Weine. Das ist immer eine empfehlenswerte Kombination.